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Eva K. Andersons Musik als Medizin: Wie sie Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen hilft

Als Kind litt die Sängerin Eva K. Anderson an heftigen Wutausbrüchen. Jetzt will sie mit ihren Liedern anderen Kids Mut und Geborgenheit schenken.


Eva K. Andersons Musik als Medizin: Wie sie Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen hilft
© WOMAN/Wurnig

Wenn Eva als Kind von der Schule nachhause kam, hatte sie oft grundlos Wutanfälle. Sie war zornig, schlug um sich, schmiss Gegenstände durch die Wohnung. Aber niemand konnte ihren Eltern sagen, woher die plötzlichen Ausbrüche kamen. Mehr als zwanzig Jahre später hat die heute 31-jährige Eva K. Anderson selbst nach Erklärungen gesucht - und sie auch gefunden. Zusammen mit einer Psychologin stellte sie fest: "Ich hatte als Kind eine Aufmerksamkeitsdefizit- Störung. Meine Umwelt war mit mir ebenso überfordert wie ich mit ihr!" Doch was inzwischen als Hyperaktivitätsstörung, kurz AD(H)S, diagnostiziert wird, war damals noch gänzlich unbekannt. Eva fühlte sich einfach nur von allen unverstanden…

Aufmunternde Töne

Heute ist die gebürtige Steirerin Musikerin - sie agierte unter anderem als Koautorin für Christina Stürmers Hit "Ich lebe" - und singt Pop-Lieder. Mit ihrer Single "Fortune Teller" ist sie gerade in den Ö3-Charts unter den Top 10 zu finden. Doch nicht nur dort sind ihre Songs erfolgreich. Auch zu Therapiezwecken sind sie bestens geeignet und sollen besonders verhaltensauffällige Kinder beruhigen und trösten. "Sie geben den Kleinen das Gefühl der Geborgenheit", sagt Eva, die mit Engelsstimme und sanften Klängen punktet, "in meinem Bekanntenkreis hat das schon geklappt. Da gibt es auch hyperaktive Kids, denen meine Lieder helfen konnten, ruhig zu werden."

Wie schwer das oft ist, weiß die Künstlerin, auch mit einem Musiker verheiratet, selbst: "Ich wollte Dinge immer nach meinen Vorstellungen machen und mich nicht von anderen belehren lassen." Auch wenn es darum ging, Blockflöte zu üben, hatte Eva ihren eigenen Kopf. "Ich habe gerne Musik gemacht, aber ich wollte das spielen, was mir Spaß macht. Wenn ich also nach Noten musizieren sollte, habe ich oft vor Wut mit der Flöte um mich geworfen." Gelernt hat sie es trotzdem, genauso wie Gitarre-, Saxofon- und Klavierspielen.

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