Ressort
Du befindest dich hier:

Fettverbrennung: Die 5 dicksten Mythen

Die überschüssigen Kilos (vor allem am Bauch!) sollen schmelzen? Wer seine Fettverbrennung steigen will, muss die Wahrheit zu diesen Mythen kennen.

von

Fettverbrennung: Die 5 dicksten Mythen
© iStockphoto

Wenn die kleinen Pölsterchen am Bauch und am Popsch schmelzen sollen, dann muss etwas passieren. Aber nicht nur im Fitnessstudio, sondern zuallererst in deinem Kopf. Nein, keine Sorge: Du musst kein Mentaltraining beginnen, damit du die Fettverbrennung steigen kannst. Du musst nur wissen, wie es um den Wahrheitsgehalt dieser Mythen zum Thema Fettverbrennung bestellt ist.

Da halten sich nämlich einige Gerüchte durchaus hartnäckig. Wir haben sie überprüft.

Fettverbrennung steigern: Was du wissen musst

Mythos 1: Fettverbrennung beginnt erst nach 30 Minuten Sport

Richtig ist: Du musst dich nicht Ewigkeiten auf dem Cardio-Gerät abstrampeln, um die Fettverbrennung zu steigern. Es ist zwar richtig, dass der Körper zu Beginn deines Trainings zuerst auf die leicht verfügbaren Energielieferanten, nämlich die gefutterten Kohlenhydrate, zugreift. Trotzdem wird parallel auch schon Fett verbrannt. Wenn auch eben zunächst zu einem geringeren Anteil. Der absolute Kalorienverbrauch und damit die Fettverbrennung richtet sich weniger nach der Dauer, sondern vor allem nach der Intensität deines Trainings. Dazu kommt: Je öfter du Sport treibst, desto schneller wird auch die Fettverbrennung deines Körpers aktiviert.

Mythos 2: Ausdauertraining ist das beste Workout, wenn du abnehmen willst

Richtig ist: Ausdauersport verbraucht Energie, ist also gut für die Fettverbrennung. Doch der Körper bezieht seine Kraft nicht nur aus den Fettreserven, sondern auch aus der Muskulatur. Muskeln sind aktives Gewebe, was bedeutet: Dein Körper verbrennt auch noch im inaktiven Modus Kalorien. Bonus des Krafttrainings: Deine Silhouette wird schlanker, dein Körper strafft sich. Damit jedoch die Fettverbrennung optimal angekurbelt wird, solltest du einen Mix aus Kraft- und Ausdauertraining wählen.

Mythos 3: Für die Fettverbrennung musst du im niedrigen Pulsbereich trainieren

Richtig ist: Viele glauben, dass der Körper nur dann Fett verbrennt, wenn man Sport in einem Pulsbereich von 120 bis 140 Schlägen pro Minute betreibt. Solange das Training im aeroben Bereich (dieser ist übrigens individuell verschieden und nur durch einen Laktattest bestimmbar) stattfindet, kommt es beim Sport immer zu einer Fettverbrennung. Lediglich der prozentuale Anteil der verbrannten Fette und Kohlenhydrate variiert je nach Pulsbereich – und ist tatsächlich bei einem Training mit niedrigem Puls höher. Allerdings ist bei einem moderaten Training der Kalorienverbrauch insgesamt nicht so hoch wie etwa bei einem intensiven Intervalltraining. Und damit letztlich auch die Fettverbrennung nicht unbedingt höher.

Mythos 4: Wer abnehmen will, sollte auf Kohlenhydrate verzichten

Richtig ist: Der Low-Carb-Mythos hält sich seit Jahren hartnäckig. Nahrung ist ein Energielieferant für den Körper. Dabei besitzt jedes Lebensmittel unterschiedlich viel Energie; gemessen wird diese in Kalorien. Führen wir dem Körper mehr Energie zu, als er verbraucht, speichert er diesen Überschuss in Form von ungeliebten Fettpölsterchen. Kohlenhydrate haben zwar einen hohen Energiewert; jedoch keineswegs den höchsten (z.B. im Vergleich zu Fetten). Allerdings besitzen viele kohlenhydrathaltige Speisen zu wenig Ballaststoffe. Die aber braucht es, damit dein Blutzucker nicht rasant ansteigt – und genauso schnell wieder abfällt. Dann nämlich meldet sich erneut Heißhunger. Ballaststoffe sind hingegen Sattmacher. Also darauf achten. Hier erfährst du mehr über die "right carbs".

Mythos 5: Viele kleine Mahlzeiten fördern die Fettverbrennung

Richtig ist: Viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt sind für die Fettverbrennung besser als zwei große. So. Natürlich ist es ratsam, keine riesigen Portionen zu spachteln. Dennoch sind wenige, aber ausreichende Mahlzeiten für die Fettverbrennung besser als viele kleine Snacks. Wer nämlich ständig etwas isst, der gönnt seinem Körper keine Insulinpause. Dieses Hormon bremst aber die Ausschüttung anderer Hormone, die wieder die Fettverbrennung begünstigen. Bleibt dein Blutzuckerspiegel also konstant hoch, hindert das deinen Körper am Abnehmen.

Themen: Workout, Fitness