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Fasten: Glaubersalz

Wer Darm gründlich mit Glaubersalz reinigen. Wie man es zubereitet - und was man beachten sollte.


Fasten: Glaubersalz
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Heilfasten dient (neben spirituellen Gründen) auch der Regeneration des Darms. Dazu muss der Darm zu Beginn einer Fastenkur zunächst einmal gründlich entleert werden. Der erste Tag des Heilfastens sollte deshalb im Zeichen der Darmreinigung stehen. Neben dem eher unangenehmen Einlauf eignet sich dafür "Glaubersalz".

Wie wirkt Glaubersalz?

Benannt ist das "Glaubersalz" nach dem Arzt und Chemiker Johann Rudolph Glauber, der zu Beginn des 17. Jahrhunderts Kochsalz und Schwefelsäure mischte. Heraus kam das Natriumsulfat – bekannt unter dem Namen "Glaubersalz". Das Salz wirkt stark abführend.

Spätestens drei Stunden nach der Einnahme spürt man die erste Wirkung (bei manchen geht es schneller – etwa eine Stunde nach Einnahme). Achtung: Da der Stuhldrang sehr hoch sein wird, sollte die nächste Toilette nicht allzu fern sein. Die Darmreinigung mit "Glaubersalz" sollte man deshalb auch aufs Wochenende verlegen. Wichtig ist auch, dass man während der Wirkungszeit mehr als gewöhnlich trinkt (etwa 3 Liter) – sonst droht durch den Flüssigkeitsverlust Dehydrierung!

Wie nehme ich Glaubersalz ein?

In ein Glas mit 200 bis 250 Millilitern lauwarmen Wasser gehören zwei bis drei gehäufte Teelöffel des Salzes. Es sollten ALLE Kristalle aufgelöst sein – das kann ein wenig dauern. GLaubersalz hat leider einen ziemlich unangenehmen Geschmack. Ein Spritzer frischer Orangen- oder Zitronensaft kann hier helfen. Auf jeden Fall sollte man aber ein Glas Wasser parat haben, um den strengen Geschmack schnell wegzuspülen.

Nach Ansicht einiger Fastenexperten kann die Mengenverteilung auch anders aussehen: dazu in einen Dreiviertelliter Wasser 20 bis 40 Gramm Glaubersalz aufzulösen. Eine so große Menge sollte dann allerdings nicht in einem Zug, sondern verteilt über 20 Minuten getrunken werden.

Für wen ist Glaubersalz nicht geeignet?

Wer unter niedrigem Blutdruck, einer Herzschwäche, eingeschränkter Nierenfunktion oder einem nervösen Magen/Darm-Trakt leidet, sollte auf keinen Fall eine Fastenkur mit "Glaubersalz" einleiten. Auch bei längerem, chronischen Gebrauch drohen durch die erhöhte Einnahme von Natrium Ödeme und ein Ungleichgewicht für den Mineralhaushalt. Also "Glaubersalz" nicht nutzen, wenn man regelmäßig unter Verstopfung oder Darmträgheit leidet!