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Erfolgsstory: „Aufgeben war für mich keine Option!“

-20 Kilo: Seit ihrem zehnten Lebensjahr kämpft Sara unermüdlich gegen ein Zuviel an Kilos. Nun hat sie dank moderner Abnehmmedizin endlich Erfolg.
Ihr ganzes Leben hatte es Sara Kuster im wahrsten Sinne des Wortes schwer – bereits in jungen Jahren nahm sie stark zu. Die Diagnose? Adipositas. Damit ist sie nicht allein: Rund 1,3 Millionen Österreicher*innen teilen ihr Schicksal und damit den täglichen Kampf gegen die Stigmatisierung. Über den schweren Weg zur Leichtigkeit.


Mutmacherin. Heute pflegt Sara einen offenen Umgang mit ihrem einstigen Problem. „Über meine Krankheit und meinen Gewichtsverlust zu sprechen, gibt mir Kraft – und anderen hoffentlich auch.“
© Mutmacherin. Heute pflegt Sara einen offenen Umgang mit ihrem einstigen Problem. „Über meine Krankheit und meinen Gewichtsverlust zu sprechen, gibt mir Kraft – und anderen hoffentlich auch.“ | © Matt Observe

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Fette Sau“, hallt es durch den Bus, als Sara Kuster gerade einer Frau zur Hilfe eilt, die augenscheinlich in einen handgreiflichen Streit mit einem Mann verwickelt ist. Saras Frage, ob sie vielleicht die Polizei rufen soll oder anderswie helfen kann, geht im Nachhall der Männerstimme unter. Das „Fette Sau“ galt ihr. Was folgt, ist Stille: Denn Sara, die gerade als Einzige im Bus Courage bewies, hilft niemand. „Halt doch dein Maul“, durchbricht die Männerstimme das Schweigen. „So fett und hässlich wie du bist, greift dich doch eh keiner an.“ Wie versteinert steht Sara nun da; den Blicken der anderen ausgesetzt. Sie, die gerade noch helfen wollte, wurde selbst zur Zielscheibe. Für Sara ist es eine der wohl schlimmsten Erfahrungen ihres Lebens – die Spitze des Eisbergs.

»-20 Kilo: Seit ihrem zehnten Lebensjahr kämpft Sara unermüdlich gegen ein Zuviel an Kilos. Nun hat sie dank moderner Abnehmmedizin endlich Erfolg.«

Nicht „normal“.

Angeregtes Getuschel, verurteilende Blicke bis hin zu verbalen Übergriffen sind Sara alles andere als fremd – lange Zeit bestimmten sie ihren Alltag. An ein Leben ohne Stigmatisierung, ihr „normales Leben“, erinnert sich die heute 36-Jährige nicht mehr. „Das endete, als ich neun Jahre alt war“, erzählt sie. Damals hatte sie unerklärlicherweise schlagartig zugenommen. „Fortan bekam ich das Gefühl vermittelt, nicht normal zu sein.“

Bis zur Volljährigkeit ist es Sara nur schwer gelungen, ihr Gewicht von rund 65 Kilogramm zu halten – „dann kam der Sprung auf über 80, ehe es Jahr für Jahr weiter bergauf ging“, erzählt sie. 106 Kilo wog sie in Spitzenzeiten. Mit den Kilos nahm schließlich auch der Leidensdruck immer weiter zu. Während der Schulzeit standen Beleidigungen wie „Walfisch“ oder „Wasserball“ an der Tagesordnung. „Das ständige Mobbing ging so weit, dass ich häufig mit Suizidgedanken zu kämpfen hatte“, erinnert sie sich. Hinzu kam die Vorverurteilung durch Familie und Freunde – für Sara das Schlimmste: „Meist unter dem Deckmantel der Sorge um meine Gesundheit wurde mir nahegelegt, doch endlich etwas zu tun – unterm Strich war aber auch das verletzende Kritik an meiner Person, an mir.“ Davon anmerken ließ sie sich freilich nichts: „Wann immer es um mein Gewicht ging, habe ich versucht, meine Unsicherheit und Scham hinter Humor zu verstecken.“ Doch das Gefühl, „nicht hineinzupassen“ – in unserer Gesellschaft, in der „schlank“ das Schönheitsideal definiert, keinen Platz zu haben –, blieb und wurde stärker;der Selbstwert zunehmend schwächer.

