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Event für bindungsorientierte Eltern

Mamis aufgepasst: Am 28. April findet die erfolgreiche Event-Reihe "FreeFamily 4Real" erstmals in Wien statt. Wir haben alle Fakten.

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Event für bindungsorientierte Eltern
© istockphoto.com

Mit "FreeFamily 4Real" möchte sie Mamis, die sich für einen bindungs- und bedürfnisorientierten Umgang mit ihren Kindern entschieden haben, untereinander vernetzen. Es geht darum, den Frauen eine reale Plattform zum Austausch zu bieten und dadurch Begegnungen unter Gleichgesinnten auch im Real Life zu ermöglichen, da das Thema „Bindungsorientierte Elternschaft“ derzeit im Netz – ganz besonders auf Instagram, heiß diskutiert wird.

Doch was genau bedeutet "Bindungsorientiert" (auch bekannt als "Attachment Parenting")? Der Begriff stammt ursprünglich vom US-Kinderarzt William Sears. Es wird davon ausgegangen, dass die Grundlage für eine gesunde Entwicklung des Kindes eine vertrauenswürdige, verlässliche und somit Sicherheit gebende Bindung an seine Bezugspersonen ist. Gerade in den ersten Jahren entsteht diese dadurch, dass Babys und Kleinkinder die zuverlässige Erfahrung machen, dass möglichst prompt auf ihre Bedürfnisse und Äußerungen reagiert wird. Kinder werden z.B. nie weinen gelassen, damit sie etwa lernen schlafen. Auch die Sorge, das Kind durch ein zu Viel an eingeforderter Zuwendung zu verwöhnen, kennen bindungsorientierte Eltern nicht. Ein weiterer wichtiger Punkt, der eine gute Bindung zum Kind fördert, ist körperliche Nähe, weshalb Stillen und das Schlafen im Familienbett häufig, aber nicht zwangsweise mit dem Begriff in Verbindung stehen.

"Da das Bedürfnis nach Beziehung, Gemeinschaft und Anerkennung eines der menschlichen Grundbedürfnisse ist, liegt auch im Umgang mit größeren Kindern der Fokus vor allem auf der Eltern-Kind-Beziehung. Das Kind soll spüren, dass es gleichwertig und wertgeschätzt ist, weshalb die Eltern ihren Kindern auf Augenhöhe statt autoritär begegnen. Das Kind wird mit all seinen Gefühlen und Gedanken ernst genommen und als vollwertiges Mitglied der Familie betrachtet", so Asiedu-Poku, die selbst als Familien-Coach tätig ist.

Dies bedeutet aber nicht, dass die Kinder machen, was sie wollen, schon gar nicht, dass sie sich selbst überlassen bleiben. „Im Gegenteil, sie werden liebevoll begleitet und ihnen wird dabei aber trotzdem vollstes Vertrauen in ihre Fähigkeiten zugestanden und grundsätzlich beste Absichten unterstellt. So entsteht Raum für eigene Entscheidungen, Erfahrungen, und eine freie Persönlichkeitsentfaltung, die sich allerdings nicht unweigerlich an den Wünschen der Eltern oder gesellschaftlichen Vorgaben, sondern am Kind selbst orientiert. Es geht demnach weniger um eine Erziehungsmethode, als um eine gleichwürdige, vertrauensvolle Haltung dem Kind gegenüber“, erklärt die Vierfach-Mama weiter.

Denn nur wenn Eltern sich des Einflusses und der Manipulation auf das Kind bewusst sind, können sie verantwortungsvoll mit ihrer elterlichen Machtposition umgehen. Das aber bitte mit Spaß und jeder Menge Selbstliebe, anstatt Verbissenheit und Wettkampfgedanken – denn die „beste“ Mutter gibt es nicht, so das Credo.

"Gerade bedürfnisorientiert agierenden Eltern fällt es oftmals schwer, die eigenen Bedürfnisse neben denen der Kinder als ebenfalls wichtig wahrzunehmen. Bei Babys stehen diese dazu eine Zeit lang Natur gegeben an hinterer Stelle, was sehr anstrengend sein kann", sagt sie. Und genau hier setzt "FreeFamily 4Real" an und bietet eine Art exklusive Auszeit vom Familienalltag und zeitgleich die Erinnerung daran, sich immer mal wieder, bei aller Liebe für die Kinder, auch um sich selbst zu kümmern.

Das Treffen findet diesmal in Wien statt. Am 28. April dürfen sich die Mamis unter anderem auf die Sonderpädagogin und Bestseller-Autorin Katja Seide vom größten Ratgeberblog Deutschlands zum Thema Kinder "Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn" freuen. Sie spricht im Rahmen einer Podiumsdiskussion über das Thema "Vertrauen und Freiheit" und darüber, wie diese beiden Grundpfeiler ganz automatisch verantwortungsbewusste Kinder hervorbringen.

"Vernetzung ist für Eltern unglaublich wichtig. Denn ein gutes Netzwerk kann das vielzitierte Dorf, welches es braucht, um Kinder großzuziehen ersetzen und dadurch eine großartige Unterstützung für die Familie sein", so Asiedu-Poku. Unterstützt wird sie bei der Organisation des Events von ihrer Freundin und Mama-Bloggerin Wiebke Schenter, die auch über das Mama sein und ihr Leben mit Kleinkind schreibt.

Es gibt noch einige wenige Plätze – zur Anmeldung geht es hier: eveeno.com

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