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So hält die Liebe ewig

Nach dem Honeymoon beginnt die Arbeit. Klugheit und Kompromissbereitschaft sind gefragt, wenn die Liebe ewig halten soll. Wir haben die besten Tipps.


So hält die Liebe ewig
© Corbis

Geduld. Klugheit. All das ist gefragt, wenn die Partnerschaft auf festen Beinen stehen soll. Wir haben die besten Beziehungsregeln zusammengefasst:

1

Unterschiede respektieren: Keiner hat die Wahrheit gepachtet. Natürlich glauben wir alle insgeheim, dass wir im alleinigen Besitz der Wahrheit sind und dass es der Welt besser täte, wenn jeder so wäre wie wir. Es ist jedoch ein Akt der Reife, zu erkennen, dass Unterschiede zwischen den Partnern nicht bedeuten, dass der eine Recht und der andere Unrecht hat. Wir alle betrachten die Realität, abhängig von sozialer Zugehörigkeit, Kultur, Geschlecht, Geburtsfolge uvm., durch unterschiedliche Filter und gehen mit Situationen anders um. Unter Stress sucht sie vielleicht Zweisamkeit – er wünscht sich Distanz. Diese Unterschiede sollte man respektieren – und nicht versuchen, den anderen umzumodeln.

2

Durchatmen. Dann reden. Wir sehen uns alle nach einer Beziehung, die so entspannt und innig ist, das wir einander alles sagen können. Doch offen seine Meinung kundzutun ist nicht immer eine gute Idee. Manchmal würdigen wir im Namen der Wahrheit den anderen herab, beschämen ihn und verhindern, dass zwei einander zuhören. Triff wohlüberlegte Entscheidungen, wie und wann du deinem Partner etwas sagst. Verkneif' dir das Reden, wenn du wütend oder erbittert bist, wenn dein Partner schlechte Laune hat oder du seine Aufmerksamkeit nicht hast. Richtiges Timing und Takt sind nicht das Gegenteil von Ehrlichkeit, sondern Zeichen von Klugheit.

3

5x nett sein für 1x Sticheln. Je länger Paare zusammen sind, desto mehr richtet sich die Aufmerksamkeit auf Mängel statt auf das, was gut und schön ist. Konzentriere dich selbst wieder auf das Positive, selbst wenn du wütend und enttäuscht bist. Strebe nach einem Verhältnis von 5:1 von positiven zu negativen Interaktionen (das Rezept des Beziehungsexperten John Gottman zur Scheidungsprävention!). Selbst ein Verhältnis von 2:1 von Lob und Kritik ist ein guter Anfang. Denke daran, dass du Interesse, Großzügigkeit und Liebe nicht nur mit Worten, sondern auch nonverbal mitteilen kannst. Gesten wie eine Hand auf dem Rücken, ein Nicken oder ein Lächeln geben dem Partner das Gefühl, wichtig zu sein.

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4

Kritik nicht übertreiben. Wenn du eine bestimmte Beschwerde hast, bemühe dich um Genauigkeit. Vermeide Verallgemeinerungen wie "immer" oder "nie" und schieße nicht über das Ziel hinaus. Wenn dein Partner im letzten Monat sechsmal spät von der Arbeit nach Hause gekommen ist, dann übertreibe diese Zahl nicht. Menschen, die Kritik einstecken müssen, verschließen sich sofort, wenn sie einen Fehler entdecken oder glauben, dass sie für mehr als ihren gerechten Anteil an dem Problem verantwortlich gemacht werden. Dein wahrscheinlich berechtigtes Argument bleibt so möglicherweise auf der Strecke.

5

Nicht unter die Gürtellinie! Wenn wir wütend sind, greifen wir oft zu Taktiken, die unter die Gürtellinie gehen. Wir stempeln ab: "Ich kann nicht glauben, wie hypersensibel du bist!", wir stellen Diagnosen: "Du hast eine narzisstische Persönlichkeit!" und führen andere Personen an: "Meine Schwester meint, dass du ein Egoist bist - und meine Freundin findet das auch!" Kein Wunder, dass unser Partner unsere Meinungsäußerung nicht so recht zu schätzen weiß. Eine konstruktive Beschwerde sieht anders aus: Du bittest deinen Liebsten ruhig, seine Sachen nicht überall im Haus herumliegen zu lassen. Nicht weil er ein Chaot ist (auch wenn dies der Fall sein mag), sondern weil Ordnung dir wichtig ist. Das Problem ist deines. Nicht konstruktive Kritik ist laut Beziehungsexperte John Gottman dazu geeignet, das Herz jeder Liebe zu zerstören.

6

Du veränderst dich als Erste. Wenn du das Gefühl hast, lieblos behandelt zu werden, ist es nur natürlich, dass du es deinem Partner mit gleicher Münze heimzahlen willst. Warum sollst ausgerechnet du dich ändern und die emotionale Beziehungsarbeit übernehmen? Warum? Weil du der einzige Mensch bist, den du ändern kannst. Und weil du dich sicherer fühlen wirst, wenn du dich an deinen eigenen Grundwerten, die die Beziehung betreffen, orientierst. Ist dein Verhalten nur eine Reaktion darauf, wie dein Partner dich behandelt, öffnet das deiner Unsicherheit Tür und Tor. Wenn du deine Rolle in einem fetsgefahrenen Muster nicht veränderst, wird gar keine Veränderung stattfinden. Wandel erfolgt von unten nach oben – das heißt: Er geht von demjenigen aus, der am meisten leidet. Der unzufriedene Partner ist normalerweise dazu motiviert, sich zu ändern. Im eigenen Interesse.

7

Den wahren Sex gibt es nicht. Viele Menschen glauben, dass in einer Beziehung etwas nicht stimmt, wenn man nicht so oft Sex hat, wie man meint haben zu müssen. Man macht sich Sorgen wegen der Leistung, der Optik, den Mangel an Lust oder die Tatsache, dass man an den meisten Abenden lieber eine Fussmassage vom Partner bekommen würde, als "es" zu tun. Viele Ratgeber, die uns versprechen, wie wir die Lust neu entfachen, lassen uns mit einem schlechten Gefühl zurück, wenn es doch nicht so klappt. Feuere diese Sex-Polizei. Es gibt ihn nicht, den einzig "wahren" und guten Sex, sondern nur eine Vielschichtigkeit körperlicher Intimität und erotischen Vergnügens.

8

Droh' nicht mit Trennung. Nichts untergräbt eine Beziehung schneller, als das Thema Trennung oder Scheidung als Teil deines Streitrepertoires einzusetzen. Wiederholte negative Ankündigungen bewahrheiten sich gerne. Erwähne also eine Trennung nicht, weil du gerade wütend bist, aber weit entfernt, auch entsprechend zu handeln. Denkst du allerdings ernsthaft über eine Trennung nach, dann sprich' mit deinem Partner darüber. Jeder hat das Recht zu wissen, was auf dem Spiel steht, wenn er sein Verhalten nicht ändert.

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