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Facebook erlaubt Brustkrebs-Fotos

Bilder von Frauen nach einer Masektomie (Brust-Amputation) wurden von Facebook bislang rigoros gelöscht. Nach User-Protesten sind sie nun wieder erlaubt.


Frau untersucht ihre Brust auf Brustkrebs

Facebook: Ahndete Brustkrebs-Bilder als Pornographie

© Thinkstock

Gewalt und Pornographie haben im sozialen Netzwerk Facebook nichts zu suchen. Doch diese ansich positiven Richtlinien treiben teils obskure Blüten. Nachdem erst neulich Facebook Fotos stillender Frauen als pornographisch geahndet und gelöscht hatte, griffen die amerikanischen Sittenwächter nun auch gegen Aktbilder von an Brustkrebs erkrankten Frauen nach ihrer Masektomie (Brust-Amputation) ein.

So wurde etwa eine Bildserie des Fotografen David Jay, die Frauen nach der Operation zeigt, kommentarlos gelöscht, Jay für mehrere Wochen vom Netzwerk gebannt. Doch Facebook hat seine Rechnung ohne die User gemacht. Nach mehreren Protesten unterzeichneten 20.000 Menschen eine Online-Petition unter Change.org , die neue Richtlinien von Facebook forderten.

Der massive Beschuss zeitigte Erfolg: Facebook überarbeitete seine Richtlinien und entschuldigte sich offiziell bei Betreibern von Brustkrebs-Aufklärungsseiten oder Fotografen wie David Jay. In einem Statement heißt es nun: "Das Teilen dieser Bilder trägt zur Bewusstseinsbildung für Krebs bei – deshalb hat sich Facebook entschlossen, die Richtlinien hierfür zu ändern. "

Gänzlich gelockert ist das Reglement allerdings nicht: Gänzlich entblößte Brüste beziehungsweise solche, die von einer Operation gezeichnet sind, dürfen nach wie vor nicht veröffentlicht werden.

Thema: Brustkrebs