Ressort
Du befindest dich hier:

Erotik-Killer in Beziehungen

Kinder, Stress, Langeweile. In Langzeit-Beziehungen geht die Erotik oft flöten. Wir verraten die größten Erotik-Killer – und wie man sie umgeht.


Erotik-Killer in Beziehungen

Erotik-Killer für Frauen: Wenn ER sich gehen lässt und in Socken ins Bett schlüpft.

© © Corbis. All Rights Reserved.

Männer und Frauen reißen sich nach ein paar Jahren nur noch selten spontan die Kleider vom Leib. Stattdessen herrscht Sex-Flaute , wird Erotik zum Betthupferl. Doch kurz vorm Schlafen sind die Akkus leer, der Sex gerät zur letzten Tagesaufgabe, die es zu lösen gilt. Das passiert, wenn Sex nur im Bett stattfindet.

Deshalb braucht es im Alltag Momente, in denen man sich ganz bewusst einander zuwendet. Eine Umarmung, die Hand halten, über das Haar streichen, Küssen , an den anderen anschmiegen sind verbindende Gesten. Mit regelmäßigen Zärtlichkeiten bleibt man mit dem Partner in sinnlichem Kontakt und sieht dann auch Sex nicht als "Pflichtübung“. Das sind die größten Erotik-Killer:

• Die totale Symbiose

Immer alles gemeinsam zu machen ist für die Beziehung ein fast ebenso tödliches Gift wie es nie zu tun. Gemeinsame und getrennte Erlebnisse müssen in guter Balance zueinander stehen, damit Sie füreinander interessant bleiben.

• Kinderzimmer!

Kinder im Elternschlafzimmer sind der Erotik-Killer schlechthin. Zum einen können Sie schlecht übereinander herfallen, zum anderen hindert Sie die Anwesenheit Ihres Kindes an dem für den Sex nötigen Rollenwechsel von der Mama zur Frau.

• Fadesse ade!

"Man muss sich bewusst Zeit nehmen füreinander, im Alltag Platz lassen für das Paar“, rät die österreichische Sexualtherapeutin Elia Bragagna. Machen Sie sich ein Date aus, gehen Sie schön essen oder in die Therme, kokettieren Sie mit Ihrem Partner. Und: Dass Sex unbedingt spontan sein muss, gehört zu den größten Märchen zum Thema; in einer Partnerschaft kann man Erotik gut planen. Schreiben Sie auf einen Zettel all die sinnlichen Dinge, die Sie beim Sex mehr antörnen würden, und lesen Sie ihm das eine oder andere bei Gelegenheit vor. Jahrein, jahraus die gleiche Stellung im Bett wird natürlich fad (lesen Sie hier: 10 Tipps für besseren Sex ).

• Achten Sie auf sich!

Die von Comedians gerne aufgestellte Behauptung, dass die Slips einer Frau proportional zur Länge einer Beziehung wachsen würden, entbehrt nicht einer gewissen Grundlage. Sie sollen sich nicht verkleidet fühlen - andererseits soll aber die Botschaft an den Partner auch nicht lauten: Das, was ich drunter trage, siehst eh nur du, und für dich lohnt sich kein Aufwand! Auch Sylvie van der Vaart belebt ihre Ehe mit sexy Dessous . Apropos: Lassen Sie sich nicht gehen. Das ist der Anfang vom erotischen Ende.

• Kein Verlangen

Glauben Sie nicht, dass Sie nach einer längeren Sex-Pause umso wilder sind. Im Gegenteil: Genauso wie der Körper nach einigen Fastentagen weniger Hunger verspürt, wird das Verlangen nach Sex auch weniger, wenn Sie ihn nicht ausüben. Lesen Sie hier: Tipps gegen sexuelle Lustlosigkeit.

• Distanz belebt

Eine lange, vertraute Partnerschaft, in der die Leidenschaft erhalten bleibt? Für den Hamburger Paarberater und Autor zahlreicher Bücher Michael Mary eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. "Leidenschaft erfordert Fremdheit und Gefahr.“ Aber Sex und heißes Begehren seien gar nicht immer nötig, um dauerhaft glücklich zu sein. "Die meisten Paare setzen Respekt, Vertrauen und Freundschaft an die erste Stelle!“ Wer das Prickeln erhalten will, muss auf Distanz - getrennte Betten, getrennte Wohnungen, getrennte Urlaube und Auszeiten - setzen. Alles kann man eben nicht haben …

• Versöhnungssex?

Auch Streit schafft Distanz, und der Sex zur Versöhnung ist umso schöner. US-Psychologe David Schnarch hat herausgefunden, dass Paare, die sich Auseinandersetzungen liefern, mehr Spaß im Bett haben als harmoniesüchtige. Sex nach einem Streit ist ideal, um die Anspannung zu lösen, das Problem dahinter löst er allerdings nicht.

• Feind Stress

Führen Sie sich noch eines vor Augen: Einer Ihrer größten Feinde in Sachen Sex ist Stress. Das Stresshormon Cortisol killt jede Lust. Ihr Wille, zwischendurch auch mal zu relaxen, sei’s mit Entspannungsübungen , mit Musik, Tanzen oder Gartenarbeit, ist Voraussetzung für ein gutes Sexleben. Sport eignet sich besonders gut, um abzuschalten.

• Geliebt fühlen

Heute soll jeder mit Vor-, Haupt- und Nachspiel in jeder Öffnung zum Super-Multi- Orgasmus kommen. Aber guter Sex bedeutet für die Gewissheit, sich als Mensch im intimen Kontakt mit seinem Partner wertvoll, angenommen und geliebt zu fühlen, genau so, wie man ist!. Denken Sie da doch mal öfter dran!

WOMAN Newsletter

Deine täglichen Infos per Mail: News, Gewinnspiele und tolle WOMAN-Aktionen.

Ja, ich möchte den WOMAN Newsletter tägl. erhalten und bin mit Übermittlung von Informationen über die Verlagsgruppe News, deren Produkte und Aktionen einverstanden.