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In Finnland könnte man für unerwünschte Penisbilder bald ins Gefängnis gehen

Finnland plant eine Haftstrafe für unerwünschte "Dick Pics": Wer unaufgefordert Penisbilder verschickt, muss mit bis zu sechs Monaten Gefängnis rechnen.

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In Finnland könnte man für unerwünschte Penisbilder bald ins Gefängnis gehen
© iStock

Ungefragt Fotos von Genitalien zugesendet bekommen, gehört zu den weniger erfreulichen Dingen im Internet. Ein digitaler Trend, der ernst genommen werden muss. Dieser "harmlose Scherz", als der ein Dickpic oft abgetan werden, wäre allenfalls rechtlich sanktionierbar. Betroffene sollten einen Screenshot der Nachrichten machen, den Absender blockieren und zur Polizei gehen. Genaueres findet ihr hier.

Finnland: Haftstrafe für unaufgeforderte Penisfotos

Die FinnInnen gehen dagegen härter vor: Künftig soll das ungefragte Versenden sogenannter "Dick Pics" mit bis zu sechs Monaten Haft bestraft werden. Der Gesetzesentwurf soll im nächsten Jahr im finnischen Parlament diskutiert werden, so ein Sprecher des Justizministeriums gegenüber der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag.

Sexuelle Belästigung wird demnach per Definition erweitert und umfasst künftig auch "verbale Belästigung, Belästigung durch Bilder oder Nachrichten, das Fotografieren von anderen oder durch Selbstentblößung." Aktuell setzt der Tatbestand der sexuellen Belästigung in Finnland Berührungen voraus. Das könnte sich also bald ändern.

"Von dem abgesehen, dass es einfach übergriffig ist, ungefragt seine Genitalien zu präsentieren - und sei es nur digital - ist es auch einfach grauslich. Ein Penisfoto ist einfach nicht ästhetisch. Was erwartet ihr euch von so einer Aktion?", erklärt Leserin Nadine*, die unaufgefordert ein Penisbild eines Ex-Bekannten bekam. Wie oben bereits erwähnt: Frauen haben in Österreich die Möglichkeit, dies bei der Polizei zu melden.

Bist du OK?

Wenn du Opfer sexueller Gewalt geworden bist, aber dich für ein Melden noch nicht bereit fühlst, kann dir die Frauenhelpline gegen Gewalt rund um die Uhr helfen: 0800 / 222 555. Dort findest du kostenlos, anonym und jederzeit eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner.

*Name von der Redaktion geändert.

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