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Warum unsere Finger beim Baden schrumpelig werden

Jeder und jede von uns kennt das Phänomen: Liegen wir genüsslich in der Badewanne, werden unsere Finger innerhalb weniger Minuten schrumpelig. Aber warum ist dies so? Was hat sich die Evolution dabei "gedacht"? Hat diese Gegebenheit irgendeinen Nutzen?

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Warum unsere Finger beim Baden schrumpelig werden
© Thinkstock

Lange Zeit meinte man, dass einfach nur die Haut etwas anschwillt aufgrund der Wasseraufnahme. Aber neue Untersuchungen belegen, dass die ausgeprägten Rillen durch sich verengende Blutgefässe entstehen, die vom vegetativen Nervensystem gesteuert werden. Eine aktive Reaktion unseres Körpers legt nahe, dass es also einen spezifischen, evolutionären Grund geben muss für das Minigebirge auf unseren feuchten Fingerspitzen.

In diversen Tests fand nun ein Forschungsteam der britischen Newcastle University heraus, dass wir nasse Objekte oder Objekte unter Wasser mit schrumpeligen Fingern besser greifen und handhaben können, als im glatten, trockenen Zustand. Unsere Vorfahren benötigten diese Fähigkeit daher vielleicht, um einfacher und besser Nahrung in wasserreichen Gebieten zu erbeuten. Bei uns wäre es heutzutage wahrscheinlich nur mehr der Griff nach dem Shampoo oder der Badeente - aber eben doch ein sehr sicherer Griff!

via: BBC News