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Fendi & Co: Models dürfen erst ab Größe 34 gebucht werden

In Zeiten von Body Positivity kommen Modefirmen trotzdem nur mit Babyschritten von ihren Problemen weg. Nun wurde beschlossen, dass Models erst ab Größe 34 beschäftigt werden dürfen.

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Runway Models
© instagram.com/fendi

Body Positivity bedeutet, alle Körper so zu lieben, wie sie sind. Dieses Konzept umfasst dicke, schwabbelige, dünne, knochige, muskulöse und ganz durchschnittliche Körper. Niemand wird bevorzugt, alle haben ihre Macken und Vorteile. Modefirmen haben nie damit prahlen können, diesen positiven Trend mitzumachen. Doch nun gehen sie zumindest einen winzigen Schritt in die richtige Richtung.

Kleidergröße erst ab 34 und nicht jünger als 16: Nach diesen Regeln sollen sich künftig die großen Modelabels bei der Auswahl ihrer Models richten. In einer "Charta für das Wohlbefinden von Models" fassten die Konzerne Kering und LVMH diese Punkte zusammen. Und nicht nur weibliche Models betrifft diese Regelung: Bei Männern gilt, dass erst ab Größe 44 beschäftigt werden darf.

Die Konzerne Kering und LVMH sind übrigens die Dachkonzerne für viele sehr bekannte Modemarken wie Gucci, Saint Laurent, Marc Jacobs, Fendi oder Dior. In Frankreich war schon auf staatlicher Ebene gehandelt worden. Da dürfen nur Models mit ärztlicher Bescheinigung, inklusive Body-Mass-Index, beschäftigt werden. Wenn diese fehlt drohen den Firmen hohe Geldstrafen.

Es ist gut, dass sich auch auf öffentlicher Ebene etwas in Richtung 'Durchschnittskörper' bewegt. Trotzdem, Kleidergröße 34 ist eigentlich auch ziemlich klein. Und natürlich gibt es Frauen, einfach klein, schmal und zierlich sind und deshalb immer schon 34 getragen haben und es auch weiterhin tun werden. Aber man muss fair bleiben und sagen, dass Models sich extremen Diäten aussetzen, um die gewünschte (vormals Größe 32!) Kleidergröße erreichen. Nicht alle sind von Natur aus schlank!

Und je mehr es öffentlich kommuniziert wird, dass Models auf unmenschliche Art für ihre Figuren arbeiten müssen, desto geringer wird hoffentlich ihr Einfluss auf junge Mädchen und Frauen. Sport ist gut für den Körper und gesunde Ernährung verleiht Energie, aber sich einfach nur der Größe wegen runter zu hungern, ist keine gesunde Einstellung zum eigenen Körper.

Themen: Design, Topmodels

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