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Erziehung: Lernen mit Kindern – aber wie?

Bei Ihrem Kind war die Motivation zu lernen nicht groß – und nun steht die Wiederholungsprüfung an? Wie Sie Ihr Kind zum Lernen motivieren.


Erziehung: Lernen mit Kindern – aber wie?

Lernmotivation, das ist so eine Sache. Selbst gute, vom Fach begeisterte Lehrkräfte schaffen es nie, all ihre Schülerinnen und Schüler in gleicher Weise zu aktivieren. Denn Motivation sollte sich bei den Lernenden von ganz alleine einstellen. Diese beruht immer auf ganz unterschiedlichen Gründen: Es gibt Jugendliche, die sich für ein Themengebiet begeistern und deshalb motiviert sind, andere lernen, weil ihnen das Lob bei einem Erfolg in der Schule gut tut. Wieder andere lernen, weil sie unter Druck und Zugzwang stehen. Auch Gemeinschaftsgefühl sowie freie Entfaltung können sich positiv auf die Lernmotivation auswirken.

Und trotzdem gibt es genug Jugendliche, bei denen die Motivation zum Lernen nicht groß genug war, um das letzte Schuljahr positiv abzuschließen. Die Ferien sind verpatzt und die Stimmung am Tiefpunkt. Aber keine Panik vor der Wiederholungsprüfung!

Mit diesen Tipps und Tricks ist alles halb so schlimm:
• Nach einem ersten Überblick über den zu lernenden Stoff sollte man sich einen Zeitplan zurechtlegen. Kleine und bewältigbare Lernportionen sind von Vorteil. Es bringt nichts und macht auch keinen Spaß, einige Tage vor der Prüfung Tag und Nacht durchzulernen. Am besten ist es, eine Liste mit den Tagen, an denen man lernen will, und der jeweils passenden Lernportion anzulegen. Wichtig: Unbedingt eine Spalte zum Abhaken von bereits Gelerntem hinzufügen!

• Die Sachen, die man zum Lernen braucht, sollten bereit liegen. Also: Bücher, Hefte, Taschenrechner, Lineal, Wörterbuch, Schreibzeug, Block usw. griffbereit halten!

• In einer angenehmen Atmosphäre (aufgeräumtes Zimmer, frische Luft, gutes Licht, Ruhe) lernt es sich viel leichter.

• Zwischen den Lernphasen sollte man auf jeden Fall Pausen einplanen, um etwas zu trinken, Obst oder Nüsse zu essen oder kurz vom Arbeitsplatz aufzustehen und sich zu strecken.

• Wichtig ist es auch, beim Lernen auf einen gesunden Mix aus Aufnehmen (durch Lesen oder Hören) und Produzieren (durch Sprechen oder Schreiben) zu achten.

• Lernen soll als angenehme Erfahrung empfunden werden. Lernen im Freien macht zum Beispiel mehr Spaß. Auch eine Belohnung (Kino, ein Shopping-Nachmittag, mit Freunden treffen) nach einer anstrengenden Lernwoche spornt an und trägt zu einem positiven Gefühl bei.

• Wenn man die Leerzeiten (auf den Bus warten, in der U-Bahn sitzen usw.) zum Lernen nutzt, bleibt mehr Freizeit übrig! Einfach einen Teil des Lernstoffes auf kleine Kärtchen schreiben, diese einstecken und bei Gelegenheit zur Hand nehmen und daraus lernen.

• Wenn man sich ordentlich und zeitgerecht vorbereitet, kann man mit gutem Gewissen die Prüfung(en) absolvieren und sich auf das neue Schuljahr freuen. ;-)

Redaktion: Karin Puschacher

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