»Trotz nie endender Abnehmversuche und 23 Jahre Leistungssport habe ich nie langfristig abgenommen.“«

Sara Kuster, 36, über ihren steinigen Weg

Nicht allein und doch allein …

Paradox. Trotz eiserner Disziplin und sportlicher Karriere wog Sara zu Spitzenzeiten 106 Kilo.

Mit ihrem Problem ist Sara alles andere als allein: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung über 15 Jahren leidet hierzulande an Übergewicht und damit an den gesundheitlichen sowie psychischen Folgen der Kilos – 42 Prozent der Frauen und 59 Prozent der Männer sind betroffen. Blickt man noch etwas genauer hin, sind 11 Prozent der Frauen und 18 Prozent der Männer hierzulande sogar krankhaft zu schwer. Sie leiden an Fettleibigkeit, sogenannter Adipositas.

Dass es immer mehr werden, zeigt die Zahl adipöser Kinder – rund zehn Prozent sind betroffen. Bis zum Jahr 2025 soll sich diese Zahl verdoppeln. Berücksichtigt man, dass rund 80 Prozent aller übergewichtigen Kinder auch später im Erwachsenenalter übergewichtig sein werden, zeigt sich deutlich, wohin der Trend geht. Das Problem? Schwerwiegend. Denn anders als oftmals angenommen, handelt es sich bei Adipositas um eine komplexe, chronische Erkrankung. Die Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, geht sogar noch einen Schritt weiter und erklärt das krankhafte Zuviel zu einem der größten Gesundheitsprobleme unserer Zeit – immerhin fordert es jährlich rund 2,8 Millionen Menschenleben.

Das Maß der Dinge?

Stellt sich für uns die Frage: Ab wann bin ich von Adipositas betroffen? Übergewichtig ist per Definition jede Person, die einen Body-Mass-Index von über 25 hat. Dieser Index, kurz BMI, errechnet sich aus dem Quotienten des Körpergewichts in Kilogramm und der Körpergröße in Metern zum Quadrat – damit stellt er Gewicht und Größe in Relation und liefert so eine Kennzahl zur Beurteilung des individuellen Gesundheitsrisikos. Klettert der BMI bei übermäßiger Fettansammlung auf 30 oder darüber, ist laut WHO von Adipositas, die sich je nach BMI in drei Grade unterteilen lässt, die Rede.

Ein erhöhter BMI allein muss jedoch kein Grund zur Sorge sein – insbesondere Menschen mit viel Muskelmasse, die aufgrund ihrer Zusammensetzung und Dichte besonders ins Gewicht fällt, sind häufig per Definition übergewichtig, weisen aber kein erhöhtes Gesundheitsrisiko auf. Da der BMI nämlich wenig über die Körperfettverteilung und den -anteil aussagt, stellt die Erhebung des Taillen- sowie des Hüftumfangs einen wesentlichen Teil der Adipositas-Diagnostik und der Einschätzung des individuellen Risikos dar.

Apfel oder Brine?

Warum das so wichtig ist: Bei der Gewichtszunahme wird Fettgewebe an verschiedenen Körperregionen unterschiedlich eingelagert. Dafür verantwortlich sind neben Hormonen vor allem unsere Gene. Sie entscheiden, ob wir eher an den Oberschenkeln zulegen oder um die Körpermitte ansetzen – ob wir Birnen- oder Apfel-Typ sind. Der Typ, das Fettverteilungsmuster, gibt letztlich Rückschluss auf das individuelle Gesundheitsrisiko: Während die sogenannte gynoide, die weibliche, Fettverteilung durch einen vermehrten Fettansatz an Hüften, Oberschenkel und Gesäß den weniger gefährlichen Birnen-Typ kennzeichnet, sammelt sich bei der androiden, der männlichen, Fettverteilung das Fett in der Bauchregion. Dieses sogenannte viszerale Fettverteilungsmuster charakterisiert den Apfeltyp und steht für ein gesteigertes Gesundheitsrisiko. Denn anders als beim Birnentyp wird das Fett nicht subkutan, also unter der Haut, sondern intraabdominell, also um und in den Organen im Bauchraum, gespeichert und erhöht damit das Risiko für Begleit- und Folgeerkrankungen.

