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"Fat Talk" ist unsympathisch

Kaum eine Frau hat nichts an ihrer Figur auszusetzen. Aber dieser permanente "Fat Talk" macht ziemlich unsympathisch – das ergab eine neue Studie.


Frau hält eine Banane.

Quengeleien übers Gewicht sind – unsympathisch!

© Corbis

Jetzt nehmen wir uns einmal selbst an der Nase. Gerade gestern haben wir noch mit der besten Freundin darüber gesprochen, dass wir langsam in Sachen Bikinifigur in die Puschen kommen müssen. Das da am Po diese unschönen Reiterhosen und am Bauch dieser kleine Schwabbelring...

Ja. Zugegeben. Wir haben wieder einmal ordentlich über unsere körperlichen Makel und über unser Gewicht gemotzt. "Fat Talk" nennt sich das. Und ist angeblich reichlich unsympathisch.

Denn Frauen, die sich permanent über ihre Figur beklagen und dauernd von ihren Essgewohnheiten oder ihrer sportlichen Betätigung sprechen, werden von Gleichaltrigen unabhängig von ihrer tatsächlichen Erscheinung eher als unsympathisch empfunden. Das geht aus einer neuen Studie der renommierten University of Notre Dame hervor.

Für die Untersuchung wurden den Probanden Bilder von schlanken und etwas kräftigeren Frauen vorgelegt. Dazu sollten sie sich mit den Frauen über ihr Selbstbild und ihre Körperwahrnehmung unterhalten.

Im Anschluss mussten die Probanden ihre Gesprächspartnerinnen nach unterschiedlichen Parametern bewerten – und auch Punkte für Sympathie verteilen.

Das Fazit: Jene Frauen, die über ihre Figur und ihr Gewicht beklagten, wurden als deutlich unsympathischer wahrgenommen. Und das unabhängig davon, ob sie tatsächlich schlanker oder rundlicher waren. Im Gegenteil: Jene Frauen, die auffallend übergewichtig waren und sich trotzdem zufrieden und positiv zu ihrer Figur äusserten, schnitten in der Kategorie "Sympathie" am weitaus besten ab.

Studienleiterin Alexandra Corning: "Die Untersuchung hat uns bewiesen, dass man sich durch negative Äußerungen über den eigenen Körper nicht nur selbst in eine negative Emotion redet, sondern auch bei anderen Menschen einen schlechten Eindruck macht."

Die Ergebnisse sollen nun dazu genutzt werden, um im Rahmen einer Kampagne gegen Essstörungen Frauen zu einem positiveren Selbstbild zu motivieren.