Ressort
Du befindest dich hier:

Sextoys: Worauf du beim Kauf achten solltest

Sextoys gab es schon zu Zeiten Kleopatras. Seither hat sich aber einiges geändert. (Und wir sind tatsächlich ganz froh, dass wir keinen aus Kameldung gefertigten Dildo im Nachtkasterl haben.) Worauf du beim Kauf von Sextoys achten musst, damit du deine Gesundheit nicht gefährdest, erfährst du hier!

von

Sextoys: Worauf du beim Kauf achten solltest

Im Jahr 2005 wurde ein 28.000 Jahre alter steinerner Phallus in der Höhle Hohler Fels ausgegraben

© LELO

Also, das Wichtigste zuerst: Wir alle wären wohl sehr einsam, wenn es die Griechen und ihre magischen Erfindungen nicht gegeben hätte. So befriedigte sich Kleopatra im alten Ägypten Überlieferungen zufolge mit einer mit Bienen gefüllten Papyrusschachtel. Auch während der Renaissancezeit in Italien frönten die Menschen ihrer sexuellen Leidenschaft. Die Bedingungen waren jedoch etwas andere als heutzutage: Die Hilfsmittel wurden aus Leder gefertigt, und als Gleitmittel kam heiliges Olivenöl zum Einsatz. (Finden wir noch immer nicht die allerschlechteste Lösung, aber das nur am Rande.) Die Oberschicht, die ihr Sexspielzeug übrigens sogar der Öffentlichkeit präsentierte, verwöhnte sich mit edlen Materialien wie Silber, Gold und Elfenbein.

Ein Orgasmus als Heilmittel gegen Hysterie

Der erste Vibrator wurde dann im 19. Jahrhundert erfunden. Der Grund dafür: Absurd. Unverständliche Verhaltensweisen von Frauen wurden im 19. Jahrhundert gern auf "Hysterie" zurückgeführt. Darunter glaubte man eine Erkrankung der Gebärmutter zu verstehen, aufgrund derer Frauen den Verstand verloren. Als Therapie wurde das Verheiraten vorgeschlagen – sofern die Frau jung und unverheiratet war – oder das Herbeiführen einer "Krise" sprich, eines Orgasmus. Dafür bediente man sich einer Massage des Genitalbereichs unter ärztlicher Aufsicht. Recht anstrengend auf Dauer. So erfand ein Arzt den unhandlichen Vorgänger des heutigen Vibrators. Ein gewaltiger Sprung - vom Stein, zum Hysterie-Heiler zur bahnbrechenden Technologie der Sextoys von heute! Man denke nur an unser aller Liebling, das beste Sextoy der Welt, den Womanizer! (An dieser Stelle würden wir übriges gerne gleich 1000 Rufzeichen machen)

Die Geschichte des Vibrators

OK, jetzt, wo wir den kurzen geschichtlichen Exkurs gemeistert haben und wissen, was ein "Olisbos" (So wurden Dildos in der Antike genannt. Merkt auch das für eine etwaige Kandidatur bei der Millionenshow) ist, möchten wir aber vielmehr darauf eingehen, wie Gesundheit und Vergnügen zusammenpassen. Es gibt nämlich einiges zu beachten, wenn man die sexuelle Gesundheit bei der Benutzung von Sextoys nicht gefährden will - und nein, das wird dem Vergnügen absolut nicht im Wege stehen!

Worauf du bei Sextoys achten musst

  • Oberstes Gebot ist, Fälschungen zu vermeiden - durch Überprüfen der Zertifizierungen. Die empfindlichsten Körperteile sollten nicht mit Gott weiß was in Berührung kommen.
  • Zweitens, Qualität hat ihren Preis - billige Spielzeuge sind das Gesundheitsrisiko nicht wert.
  • Drittens, wie bei allem anderen ist auch hier Hygiene entscheidend - waschen, reinigen und niemals teilen, niemals!
  • Viertens, Achtung vor Wackelpudding - der extrem weiche Gummi, aus dem viele Sexspielzeuge hergestellt wurden, ist ein Material, das mit Kunststoffweichmachern oder Phthalaten behandelt wurde und potenziell schädlich, ja sogar krebserregend ist. Auf der anderen Seite ist gutes Silikon bakterienresistent und wird von den renommiertesten Marken der Industrie für Intimspielzeuge verwendet.
  • Neben all dem oben genannten, empfiehlt es sich zudem, Bewertungen über das Objekt der Begierde zu lesen.

Und, wer noch einen guten Grund braucht, auf Nummer sicher zu gehen: Eine neue Studie ergab, dass immer mehr Schweden medizinische Hilfe in Anspruch nehmen mussten, da Toys in ihrem Rektum steckenblieben. Man fragt sich, wie ist das möglich? Es ist das Gleiche wie mit den Kamel-Mist-Dildos: Lasst uns da nicht weiter ins Detail gehen als nötig. Schweden prüft allerdings die Einführung von Sicherheitsstandards für Sexspielzeuge. Und wir unterstützen dieses Vorhaben!

Jetzt, wo wir also alles darüber wissen, wie man sicher spielt, würden wir sagen, her mit den Lieblings-Olisbos, und auf ein langes, glückliches Leben!

Und das sind unsere Favoriten: