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Exklusiv: Samuel Kochs Mutter,
Marion Koch, im WOMAN-Interview

Sie ist die Mutter jenes jungen Deutschen, der seit einem missglückten Salto auf Sprungstelzen in der TV-Show "Wetten, dass ...?" gelähmt ist. Wie sie ihren Sohn Samuel seit nunmehr eineinhalb Jahren mit viel Liebe auf dem Weg zurück in ein eigenständiges Leben unterstützt, hat sie WOMAN jetzt erzählt.


Exklusiv: Samuel Kochs Mutter,
Marion Koch, im WOMAN-Interview
© Martin Bühler

WOMAN: Frau Koch, Sie kommen gerade von Samuel. Bitte erzählen Sie uns, wie geht es ihm?

Koch: Er ist aufgeregt wegen der Präsentation des Buches. Im Rampenlicht zu stehen ist nicht so sein Ding. Sonst fühlt er sich gut. Er ist froh, dass er zurück ist in Hannover, seine Freunde treffen kann und nicht nur Mami und Papi um sich hat. Und er ist wieder zurück an der Uni, studiert jetzt Rethorik und Mimik.

WOMAN: Und wie geht es Ihnen? Haben Sie sich bereits ein bisschen eingelebt in Hannover?

Koch: Mir geht es gut, danke. Aber einleben muss ich mich hier nicht. Wenn das Pflegeteam für Samuel steht und ich alle eingearbeitet habe, gehe ich ja wieder nach Erfingen-Kirchen, das liegt 600 Kilometer von hier entfernt.

WOMAN: Lässt sich schon erahnen, wann das sein wird?

Koch: Anfang Mai, also in den nächsten Tagen.

WOMAN: Sie sind derzeit rund um die Uhr bei Samuel. Wie schwer wird es sein, loszulassen?

Koch: Keine Ahnung. Ich glaube aber, dass ich mich freue, endlich wieder nachhause zu kommen. Für Jonathan da zu sein, für die anderen Kinder. Und ich freue mich, meine Freundinnen zu sehen, mit ihnen zu plaudern. Ich bin froh, wenn ich wieder mein Leben oder unser Leben als Familie habe und Samuel hier in Hannover gut versorgt ist.

WOMAN: Welche neue Ebene von Mutter-Sohn-Beziehung hat sich zwischen Ihnen entwickelt?

Koch: Ich habe gelernt, mich zurückzunehmen, lerne es jeden tag Tag mehr. Dieses "es ist besser für dich, das so zu machen" oder "du sollst" musste ich mir abgewöhnen. Er ist erwachsen, ich kann ihn nicht kommandieren wie ein Kind. Nur weil er hilflos ist, ist er nicht beschränkt im Kopf. Er ist ganz vollwertig.

LESEN Sie das gesamte Interview in WOMAN 09/2012!

Redaktion: Katrin Kuba