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Die revolutionäre Neuerung, die wir jetzt am Catwalk sehen

New York, London: Bei den Fashion Weeks 2017 sehen wir auf dem Catwalk einen revolutionären Trend. Warum der die Modewelt (positiv) verändern wird!

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Die revolutionäre Neuerung, die wir jetzt am Catwalk sehen
© 2017 Getty Images

Ja, der kommende Frühling feiert feminines Lavendel als Must-Nuance und skulpturale Silhouetten für Hosenanzüge und Abendkleider. Doch es sind nicht die modischen Trend-Vorgaben, die bei den bis jetzt abgelaufenen Fashion Weeks in New York und London unsere Neugierde und Begeisterung weckten.

Tatsächlich ist 2017 das erste Jahr, in dem auf fast allen Catwalks nicht nur superschlanke, sondern auch kurvige Models defilierten. Und zwar nicht zur schulterklopfenden Selbstbeweihräucherung einiger Designer ("Ja, wir haben auch ein Plus-Size-Alibi-Model gebucht!"), sondern völlig selbstverständlich und nicht weiter PR-technisch ausgewalzt.

Show von Lou Dallas

Bei Big Playern wie "Prabal Gurung" oder "Michael Kors" wurde Diversity am Catwalk genauso gefeiert wie bei den Indie Labels Lou Dallas oder Miaou. Auch die Plus-Size-Marken "Addition Elle" und "Torrid" präsentierten ihre neuen Kollektionen erstmals bei der New York Fashion Week.

Ashley Graham für Michael Kors

Rekordzahl: Noch nie wurden so viele Models mit Kurven für den Laufsteg gebucht

Kurven bei Prabal Gurung

Tatsächlich wurden alleine während der New York Fashion Week im September 2017 mehr als 208 Models mit größeren Größen als der branchenüblichen 32 gebucht – das sind 181 mehr als noch bei den Schauen im Februar, wo nur 27 als "Plus Size" kategorisierte Models liefen.

Addition Elle

Wie Designer Prabal Gurung erst kürzlich zu Protokoll gab: "Nur wenn wir als Designer endlich auch Models mit normalen Körpern auf dem Laufsteg zeigen, kann es zu einem Umdenken über unser Schönheitsbild kommen."

Prabal Gurung

Kein Size Zero mehr bei Luxusmarken

Lou Dallas

Erst kürzlich schlossen sich die Modekonzerne LVMH und Kering zusammen, um ein wichtiges Statement zu setzen: Keine Magermodels mehr auf den Laufstegen! Im Klartext heißt das, weibliche Models müssen mindestens die französische Größe 34 tragen, Male-Models Größe 44, um für ihre Marken zu werben.

Addition Elle

Die Vereinbarung geht sogar noch einen ganzen Schritt weiter. Wie BBC berichtet, müssen alle Models ein gültiges Gesundheitszeugnis besitzen, um zu beweisen, dass sie fit genug für den Job sind. Damit das auch weiterhin so bleibt, steht ihnen während der Arbeitszeit außerdem ein Psychologe und Therapeut zur Verfügung, der jederzeit in Anspruch genommen werden kann. "Wir haben die Verantwortung, neue Standards für die Mode zu errichten, und wir hoffen, dass uns auch andere folgen werden", erklärte ein LVHM-Leiter. In Israel und Frankreich gibt es bereits ein Verbot von Magermodels.

Auch in Österreich wurde im Jänner 2016 ein Gesetzesentwurf gegen Magermodels eingereicht – dem wurde aber bislang nicht stattgegeben.

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