Um das individuelle Risiko der Körperfettverteilung besser beurteilen zu können, wird der Quotient aus Taillen- und Hüftumfang, die sogenannte „Waist-to-Hip-Ratio“ (WHR), ermittelt. Liegt diese bei Männern über 0,9 und bei Frauen über 0,85, ist von einem erhöhten Krankheitsrisiko auszugehen. Eine ähnlich präzise Möglichkeit zur Risikoabschätzung liefert der Taillenumfang auf Bauchnabelhöhe. Überschreitet dieser bei Frauen 88 beziehungsweise bei Männern 102 Zentimeter, spricht dies für eine intraabdominelle Fettverteilung und damit für ein erhöhtes Gesundheitsrisiko.

Das böse Bauchfett.

Warum aber ist das Fett im Bauch so gefährlich? Was die Medizin lange Zeit nicht wusste, ist, dass es sich beim Viszeralfett um das größte endokrine Organ unseres Körpers handelt – soll heißen, es beeinflusst durch die Produktion spezieller Botenstoffe unseren Hormonhaushalt und ist damit, anders als andere „Problemzonen“, besonders stoffwechsel-aktiv. Einige dieser Hormone setzen unter anderem Entzündungsprozesse in Gang, die Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben. Das Risiko für Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, aber auch für spezielle Krebserkrankungen steigt.

Das Heimtückische: Viele der Prozesse laufen unbemerkt ab und verursachen erst Beschwerden, wenn sich die daraus resultierenden Krankheiten manifestieren. Viele Adipositas-Betroffene fühlen sich demnach zunächst nicht krank. So auch Sara, die sich der Gefahr der Kilos zwar durchaus bewusst war, sich selbst aber nie krank fühlte.

»Neben den Zahlen auf der Waage hat sich durch die Gewichtsreduktion vor allem eines verändert – meine Selbstwahrnehmung.«

Sara Kuster, 36, über ihren Erfolg

„Selbst schuld!“

Dass auch sie tatsächlich von Adipositas betroffen war, ahnte sie bereits. Wahrhaben wollte sie es dennoch nicht: „Mein Hausarzt war der Erste, der damals ausgesprochen hatte, dass ich fettleibig bin. Das war wie ein Schlag ins Gesicht, zumal ich mich ja nicht anders kannte“, erzählt uns die 36-Jährige. Wie so viele andere zuvor, riet auch er ihr dazu, weniger zu essen, mehr Sport zu betreiben. Für Sara, die trotz nie endender Abnehm-versuche und 23 Jahre Leistungssport – davon zwölf Jahre Volleyball und elf Jahre Football, davon zwei im Nationalteam der Frauen – immer nur kurzfristig an Gewicht verlor, eine weitere Entkräftigung. „Er sah zwar, dass ich sehr sportlich war, hat mir aber dennoch immer nur zu Bewegung und Kalorienreduktion geraten. Dabei war Letzteres gar nicht mehr möglich“, so Sara, die zum damaligen Zeitpunkt Kalorien zählte und mit 1.200 Kalorien gerade so durch den Tag kam. „Weniger wäre nicht mehr möglich, wenn man im alltäglichen Leben funktionieren will, besser gesagt funktionieren muss.“ Bis heute ist sie der Überzeugung, dass ihr damaliger Arzt dachte, dass sie ihn und sich selbst belüge. „Mit meinem Problem ernstgenommen fühlte ich mich nie.“

Vertrauen. In Dr. Yvonne Winhofer-Stöckl hat Sara endlich eine Ärztin
gefunden, die ihr Problem versteht und sie als Patientin sieht. Mit ihr und der modernen Abnehmmedizin hat es Sara geschafft, über 20 Kilo abzunehmen.
Vertrauen. In Dr. Yvonne Winhofer-Stöckl hat Sara endlich eine Ärztin gefunden, die ihr Problem versteht und sie als Patientin sieht. Mit ihr und der modernen Abnehmmedizin hat es Sara geschafft, über 20 Kilo abzunehmen.


