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Unsere 11 in 11 Fakten

Seit ihrer sensationellen Leistung bei der EM ist klar: Die weibliche Fußball-Nationalmannschaft hat's drauf! Wir haben Details, die du sicher noch nicht kennst. Eine der Kickerinnen hat zum Beispiel schon mal für Papst Benedikt I. gekocht. Errätst du, wer?

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Unsere 11 in 11 Fakten
© Instagram/oefb_1904
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Die Feier ist noch lange nicht vorbei!
Zwischen Spielplan & Playlist. Für Party ist zwischen den Spielen nicht viel Zeit, trotzdem wurden die Siege natürlich zelebriert – backstage mit einer Polonaise zu "Malle ist nur einmal im Jahr" und im Teambus. Und wenn dort gefeiert wird, dann ordentlich und sogar inklusive Discobeleuchtung! Kickerin Jasmin Eder, 24, hat von ihrem Verein SKN St. Pölten die Musikanlage mitgebracht und ist die DJane der Truppe. Ihr Favourite: "No Vacancy" von OneRepublic. Ebenfalls hoch im Kurs auf der Playlist liegt der Ballermann-Hit "Johnny Däpp". Teamkollegin Verena Aschauer lacht: "Ideal zum Mithüpfen, Singen und Klatschen."

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Sie haben mehr verdient!
Money, Money, Money. In Sachen Ehrgeiz und Können sind unsere Fußballerinnen gleich auf mit den Männern. Nur einen markanten Unterschied gibt es da noch: Alaba, Arnautovic & Co. scheffeln Millionen – die Damen hingegen gerade einmal so viel, dass sie davon leben können. Nebenbei studieren die meisten oder haben eine normale Berufsausbildung gemacht. Laut Insidern sollen die Ladys rund 2.000 Euro im Monat kassieren. Zum Vergleich: Arnautovic wird auf 500.000 geschätzt. Und das, obwohl die Spielerinnen in der Weltrangliste auf Platz 24 stehen, die Herren schaffen es nur auf den 37. Rang.

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Austria's Next Top-Cop
Schusssicher. Von der Police Academy auf den Fußballplatz: Seit ihrem Tor gegen die Schweiz kennt jeder im Land den Namen Nina Burger. Neben ihrer Karriere als Fußballerin arbeitet die 29-Jährige als Revierinspektorin im 9. Wiener Gemeindebezirk: "Es ist super, dass mich die Polizei unterstützt und mir die Möglichkeit gibt, im Ausland zu spielen." Ihre Liebe zum Fußball wurde durch die Zeichentrickserien "Kickers" und "Fußballstars" entfacht.

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Sie kickt besser als Messi …
Trefferquote – läuft. Wow! Die österreichische Nationalteam-Spielerin Nicole Billa, 21, hat einen besseren Schuss drauf als so mancher internationale Kicker. 2013 übertrumpfte sie mit ihrer Trefferquote von 1,55 Toren pro Spiel nämlich sogar Superstar Lionel Messi, der laut Statistik "nur" 1,46 Mal traf. Aber nicht nur im Fußballstadion ist Billa vorn dabei, sie hat bereits drei Juniorinnen-Welt- und Europameistertitel im Kickboxen.

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Fashion & Fußball
Frauen, die kicken, haben nichts mit Mode am Hut? Blödsinn! Kapitänin Viktoria Schnaderbeck hat für die Marke "COWstyle" eigene Designs entworfen: Lederarmbänder, Handyhüllen und sogar personalisierte Sneaker. Und auch Laura Feiersinger beweist auf ihrem Instagram-Account, wie stylish Fußball sein kann. Sie postet regelmäßig Outfits und Pics aus ihrem Alltag. Über 20.000 Followern gefällt's! Ihr Fashioncoach ist dabei ihre Schwester Denise: "Sie arbeitet in München in der Modebranche und rät mir, welche Fotos ich veröffentlichen soll und welche eher nicht."

