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3 Faktoren, die dein Gewicht beeinflussen können

Du machst Sport und ernährst dich gesund, doch trotzdem nimmst du nicht ab. Das kann an diversen Faktoren liegen, die du nicht immer in der Hand hast.

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Gewicht beeinflussen
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Mit harter Arbeit und gesunder Ernährung kannst du dein Gewicht beeinflussen, das ist klar. Aber nur in einem gewissen Rahmen! Denn es gibt noch ganz andere innere und äußere Faktoren, mit denen du bei deiner Suche nach dem Idealgewicht nicht rechnest.

Drei Faktoren, die dein Gewicht beeinflussen:

Darmbakterien Darmbakterien beeinflussen das Immunsystem und unterstützen die Verdauung. Laut Experten führt eine reichhaltige Darmflora dazu, dass aus der Nahrung das Beste rausgeholt wird. Und zwar ist das die Energie, die wir zum Funktionieren brauchen. Problematisch kann das werden, wenn wir mehr Energie zu uns nehmen, als wir brauchen. Dann können die Bakterien zu Übergewicht führen.

In einer Zwillings-Studie wird das Beispiel eines Zwillingspaares angeführt, deren Gewicht sich maßgeblich unterscheidet. Studienleiter Professor Tim Spector hat die Darmflora der beiden untersucht und festgestellt, dass im Darm der schlankeren Schwester eine Vielfalt an Darmbakterien leben. Weitere Daten unterstützten die Vermutung des Forschers: Je dünner ein Mensch, desto diverser ist die Darmflora. Bei Menschen mit Übergewicht ist bei den Darmbakterien weitaus weniger Vielfalt zu sehen.

Der Darmflora kann man auf die Sprünge helfen, wenn man die Kohlenhydrate- und Zucker-Zufuhr reduziert. Gut ist wiederum eine ballaststoffreiche Ernährung, die etwa aus Vollkorn, Beeren, Birnen, Brokkoli, Karotten oder Bohnen besteht.

Der richtige Zeitpunkt. Es gibt Tag- und Nachtmenschen, doch leider hat das nur Auswirkungen darauf, wann wir besonders fit und leistungsfähig sind. Denn die genetisch programmierte Uhr des Menschen ist sehr streng eingestellt: Laut Ärzten der Charité Berlin, ist der Stoffwechsel eng mit dem Tag-, Nachtrhythmus verbunden. Demnach funktioniert der Stoffwechsel am besten, wenn es hell ist.

Deshalb sollte man auch morgens das Frühstück nicht auslassen, da das Essen viel schneller verarbeitet wird und der Körper deshalb auch mehr braucht. Wenn es dunkel ist, ist es dagegen gar nicht dumm, wenn man aufs Abendessen verzichtet. Wer das Gefühl hat, hungrig nicht ins Bett gehen zu können, soll laut Ernährungsexperten Dr. James Brown, eine leichte, kohlenhydratarme Mahlzeit zu sich nehmen. Dafür darf es in der Früh einen Mix aus Proteinen, Kohlenhydraten und Ballaststoffen geben, denn die machen satt und versorgen den Körper mit den nötigen Nährstoffen.

Hormone Hormone beeinflussen unseren Körper, unsere Launen und natürlich unser Gewicht. Interessante Ergebnisse hierzu lieferten Untersuchungen im Bereich der bariatrischen Medizin. Darunter versteht man chirurgische Eingriffe, um Übergewicht vorzubeugen oder bestehendes Übergewicht zu reduzieren. Laut einer Studie der Imperial College London wirken jene Hormone Wunder, die nach einer Magenverkleinerung für das Hungergefühl verantwortlich sind. Dies wurde deutlich, nachdem Patienten und Patientinnen mit verkleinertem Magen solche Hormone entnommen und anderen Studienteilnehmenden eingesetzt wurden.

Studienleiterin Dr. Tricia Tan berichtete, dass sich die Versuchspersonen weniger hungrig fühlen würden, deshalb auch weniger Nahrung konsumieren und so 2 bis 8 Kilo in nur 28 Tagen abgenommen hätten. Dieser Cocktail aus drei verschiedenen Darm-Hormonen ist natürlich nicht erhältlich, doch man kann von diesen Untersuchungen eins lernen: Hormone ändern sich ständig! Deshalb fühlen sich auch viele Frauen deutlich hungriger, wenn sie ihre Tage haben, da sich der Hormoncocktail im Körper maßgeblich verändert.