Ein Problem, das Sara mit vielen Leidensgenoss*innen teilt. Viele der Betroffenen haben mit Ironisierung zu kämpfen. Denn anders als bei anderen Krankheiten fühlen sich viele der Mitmenschen dazu befähigt, medizinischen Rat zu erteilen. „Jeder glaubt, mit ‚guten Ratschlägen‘ und halbmedizinischen Weisheiten auftrumpfen zu müssen“, erzählt Sara. Das Spannende: „Meist sind es Leute, die selbst nie mit Übergewicht zu kämpfen hatten, geschweige denn etwas mit Adipositas am Hut haben, dir aber ganz selbstverständlich und ungefragt Ernährungsumstellung und Sportprogramm als Lifechanger am Silbertablett servieren. Danke dafür“, scherzt sie.

Was sie Betroffenen damit suggerieren, ist vor allem eines – dass sie an ihrer Situation selbst schuld sind. Ein Gedankenmuster, das auch Sara übernommen hat: „Wenn du ständig zu hören bekommst, dass Abnehmen doch so einfach ist, beginnst du irgendwann, zwangsläufig an dir selbst und deiner Disziplin zu zweifeln – schließlich schafft es jeder andere scheinbar ja auch.“ Dass es der 36-Jährigen an Disziplin nicht mangelt, zeigt neben der sportlichen Karriere auch ihr beruflicher Werdegang – zwei Masterstudien absolvierte die Produktionsleiterin eines großen TV-Formats ohne Probleme. Doch trotz all der anderen Erfolge suchte Sara am Ende des Tages den Fehler stets bei sich: „Man weiß zwar, dass man mit seinem Problem letztlich nicht allein ist, fühlt sich aber dennoch ständig so – man ist ja schließlich ‚selbst schuld‘.“

Eine Krankheit, viele Ursachen.

Dass Betroffene genau das nicht sind, zeigen die Erkenntnisse der letzten Jahre intensiver Forschung. Der Fortschritt der Medizin hat deutlich gemacht, dass es sich bei der Entstehung der chronischen Krankheit um ein komplexes Zusammenwirken verschiedenster Faktoren handelt.

»x2. Bis ins Jahr 2025 wird sich die Zahl adipöser Kinder verdoppeln. 80 Prozent von ihnen werden übergewichtige Erwachsene sein.«

Multifaktorielle Ursachen.

So können etwa genetische, physiologische, umweltbedingte und psychologische Faktoren sowie das soziale Umfeld ausschlaggebend für die Entstehung einer Adipositas sein. Auch wenn für Außenstehende die Komplexität der Krankheit oftmals nicht nachvollziehbar ist, darf man durch Trivialisieren der Behandlung – „weniger essen und mehr Bewegung“ – Betroffenen keinesfalls die Hilfe verwehren, die sie dringend benötigen. Was es dafür braucht, sind Awareness für die Thematik und Verständnis für die Entstehungsmechanismen im Hintergrund. Eine, die diese Mechanismen versteht, ist die Internistin und Endokrinologion Yvonne Winhofer-Stöckl.

Sich Hilfe suchen.

In ihr hat Sara nach Jahren des alleinigen Kampfes gegen die Kilos endlich die lang ersehnte Stütze gefunden. Der Weg dahin war kein leichter: „Es hat Jahre gebraucht, bis ich über Umwege auf die Stoffwechselambulanz aufmerksam wurde – das größte Problem ist tatsächlich die Unwissenheit, an wen man sich wenden kann; wer einen versteht.“

Die Stoffwechselambulanz war für Sara die richtige Anlaufstelle: „Hier habe ich Dr. Winhofer-Stöckl kennengelernt, die mich erstmalig als Patientin mit einem medizinischen Problem sah – aufgrund meiner Geschichte war sie sofort der festen Überzeugung, dass es einen medizinischen Auslöser geben muss.“ Dieser gute Zuspruch war genau das, was sie nach all den Jahren der Ablehnung gebraucht hatte. Heute weiß die 36-Jährige, dass sie an ihrem „Problem“ alles andere als selbst schuld ist.

Mittlerweile steht fest: Neben dem Faktor Genetik – mehrere enge Familienmitglieder hatten mehr oder weniger mit Gewichtsproblemen zu kämpfen – leidet Sara an einer chronischen Entzündung der Schilddrüse, die hormonelle Auswirkungen nach sich zieht und oftmals mit starken Gewichtsstörungen einhergeht. Außerdem wurde bei ihr ein polyzystisches Ovarsyndrom, kurz PCO, mit bestehender Insulinresistenz diagnostiziert: „Dabei kommt es zu einem Anstieg sowohl männlicher als auch weiblicher Sexualhormone, die direkten Einfluss auf den Stoffwechsel haben und damit die Entstehung einer Adipositas begünstigen. Das Heimtückische aber ist“, so Sara weiter, „dass sich das PCO bei Übergewicht verschlimmert – ein Teufelskreis.“

Lass dich nicht unterkriegen!

