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Erziehungs-Report: Macho oder Mamabubi? So beeinflussen Mütter ihren Nachwuchs

Und: was Buben brauchen und wie sie ticken.


Erziehungs-Report: Macho oder Mamabubi? So beeinflussen Mütter ihren Nachwuchs
© Stemmer

Mein Sohn hat sich mit drei Jahren seinen Kakao selbst gemacht, mit sechs habe ich ihn schon dann und wann allein einkaufen geschickt, und mit zwölf hat er dann selbständig und freiwillig den Einkauf übernommen“, sagt Irene Zahrl, 48, viel beschäftigte Unternehmerin und seit Nikos viertem Lebensjahr allein erziehende Mutter. „Unsere Beziehung ist getragen von gegenseitigem Vertrauen, Achtung und Respekt, und dadurch ergibt sich vieles von selbst. Die einzige Regel, die ich wichtig finde, ist die, dass ein Kind bei Gefahr auf seine Mutter hören muss.“ Aus Niko Havranek, 18, ist weder ein Macho noch ein Muttersöhnchen geworden – „ich bin ja auch nicht allein von der Mama erzogen worden, sondern hatte auch noch meinen Papa, meinen Opa und andere wichtige Männer an meiner Seite“ –, sondern ein selbständiger, zielorientierter, warmherziger, liebevoller und respektvoller junger Mann. „Die Mama hat mit mir immer sehr viel ­geredet, sie hat mich ernst genommen, mir schon früh viele Freiheiten gelassen, und sie hat mir nie etwas auf­gezwungen. Dafür“, so der Maturant und Zivildiener weiter, „bin ich sehr dankbar.“

Liebe, Respekt und Vertrauen. So etwa hat Niko schon im Kindergarten viele Entscheidungen selbst getroffen. Wenn er im Winter keine Haube und nur ein dünnes T-Shirt anziehen wollte, dann „habe ich ihn nicht dazu gezwungen, weil mir klar war, das macht er einmal und danach nie wieder“. Und es hat funktioniert. Niko hat weder Wände bemalt noch Dinge zerschlagen – und sich auch nicht schwer verletzt. Er hatte seinen Bereich, in dem er tun und lassen konnte, was er wollte. Mit fünf etwa hat er eine Palatschinke zum Kunstwerk erklärt und in seinem Zimmer an die Wand genagelt.

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