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Starke Ansage
Lebensmotto. "Live your dreams" hat sich Carina Wenninger auf den linken Oberarm tätowiert. Mit 16 wechselte die Kickerin ("Ich habe schon im Kindergarten mit den Buben Fußball gespielt.") von Graz zum FC Bayern München. Dort spielt sie mittlerweile in der zehnten Saison. Übrigens reden die Spielerinnen lieber vom Frauen- als vom Damenfußball: "Das hat wohl auch damit zu tun, dass ich in Deutschland spiele. In Österreich ist oft noch ein wenig galanter vom Damenfußball die Rede. Aber das klingt etwas behäbiger. So als würde man sich die Trikots nicht schmutzig machen."

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Quotenbringer: Frauenfußball
Top-Leistung. Zum ersten Mal wird Frauenfußball in der ORF-Primetime gezeigt. Das Samstagabendspiel Österreich gegen Island sahen sogar über 897.000 Zuschauer. Ein Topwert für den ORF! Die Euphorie rund um die Nationalmannschaft ist so hoch wie nie. Die Profis erwarten sich
dadurch auch einen Hype beim Nachwuchs. Aktuell sind von 139.894 aktiven Spielern nämlich nur 7.534 weiblich. In den sozialen Medien wurde schon sarkastisch gefordert: "Streicht die Söhne aus der Bundeshymne!"

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Prominente Verwandte
VIP-Netzwerk. Virginia Kirchberger, 24, ist die Nichte von Schauspielerin Sonja Kirchberger. Statt am roten Teppich hält sich die Abwehrspielerin aber lieber am grünen Rasen auf. Auch Laura Feiersingers Name ist schon lange bekannt: Papa Wolfgang wurde mit Borussia Dortmund Champions-League-Sieger und kickte – genauso wie Tochter Laura – beim österreichischen Nationalteam. Die 24-Jährige hat sich aber längst abseits ihres Vaters einen Namen gemacht: Mit 18 wechselte sie zum FC Bayern München nach Deutschland, seit September 2016 spielt sie für den SC Sand in der deutschen Bundesliga.

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Zurückgekämpft!
18 Monate Pause. Eineinhalb Jahre lang musste Lisa Makas pausieren, nachdem sie sich im Mai und im Dezember 2015 zwei Mal hintereinander das Kreuzband gerissen hatte! Erst ein Jahr später feierte sie für den MSV Duisburg ihr Comeback. Im Gruppenspiel gegen Frankreich machte sie das entscheidende Goal. Mit himmlischer Unterstützung: Sie ist ausgebildete Restaurantfachfrau und arbeitete im Stift Heiligenkreuz. 2007 kochte sie für Papst Benedikt, als er auf Österreich-Besuch war.

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Traumberuf …
... mit Ablaufdatum. Dass Nina Burger als Polizistin jobbt und Lisa Makas Restaurantfachfrau ist, wissen wir bereits. Aber auch die anderen können nicht nur gut kicken: Schnaderbeck ist ausgebildete Marketingkauffrau und schreibt an ihrer Bachelorarbeit rund um Sportmanagement. Carina Wenninger machte eine Ausbildung zur Automobilkauffrau und arbeitet an einem Fitness-Management-Fernstudium. "Vor allem für den Kopf ist es gar nicht so schlecht, neben dem Fußball auch etwas anderes zu machen. Das sorgt für die nötige Bodenhaftung und ist auch wichtig, falls man sich verletzt, und für die Zeit nach der Karriere." Laura Feiersinger studierte Sportwissenschaft, und Katharina Schiechtl paukt in Bremen Geowissenschaften.

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1 Familie, 5 Fußballprofis
Stark im Geschäft. Hier liegt das Fußballfieber tatsächlich in der Familie. Neben Viktoria Schnaderbeck sind noch vier Profisportler Teil ihrer Verwandtschaft. Sportbegeistert waren sie schon als Kids: "Bei Familienfeiern haben wir nach dem Essen im Garten gespielt. Irgendwo haben wir immer einen Fußballplatz gefunden", erzählte die gebürtige Steirerin im Juni im WOMAN-Interview. Mittlerweile ist sie seit zehn Jahren beim FC Bayern München. Ihr Bruder, David Schnaderbeck, war bis 2016 beim SK Sturm Graz unter Vertrag, dort spielt auch Schnaderbecks Cousine Paula Kicker. Ihr Cousin Jakob Kicker steht beim SV Kapfenberg im Tor, und Cousin Sebastian Prödl kickt erfolgreich in der englischen Premier League beim FC Watford.

Themen: Fußball, Society

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