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Facebook hat diese Perioden-Werbung gesperrt – und wir verstehen's nicht!

Eine Werbung will die Menstruation normalisieren. Facebook findet das aber leider "schockierend" und "sensationslüstern".

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Facebook hat diese Perioden-Werbung gesperrt – und wir verstehen's nicht!
© iStockphoto

Modibodi ist eine australische Firma, die Periodenunterwäsche herstellt. Im September stellte Modibodi eine weltweite Kampagne vor. "The New Way To Period." Als Teil der Kampagne wurde auch ein Kurzfilm veröffentlicht. Mit dem Ziel, die Konversation über die Menstruation zu öffnen und den menstruierenden Teil der Gesellschaft "normal fühlen zu lassen, weil das Perioden nun mal sind. Normal", wie es in dem kurzen Film heißt.

Trotzdem wurde das Video jetzt von Facebook gesperrt. Zu schockierend sei es. Und die Leute sind grantig. Zurecht.

Laut einer Presseaussendung wurde der Clip dreimal von Facebooks Policy Team durchgesehen, wurde aber nicht durchgelassen. Mit der Begründung, dass "Werbeanzeigen keine schockierenden, sensationsheischenden, aufrührerischen oder gewaltverherrlichenden Content enthalten dürfen".

Wir finden die Werbung allerdings ziemlich super. Auf YouTube kann man den Kurzfilm mittlerweile ansehen. Auch die Videoplattform war anfangs nämlich dagegen.

"Unser Ziel ist es, das Perioden-Stigma aus den Köpfen der Leute zu bekommen. Immerhin ist es eine komplett natürliche Körperfunktion", sagt Gründerin Kristy Chong in einem Statement: "Wir zeigen die Menstruation in ihrer natürlichen Form. Wir haben es nicht darauf angelegt, 'sensationsheischend' oder 'provokativ' zu sein."

Wir sind im 21. Jahrhundert. Und es gibt andere (bessere) Optionen als Binden und Tampons, die die Umwelt belasten. Dass Facebook, eines unserer wichtigsten Tools, die Konversation rund um die Monatsblutung nicht normalisieren will, ist schade. Wie das Forschungsteam von Modibodi herausfand, schämen sich nämlich noch immer ein Drittel der jungen Mädchen, über ihre Periode zu sprechen. Das muss sich ändern.