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Gesunde Ernährung? 5 Fehler, die du sicher machst

Ein Smoothie am Morgen, Chiasamen zu Mittag, Avocado am Abend? Du ernährst dich gesund, toll. Doch der Organic-Speisezettel hat nicht nur gute Seiten...

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Gesunde Ernährung? 5 Fehler, die du sicher machst
© Instagram/Smoothie

Noch nie wussten wir so viel über gesunde Ernährung, noch nie waren wir besorgter um Ausgewogenheit, Vitamin-Anteil und Verdaulichkeit. Und trotzdem: Selbst wenn wir morgens unser warmes Zitronenwasser süffeln, uns dann nur ein Müsli mit Chiasamen gönnen und mittags mit Smoothies und frischem Obst überleben – selbst Gesundheitsfanatiker und Ernährungs-Apostel machen ein paar eklatante Fehler.

Wie gesund sind Smoothies wirklich?

Nehmen wir zum Beispiel Smoothies. Wir hacken den Lauch, wir pürieren den Spinat, wir quirlen den Apfel. Und vergessen dabei, dass durch das Schälen und Häckseln wichtige Vitamine, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe verloren gehen. Das bedeutet nicht, dass Smoothies ungesund sind. Aber sie enthalten einfach etwas weniger Nährstoffe als nicht verarbeitetes Obst und Gemüse. Dazu kommt noch etwas anderes. Ballaststoffe sättigen nicht so sehr, wenn sie in flüssiger Form aufgenommen werden. Festes Obst muss man kauen, es hat mehr Volumen als der Obstdrink. Der Magen ist besser ausgefüllt, du fühlst dich länger satt.

Bringt der Verzicht auf Eigelb etwas?

Noch so ein wunderbarer Mythos in Sachen Ernährung. Denn in der Cholesterin-ist-dein-Tod-Stimmung der 80er Jahre hieß es, dass vor allem in Eigelb böses Cholesterin enthalten sei. Der häufige Genuss des Dotters führe also zu erhöhten Werten und im schlimmsten Falle Herzkrankheiten. Auch wenn sich das Gerücht hält: Zahlreiche Studien bewiesen das genaue Gegenteil. Im Eigelb stecken die Vitamine Vitamin A, D, E, K, B6, B12, außerdem Calcium und Folsäure. Du kannst dir also das Eiweiß-Omelett sparen und wieder zu normalem Spiegelei zurückkehren.

Machen natürliche Süßungsmittel schlank?

Deinen Kaffee süßt du nur mit Stevia, in deinen Kuchen bäckst du mit Agavensirup? Ja, raffinierter Zucker ist schlecht – und natürliche Süßungsmittel eine gute Alternative. Allerdings solltest du es auch damit nicht übertreiben. Zumindest kommt eine Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit zu dem Schluss. So kann eine zu hohe Fructoseaufnahme zu Störungen im Stoffwechsel führen, Karies fördern und die Fettwerte im Blut steigern.

Wie gesund sind Sojaprodukte wirklich?

Tofu, Soja-Latte, Soja-Pudding: Soja ist eine wichtige Eiweißquelle, wirkt verdauungsfördernd und blutfettsenkend. Einige Studien weisen jedoch auch darauf hin, dass Sojamilch oder Tofu der Gesundheit schaden können. Sekundäre Pflanzenstoffe aus der Sojabohne sollen die Fruchtbarkeit der Männer reduzieren, Vergesslichkeit und sogar Krebs fördern. Die „Food and Drug Administration“ der USA (FDA) empfiehlt aufgrund einer Auswertung von mehr als 50 unabhängigen Studien 25 g Sojaprotein pro Tag als Bestandteil einer herzgesunden Diät. Das entspricht ungefähr 300 g Tofu oder 800 ml Sojamilch.

Ist brauner Reis gesünder als weißer?

Eigentlich ja – wie fast alle unverarbeiteten Produkte. Der Consumer Report, eine Art amerikanische Stiftung Warentest, fand jedoch heraus, dass in braunem Reis oft Arsen steckt, nämlich 80 Prozent mehr als in weißen Reissorten. Warum? Weil das Gift in der Schale steckt, die bei der Verarbeitung von weißem Reis wegfällt. Bringt dich zwar nicht ins Grab, ist aber bei übermäßigem Konsum auch nicht gesund.

Thema: Ernährung