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Erst digital, dann horizontal!

Romantiker müssen jetzt stark sein: Dating und Händchenhalten sind out – der schnellste Weg zu Sex führt heute über Facebook . Das ergab eine neue Studie.

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Eine Frau liegt in Dessous auf ihrem Bett und flirtet auf Facebook

Wer seinen Flirt schnell ins Bett bringen will, setzt auf Facebook

© Thinkstock

Früher, da war alles anders. Eh klar. Da verabredete man sich zum Essen, ins Kino, hielt Händchen, drückte einander zaghaft einen Abschiedskuss auf die Wange – und erst frühestens nach dem vierten oder fünften Date ging es ab in die Kiste.

War's damals besser? Wir werten da nicht. Fakt ist: Dank Internet hat die Liebe rasant an Tempo zugelegt. Und der schnellste Weg zu Sex, das ergab eine Studie, führt über Freundesnetzwerk Facebook .

Erst digital, dann horizontal

Zumindest sind 80 Prozent der befragten Frauen dieser Ansicht. Ihre Begründung: Es sei bei Beziehungen dieser Art so einfach, in Kontakt zu bleiben – und deshalb sei man dann auch flotter bei der Sache. Von den Männern behaupten immerhin 58 Prozent, dass sie beim Flirten über Facebook, SMS oder Chat bei Frauen schneller zum Zug kommen.

Ganze 38 Prozent der befragten Frauen gaben an, dass sie eher mit einem Mann geschlafen haben, weil sie sich vorher in Netzwerken näher gekommen seien. Sie hätten so etwas wie eine "digitale Intimität" gespürt. Kontaktiert man jemanden via Facebook oder sendet sich gegenseitig Nachrichten, entsteht schneller der Eindruck, den anderen schon länger zu kennen.

Erst digital dann horizontal – das bestätigen auch andere Umfragen: 70 Prozent der Frauen und 63 Prozent der Männer gaben an, dass sie bei potentiellen Partnern vorher das Facebook -Profil ausspionieren. Um in Kontakt zu bleiben oder sich zu verabreden, schickt die große Mehrheit aller lieber SMS oder Mails statt anzurufen. Die Hemmschwelle ist im Netz einfach geringer. Kein Wunder, dass Facebook mittlerweile als Beziehungskiller gilt.

Allerdings: Wer eine echte Partnerschaft sucht, für den taugt der Facebook wohl weniger. Denn auch wenn man schneller zur Sache kommt, gibt es selten ein Fundament für eine langfristige Beziehung.

Trennung via Facebook

Doch so schön leicht die digitale Liebesanbahnung auch ist, so schrecklich einfach fällt es auch, Schluss zu machen. So haben schon 43 Prozent der Frauen und 27 Prozent der Männer statt persönlicher Aussprache eine E-Mail oder SMS mit dem Inhalt „Es tut mir leid, es ist aus“ bekommen. Aber vielleicht kann man ja trotzdem auf Facebook befreundet bleiben ...