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Film-Start: Anna Karenina

Leo Tolstois „Anna Karenina“ mit Jude Law (39) in den Hauptrollen startet heute in den Kinos. Wir trafen Keira Knightley zum Talk über Liebe und Dämonen.


  • Keira Kinghtley im schönsten Kostümfilm des Jahres: Anna Karenina.

    Bild 1 von 2 © Universal Pictures
  • Ab heute im Kino: Leo Tolstois Liebesdrama.

    Bild 2 von 2 © Universal Pictures

Es ist der schönste Kostümfilm des Jahres – und ein Drama um Ehe und Moral. Während Schnee und Eiseskälte durch das Russland des 19. Jahrhunderts peitschen, schockiert die Affäre zwischen Anna Karenina (Kinghtley), der verheirateten Schwester des Fürsten, und dem militärischen Haudegegen (Aaron Taylor-Johnson) das Land. Zwar sind Klatsch und Tratsch die Essenz der Gesellschaft, doch bei wem die Flammen der Leidenschaft zu auffällig flackern, dem ist die Verachtung in den adeligen Kreisen sicher...

Anna Karenina: Modische Inspiration

Doch die epische Liebesgeschichte ist weit mehr – es ist ein Film, der die Designer in diesem Jahr zu modischen Höhenflügen inspirierte. Frauen wirbeln in weitschwingenden Stofflagen, Reifröcken, Korsagen, Boleros, Hütchen und allerhand pompösem Schmuck durch die Szenerie – Hauptdarstellerin Keira Knightley über den Kostümfilm : "Während dem Dreh fühlten wir uns sehr weiblich und unglaublich glamourös. Die Schnitte der Kostüme sind einzigartig."

Keira Knightley im WOMAN-Interview

Scheiterte Anna Karenina in der Liebe, hat Keira offenbar mehr Glück und verlobte sich im Mai dieses Jahres mit dem Musiker James Righton . Allerdings nervt es sie wahnsinnig, auf die Hochzeit angesprochen zu werden. "Ich habe nie an eine Traumhochzeit gedacht. Es treffen sich zwei Leute, lassen sich trauen und gehen dann mit Freunden einen trinken.“ Man munkelt allerdings, dass Karl Lagerfeld die Robe entwerfen wird, der Star ist auch das Aushängeschild des Hauses.

WOMAN: Anna Karenina wird rasend aus Liebe und Verzweiflung. Kennen Sie diese Emotionen aus Ihrem Leben?

Knightley: Ja, sicher, wenn auch nicht in dieser überzogenen Art. Anna Karenina trägt alle Formen der Liebe in sich. Liebe ist nicht nur Romantik, guter Sex und tiefe Verbundenheit. Liebe ist auch Schmerz und Eifersucht und Einsamkeit.

WOMAN: Meinen Sie nicht, es steckt ein Dämon in ihr?

Knightley: Ich denke, wir alle verhalten uns manchmal so, wie wir nicht sollten, und fragen uns, warum war ich so unausstehlich? Oft kann man sich diese Aggressionen nicht erklären und sagt sich: Das war der Dämon in mir. Ich kann mich gut mit Anna identifizieren.

WOMAN: Glauben Sie an die Beständigkeit einer Ehe?

Knightley: Diese Frage kann ich nicht beantworten. Das wirklich Wunderbare ist, dass man sich einen Menschen auswählt, um das Leben miteinander zu teilen. Man kann sich weder die Eltern, die Geschwister noch seine Kinder aussuchen.

WOMAN: Und was denken Sie über den Ehevertrag?

Knightley: So weit bin ich noch nicht, aber mir gefällt mein Verlobungsring gut ( lacht ).

WOMAN: Sie wurden die schönste Frau Großbritanniens, dann der Welt genannt. Was kommt jetzt, die Schönste der Galaxis?

Knightley: Ganz sicher!

WOMAN: Wären Sie enttäuscht, wenn Sie für diesen Film nicht für den Oscar nominiert werden?

Knightley: Bei jedem Film gibt man sein Bestes. Auch beim besten Drehbuch und beim besten Regisseur kann es sein, dass irgendetwas nicht zusammenpasst. Es ist großartig, nominiert zu werden, entscheidend für einen Film ist aber, ob er dem Publikum gefällt.

Interview: Barbara Poche