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Falscher "Michael Haneke" auf Twitter

Auf Twitter tummelt sich ein falscher "Michael Haneke", der seine 20.000 Angänger mit humormäßigen Trash unterhält.


Falscher "Michael Haneke" auf Twitter
© Getty Images

Michael Haneke, österreichischer Regie-Export allererster Güte , heimst eine internationale Auszeichnung nach der anderen ein - erst gestern, Sonntag, wieder drei Preise bei den "London Critics' Circle Awards" - und ist dadurch weltweit in aller Munde. Wie die Gratiszeitung Heute am Montag berichtete, ist Haneke auch im Social Network Twitter vertreten, allerdings durch einen als "Parody" ausgewiesenen Fake-Account, der mit derbem englischen Slang und humormäßigem Trash für Aufsehen in der Community sorgt. " Michael Haneke - Ich mache Filme und liebe meine Katze, obwohl sie stinkt ", heißt es in der Profil-Überschrift.

Falscher Haneke mit 20.000 Anhängern

Über 500 Meldungen ("Tweets") hat der Scherzbold bereits verfasst, knapp 20.000 Anhänger folgen dem falschen Haneke, der halbgare Lustbarkeiten von sich gibt, wie zum Beispiel: " Ich hoffe, sie zeigen den neuen Terrence Malick-Film auf dem Flug nach Hollywood, weil ich in Flugzeugen nur schwer einschlafen kann " oder " Habe mir gerade 'Abraham Lincoln Vampirjäger' angesehen. Großartig! Ist mein zweitliebster Nominierter für den besten Film. 'Amour' ist natürlich mein Lieblings-Nominierter. " - " Wann immer ich traurig bin, geh ich zu einem meiner Mitarbeiter und sage, seine Eltern wären bei einem Bootsunfall gestorben. Dann filme ich seine Tränen und fühle mich besser ". " 'Amour' mit einem deutschsprachigen Publikum anzusehen ist eine wahre Erleichterung - sie verstehen alle Witze! "

Haneke im Promi-Talk

Ab und zu adressiert er seine Tweets auch an Prominente, wie Arnold Schwarzenegger, Faye Dunaway, Russell Crowe, Ellen Page oder Ben Affleck. Letzteren fragte er kürzlich: " Kommst Du auch zu Ang Lees Pyjama-Party am Wochenende? - Oh nein, ich vergaß, das ist ja nur für Oscar-Nominierte. "

Laut Heute kenne Haneke den falschen Twitter-Account zwar, doch interessiere ihn das alles nicht, wie er der Zeitung LA Times sagte. Dennoch hoffen vermutlich so manche internationale Filmschaffende auf die Einhaltung seines (gefakten) Neujahrsvorsatzes: " Die anderen Regisseure mehr Preise gewinnen zu lassen. "

apa/red