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Festspiele Europäische Wochen Passau

Sommerauftakt für Kulturfreunde: Die "Festspiele Europäische Wochen" in Passau, Ostbayern, Oberösterreich und Böhmen.


Festspiele Europäische Wochen Passau
© Thinkstock/iStock/J Opelka

1952 wurden die Festspiele Europäische Wochen Passau mit amerikanischen Offizieren und der Stadt Passau gegründet. Was ursprünglich als Zielsetzung eines gemeinsamen kulturellen Erbes Westeuropas gedacht war und der politische Zusammenschluss Westeuropas und der Erhalt und die Fortführung eines kulturellen Erbes sein sollte, änderte sich schon nach kurzer Zeit. Immer mehr zeichnete sich der Gedanke ab, europäische Kultur grenzenlos in all ihrem Facettenreichtum den Einwohnern von Passau, ebenso vielen auswärtigen Gästen und dem weiten Umland näherzubringen und damit politische Barrieren hinter sich zu lassen und die kulturellen Begegnungen zwischen den Menschen aus Osten wie auch aus Westen zu ermöglichen. In der Zeit des Kalten Krieges als auch der ideologischen Spaltung von Europa gelang es den Verantwortlichen immer wieder, Künstlern aus Mittel- und Osteuropa einen Klangteppich zur Vortragung ihrer Kunst zu bereiten.

Festspiele Europäische Wochen Passau und ihr Entstehen

Die Europäischen Wochen galten als die ersten Festspiele in Deutschland nach dem Krieg, die eine Festspielregion auf die Beine gestellt haben, die sich nicht an einem einzigen Ort bewegen, sondern als Veranstaltungssaal eine ganze Region mit einbinden. Heutzutage sind die Europäische Wochen (EW) in 20 Veranstaltungsorten mit über 60 Veranstaltungen in Ostbayern, Böhmen und Oberösterreich. Das Festival möchte das Ziel erreichen, international renommierte und auch bekannte regionale Künstler darzubieten. Ein Festival, das mit seinen jährlichen Programmen Veranstaltungen präsentiert, die einen positiven Beitrag zur Freundschaft zwischen Ost und West darstellten. So die seit 1996 feste Veranstaltung "Traumtag in Böhmen" das die Freundschaft zwischen Deutschen und Tschechen stärken soll. Aufgrund dieser Bemühungen wurde die Verleihung der Ehrenmedaille des Bezirkes Südböhmen an den Intendanten 2006 bestätigt.

Die musikalischen Strömungen

Es ist das einzige Festival in Europa, neben den Musikfestspielen Saar, welches in drei europäischen Staaten aufgeführt wird (Deutschland, Österreich, Tschechien). Festspiele die sich kooperativ mit Partnern aus der Region zeigten, mit dem Evang.-Luth. Dekanat Passau, mit dem Bistum Passau und dem Museum Moderner Kunst Wörlen in Passau, als auch mit dem Passauer Glasmuseum und vielen anderen. Das einzige Festival das mit seinem großen Angebot von Kunstsparten (Oratorium, Oper, Chor- und Solokonzert, Liederabend, Lesung, Film, Theater) und sich mit Vorträgen jedes Jahr einem neuen Thema widmet. Die teilnehmenden Künstler wie zum Beispiel Lord Yehudi Menuhin, Isaak Stern oder die St. Petersburger Philharmoniker und viele andere berühmte Künstler, gaben dem Festival erst seinen festlichen Rahmen. Das Festival und die Schönheit seiner Veranstaltungsorte (wie in Kirchen, Burgen, Schlössern) sind in Deutschland einmalig. Die Festsspiele stehen ganz im Zeichen von Auftragskompositionen die immer wieder vergeben werden im Bereich Theater und Tanz und sich durch Uraufführungen und Erstaufführungen zeitgenössischer Werke hervorheben. Zwischen 1995 bis 2013 wurden allein 60 Kompositionen uraufgeführt, darunter 13 von Ruth Zechlin.

Dem Festival wurde 2007 der Europäische Kulturpreis von Stiftung "Pro Europa" verliehen. Es ist eine Veranstaltung die eine ständig wachsende Resonanz bei den Medien zeigt, wie viele Radio- und Fernsehberichte aber auch Zeitungs- und Onlineartikel im In- und Ausland zeigen. Die Dreiländerregion Ostbayern, Oberösterreich und Böhmen mit einem breiten Angebot an Kultur und Musik, haben es mit ihrem regen Kulturaustausch geschafft, die nationalen Grenzen zu sprengen.

Tickets zu dem Festival gibt hier!