Ressort
Du befindest dich hier:

Ermittlungen gegen Rafreider eingestellt: Wie geht's weiter?

Strafrechtliche Konsequenzen hat die Causa für Rafreider nicht. Wie es mit seinem Job weitergeht ist noch nicht bekannt. In der ORF-Jahrespräsentation für 2019 kommt er jedenfalls nicht mehr vor.

von

Roman Rafreider
© ORF

Gestern Nachmittag wurde die Causa eingestellt. Roman Rafreider, 48 und bekannter ORF-Moderator war die letzten Wochen mit harten Vorwürfen konfrontiert: häusliche Gewalt, gefährliche Drohungen, tätliche Übergriffe. Nach wochenlangen Ermittlungen zum Rosenkrieg mit seiner langjährigen Freundin, hat die Staatsanwaltschaft Wien jetzt die Ermittlungen beendet und ist zum Schluss gekommen, dass nichts strafrechtlich Relevantes vorliegt.

Oliver Scherbaum, Anwalt von Roman Rafreider.

Sein Anwalt, Dr. Oliver Scherbaum, hat Freitag Mittag folgende Mitteilung an die Presse verschickt:
„Mein Mandant war immer von der Justiz überzeugt und ist es heute umso mehr. Beziehungen werden manchmal emotional gelebt und es fallen Äußerungen, die man später gerne nicht gesagt hätte. Das ist aber noch lange nicht strafbar, auch wenn das manche Beteiligten in dieser Angelegenheit aus Gründen, die besser nicht näher erläutert werden sollten, gerne gehabt hätten. Herr Rafreider wünscht seiner ehemaligen Lebensgefährtin, mit der er viele schöne Momente in seinem Leben geteilt hat, und ihrem Sohn jedenfalls alles Gute für ihre Zukunft. Was die nach Sensation gierende Berichterstattung bestimmter Medien betrifft, wird es sicherlich ein Nachspiel geben müssen, weil in Österreich gültige Gesetze mit Füßen getreten wurden.“

Rafreider nicht in ORF-Jahrespräsentation

Wie sich nun Rafreiders Arbeitgeber, der ORF, verhält, ist derzeit noch unklar. Der Nachrichten-Anchor war seit der Anzeige Anfang Oktober auf Urlaub, ist aber noch in den aktuellen Dienstplänen vermerkt. Im Werbefilm, den die ORF-Promotionabteilung für die große Jahrespräsentation 2019 gedreht hat, und der am 13. Dezember der Medienbranche bei einem Galaabend vorgestellt wird, kommt Rafreider nicht mehr vor. Seinen Part übernimmt da Jürgen Pettinger, ein Moderationskollege. Derzeit laufen Gespräche hinter den Kulissen, wie man mit dieser heiklen Causa umgehen könnte.

Oliver Scherbaum, Rafreiders Anwalt, geht davon aus, dass Rafreider die nächsten Tage keine weitere Stellungnahme abgeben wird. Der Nachrichtenmann wird wohl die Gespräche mit seinem Arbeitgeber abwarten wollen.