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Expertentipp: Warum du keinen Primer brauchst

Gegen Poren, für glowy Haut oder eine matte Oberfläche: Primer sind die neuen Alleskönner und absolut im Trend. Wir haben einen Experten gefragt, ob das wirklich stimmt.

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Primer brauchst du nicht
© istockphoto.com/shironosov

Heutzutage tendieren wir dazu, englische Begriffe in unseren Sprachgebrauch zu integrieren, obwohl es eigentlich deutsche Wörter dafür gäbe. Aber auf Englisch klingt alles ein bisschen cooler, mysteriöser und vor allem so, als ob wir immer genau wüssten, worüber wir reden. Ein neues Wort (und das dazugehörige Produkt), das sich eingeschlichen hat ist 'Primer'.

Eigentlich ist damit nichts anderes, als eine Grundierung gemeint, aber wie gesagt, auf Englisch klingt es einfach besser. Grundieren tun wir natürlich unsere Haut vorm Schminken und da wir alle verschiedene Ansprüche haben, was unser Gesicht betrifft, gibt es Primer für den natürlichen Glow (wieder so ein Modewort für 'strahlend'), eine matte Oberfläche oder für den porenlosen Teint.

Warum brauchen wir eigentlich einen Primer?

Für alle was dabei, könnte man sagen und sich fröhlich mit vier verschiedenen Primern einschmieren, weil man alles auf einmal möchte, also glühen, mattiert sein und natürlich keine Poren haben. Wäre da nicht eine kleine Stimme im Hinterkopf, die fragt:"Was ist das überhaupt, was du da auf dein Gesicht pinselst? Ist das wirklich so weltbewegend toll?". Und genau deshalb, weil wir gerne mal bei Trends mitmachen, ohne sie zu hinterfragen, haben wir einen Experten gefragt, was es mit den Primern so auf sich hat.

eduardo ferreira bobbi brown
Eduardo Ferreira in Action / (c) Bobbi Brown

Eduardo Ferreira ist Director of Artistry bei Bobbi Brown und weiß genau, was unsere Haut zum Strahlen bringt. Die amerikanische Marke ist ja tatsächlich dafür bekannt, sich den 'No Make Up'-Make-Up-Look zum Markenzeichen gemacht zu haben. Dabei gilt es, sein natürlichstes Selbst zu schminken, aber eben makellos. Als wir Ferreira zu Primern befragten, gab er uns eine sehr überraschende Antwort.

»That’s why I believe the future is a primer without silicones, that works on the skin without creating extra layers.«

"I don't believe in primers!", sprach der Beauty-Experte und wir waren baff. "Ein Primer, der Silikon enthält, ist wie eine Maske. Sie bildet eine Extraschicht auf der Haut, die sich im Laufe des Tages bewegt.", deshalb solle man lieber zu einem anderen Mittel greifen, um zu grundieren: Zur guten alten Gesichtscreme! "Warum ich Gesichtscreme einem Primer vorziehe, ist, weil du die Creme deiner Haut entsprechend wählen und sie an die verschiedenen Bereiche anpassen kannst. Sie füllt die Fältchen, zieht tiefer in die Haut ein, wobei sie trotzdem atmen kann und ist so die perfekte Basis für das Make Up."

Und woher weiß ich, welche Creme perfekt als Primer dient? Ganz einfach: Wenn sie die Haut nass oder feucht aussehen lässt, ist sie nicht geeignet! Wie gut, dass es Experten gibt!