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Erste Brille soll vom Augenarzt kommen

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Erste Brille soll vom Augenarzt kommen

Erste Brille soll vom Augenarzt kommen

© APA/APA/dpa/Yorck Walpuski/Archiv/Yorck Walpuski

Besonders Schulanfänger müssen die Tafel scharf erkennen können. So solle die erste Brille dementsprechend von einer Augenärztin oder einem Augenarzt verordnet werden und nicht nur nach einem Schnelltest beim Optiker, appellierte Sarah Moussa, Fachärztin für Augenheilkunde, am Dienstag. "Nur in der augenärztlichen Ordination können besonders bei Kindern die korrekten Dioptrien festgestellt werden bzw. andere Erkrankungen des Auges ausgeschlossen werden", konstatierte sie.

Meist könne nur durch die "Weitstellung der Pupillen", also durch das Eintropfen der Augen, der korrekte Dioptrienwert ermittelt werden. Außerdem kann dabei der Augenhintergrund genauer betrachtet werden, um mögliche andere Krankheiten zu erkennen. Bei Untersuchungen ohne das Eintropfen der Augen könnten besonders Kinder Fehlsichtigkeiten sehr gut kompensieren. So werde Weitsichtigkeit durch besondere Anstrengung der Augenmuskeln ausgeglichen und die Fehlsichtigkeit kann falsch eingeschätzt oder gar nicht erkannt werden. Konzentrationsschwierigkeiten oder Kopfschmerzen könnten Folgen sein.

Häufigste Fehlsichtigkeiten sind Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie) und Stabsichtigkeit (Astigmatismus oder Hornhautverkrümmung). Bei Kurzsichtigkeit beider Eltern sei das Risiko für ein Kind, selbst kurzsichtig zu werden, deutlich erhöht. Hinzu komme immer mehr Naharbeit mit Handys, Tablets und Laptops, die eine Myopie zusätzlich verstärken kann. "Kinderbrillen sind nicht nur Sehhilfe, sondern auch Therapie. Deshalb muss der Augenarzt ihre Wirkung auch regelmäßig überprüfen", so Moussa.