Mit der Hilfe ihrer Ärztin und den Möglichkeiten der modernen Abnehmmedizin ist es Sara nun gelungen, dieser Abwärtsspirale zu entfliehen. 20 Kilo hat sie seit November letzten Jahres abgenommen. Für die junge Frau nicht der einzige Erfolg: „Neben den Zahlen auf der Waage und der Verbesserung meiner Blutzuckerwerte hat sich durch die Gewichtsreduktion vor allem eines verändert – meine Selbstwahrnehmung“, erzählt sie uns stolz. Sie, die ihr ganzes Leben mit sich selbst haderte, fühlt sich endlich wohl in ihrem Körper. „Endlich kann ich die Kleidung kaufen, die ich immer tragen wollte, und muss nicht mehr das anziehen, was in meiner Größe gerade verfügbar war. Dadurch fühle ich mich nicht nur hübscher und stärker als vorher, sondern kann endlich meinen Stil finden und damit meiner Persönlichkeit Ausdruck verleihen.“

Das Einzige, das während der letzten Monate zugenommen hat, ist ihr Selbstbewusstsein: „Heute lasse ich mich nicht mehr auf mein Gewicht reduzieren“, erzählt sie stolz. Sie fügt sich nicht länger dem, was sie einst einengte: unserer Gesellschaft.

„Ich mache Dinge, auf die ich früher, aus Angst, verspottet zu werden, verzichtet habe. Um mir beispielsweise meinen Lebenstraum vom Bungee-Jumping zu erfüllen, musste mein altes Ich erst um die halbe Welt bis nach Neuseeland reisen. Hier hätte ich mich das damals nie getraut, weil einem vor dem Sprung mit dickem Filzstift das Gewicht – für alle gut lesbar – auf den Handrücken geschrieben wird. Dort aber konnte ich mich völlig neu erfinden; war nicht länger die ‚dicke Sara‘, die ich hier, in dieser Gesellschaft, war. Ich war losgelöst von dem Umfeld, das mich zu dem machte, wovon ich lange Zeit dachte, dass ich das bin. Doch heute weiß ich, dass ich mehr bin – kann auch hier kurze Kleider tragen, auch mal Fast Food essen, kann schwimmen, tanzen, singen und einfach laut sein. Ich kann ganz einfach ganz normal sein.“

Der BMI-Rechner

Der Body-Mass-Index, kurz BMI, dient als Kennzahl zur Beurteilung des Körpergewichts und damit der Einschätzung des individuellen Gesundheitsrisikos. Da die Körperzusammensetzung nicht berücksichtigt wird, ist der BMI jedoch nur bedingt aussagekräftig. Er stellt Körpergröße und -gewicht in Relation und berechnet sich durch folgende Formel:

BMI = Gewicht in kg / (Größe in m)2


»>30: Ein Body-Mass-Index von über 30 Punkten liefert die Definitionsgrundlage einer Adipositas.«

Was der BMI bedeutet?
Hier der Schlüssel:

BMI < 18,5: Untergewicht
Zu geringes Körpergewicht ist ebenfalls ein Risiko für die Gesundheit – etwa für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

BMI 18,5–24,9: Normalgewicht
Dein BMI liegt im normalen Bereich. Studien zeigen, dass hier das gesundheitliche Risiko am geringsten ist.

BMI 25–29,9: Übergewicht
Achte auf gesunde Ernährung und genügend Bewegung! Eine professionelle Betreuung durch eine*n Ernährungsmediziner*in kann dir helfen, dein Gewichtsziel zu erreichen.

BMI 30–34,9: Adipositas Grad I
Dein Risiko für gewichtsbedingte Krankheiten ist stark erhöht. Lass dich beraten!

BMI 35–39,9: Adipositas Grad II
Dein Übergewicht schadet deiner Gesundheit! Du solltest ärztlichen Rat einholen.

BMI >40: Adipositas Grad III
Folgeerkrankungen sind höchstwahrscheinlich. Es besteht akuter Handlungsbedarf.

Weitere Infos unter abnehmen.at/woman

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