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Richtige Ernährung im Skiurlaub

Oft sieht die Ernährung im Skiurlaub so aus: Frühstücksbuffet, mittags Käsespätzle auf der Hütte, 3-Gänge-Menü am Abend. Wie du im Urlaub richtig isst!


Richtige Ernährung im Skiurlaub
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Wie sich Genuss und Sport vereinen lassen, verrät Kitzhof-Küchenchef Martin Reiter – seine Tipps für die richtige Ernährung im Skiurlaub:

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Frühstück
Die nötige Kraft und Energie beim Wintersport liefern vor allem Eiweiß (besonders wichtig für die Muskulatur), langkettige Kohlenhydrate und Vitamine. Für das Frühstücksbuffet bedeutet das: Ideal eignen sich Eier, Müsli und Obst und Vollkornbrot. Eher meiden sollte man hingegen weißes Gebäck wie Semmeln oder Weißbrot. Ganz wichtig ist es vor allem, schon beim Frühstück mehr als sonst zu trinken, da man auf der Piste meist keine Getränke dabei hat und dadurch den ganzen Vormittag keine Flüssigkeit zu sich nimmt. "Besonders beliebt ist in der kalten Jahreszeit beim Frühstücksbuffet der Ingwer-Tee, da er zusätzlich von innen wärmt", erklärt Reiter.

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Mittagessen
Zu Mittag bedarf es dann einer ausreichenden Stärkung. Wer den Nachmittag auch noch auf der Piste verbringen möchte, sollte aber nicht zu viel und zu deftig essen, um den Müdigkeitseinbruch danach zu vermeiden. "Eine wärmende Suppe wäre zu Mittag empfehlenswert. Alle jene, denen die Kälte zu schaffen macht, denen kann zum Beispiel ein wenig Chili im Essen helfen", rät der Küchenchef. Ansonsten sollte man auch hier auf eine ausgewogene Zusammenstellung der Speisen achten. Um die Eiweiß- und Kohlenhydratspeicher wieder aufzufüllen, darf es aber auch eine kleine Portion Kaiserschmarren sein. Außerdem ist es wiederum notwendig, viel zu trinken, um seinen Flüssigkeitshaushalt für den Nachmittag aufzufüllen. Dafür bieten sich besonders isotonische Getränke an, wie ein Apfelsaft gespritzt oder ein Bier (wenn möglich alkoholfrei).

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Nach dem Skifahren
Am Ende des Tages zieht es viele Wintersportler zum Après-Ski. Auch hier sollte man allerdings darauf achten, das Richtige zu konsumieren. Wiederum ist eine hohe Flüssigkeitszufuhr angesagt. Zum Aufwärmen darf es auch ein Glühwein sein. "So lange man den Alkohol in Maßen genießt, eignet sich eine Tasse des Heißgetränks ideal, da die enthaltenen Gewürze, wie Kardamom, Nelke und Zimt eine wärmende Wirkung haben", weiß Martin Reiter. Ganz wichtig ist aber auch eine kleine Stärkung direkt nach dem Sporttag, zum Beispiel durch einen Müsliriegel, etwas Studentenfutter oder Nüsse, um wiederum den Eiweißspeicher aufzufüllen.

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Abendessen
Bei der letzten Mahlzeit des Tages gibt es dann die wenigsten Einschränkungen. "Von der Menge her darf es ruhig etwas mehr sein als sonst, da man ja tagsüber viele Kalorien verbrannt hat. Wer danach aber bald schlafen geht, sollte darauf achten, dass das Abendessen nicht zu schwer im Magen liegt", lautet der Rat des Hotel Kitzhof-Küchenchefs. Die ÖSV-Stars (sie bekocht Reiter während der Hahnenkammrennen) greifen am Abend besonders gerne zu frischem Fisch, gegrilltem Fleisch oder einem Teller guter Pasta, kombiniert mit viel Salat, um wieder Kraft zu tanken. Außerdem ist auch eine Nachspeise keine Sünde, um dem Körper wieder Zucker zuzuführen. Passend zum Winter und zur wärmenden Wirkung der Lebensmittel, greift Martin Reiter bei der Menüzusammenstellung in der kalten Jahreszeit gerne zu Kürbis und Wurzelgemüse. Gewürze, wie Chili, Piment oder Zimt werden weniger sparsam als sonst eingesetzt. So steht dem Wintersportvergnügen im Skiurlaub nichts mehr im Wege.