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Familie oder Freundeskreis zum Mieten

Wer sich in Tokio gerne mit einem großen Freundeskreis schmückt, der oder die kann sich diesen ganz einfach bestellen.

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Familie in Japan
© Thinkstock - yuliang11

In Japan ist es üblich, dass bei einer Hochzeit wirklich jeder und jede eingeladen ist, den oder die man kennt. Je mehr desto besser, man will ja nicht als unbeliebt oder gar als unbedeutend gelten. Und aus dieser Tatsache heraus, lässt sich ebenso ein Geschäft machen. Regelrechter Menschenhandel. Denn "Office Agents" aus Tokio bietet Familientmitglieder, Arbeitskolleginnen oder Freunde zum Mieten an, um der Feier etwas mehr Größe zu verleihen.

Für umgerechnet 145 Euro kommt ein zusätzlicher Gast, für weitere 36 Euro wird diese Person singen oder tanzen und noch einmal 73 € oben drauf gelegt, garantiert eine rührende Rede an das Brautpaar. Ein Extra, das besonders beliebt ist, ist es doch üblich, dass Vorgesetzte bei der Eheschließung sprechen. Bei großen Firmen kann dieser Eheservice kaum für alle Angestellten geboten werden - ganz im Gegensatz zu Office Agents mit einem Fake Boss!

Die Firma hat ungefähr 100 Anfragen im Jahr und ungefähr 1000 falsche Hochzeitsgäste in petto, die gerne auf doppelte Kosten von Braut und Bräutigam einen lustige Feier genießen. Wahlweise aber ebenso Beerdigungen oder als Publikum bei Vorträgen.
Wie beispielsweise ein Mann, bei dessen Eheschließung ausschließlich unbekannte Freunde und Freundinnen anwesend waren - es war dessen zweite Hochzeit und er wollte vermeiden, die gleichen Gäste zu haben, wie beim ersten Versuch.

via: Reuters

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