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FIRST CLASS in der Medizin

Gesundheit ist alles. Manch einer greift dafür ganz schön tief in die Tasche. Denn die freie Arztwahl oder eine bessere Unterbringen im Krankenhaus kosten Geld.
Trotzdem: Die Zahl der Privatversicherten steigt stetig. Doch muss eine private Krankenversicherung immer teuer sein? Und viel wichtiger: Lohnt sie sich?


FIRST CLASS in der Medizin
© Westend61 / Roger Richter

Unser Gesundheitssystem ist wahrlich kein schlechtes. Nein, sogar eines der besten. Weltweit. Wer unselbstständig erwerbstätig ist, profitiert davon – ist gesetzlich krankenversichert und bekommt somit etwaig anfallende Kosten für die Behandlung von Erkrankungen, nach Unfällen und bei Mutterschaft erstattet. Und das nicht nur während Zeiten der Anstellung, sondern auch für Zeiten der Arbeitslosigkeit. Selbst für weitere Familienmitglieder – insbesondere die eigenen Kinder – sorgt der Versicherungsschutz. Ganz gleich, bei welchem Sozialversicherungsträger – abhängig von der jeweiligen Tätigkeit – man letztlich versichert ist: Durch die Pflichtversicherungist die Grundversorgung an Gesundheitsleistungen in Österreich weitestgehend gewährleistet. Eine gute Sache.

Lange Wartezeiten. Aber wofür?

Eigentlich. Denn spätestens, wer vom Gesundheitssystem Gebrauch macht – einen Arzt oder ein Spital aufsucht –, weiß, dass nicht immer allesganz reibungslos läuft. Der große Patientenandrang in Kombination mit dem Mangel an Fachpersonal fordert seinen Tribut: Kaum Termine und lange Wartezeiten – und das für eine rasche, unpersönliche Behandlung. Um diesen gängigen Problemen aus dem Weg zu gehen, setzen zunehmend mehr – auch junge – ÖsterreicherInnen auf die Vorteile einer privaten Zusatzversicherung. Sie lassen sich ihre Gesundheit einiges kosten. Denn eine solche Zusatzversicherung ist purer Luxus, den sich nicht jeder leisten kann. Oder?

Versicherung mit Vorteilen

Doch bevor wir den Kosten auf den Grund gehen, stellen wir uns die Frage: Welche Vorteile bietet eine private Zusatzversicherung im Gesundheitsbereich tatsächlich? Grundsätzlich gliedern sich private Krankenversicherungen in zwei Teile: Sonderklasse und Wahlarzt. Während die Sonderklasseversicherung eine spezielle Versorgung bei Spitalaufenthalten – mitunter die Wahl der Klinik, die Wahl des Arztes, flexiblere Terminvergabe und bessere Unterbringung im Spital – sicherstellt, gewährt der niedergelassene Wahlarzt intensivere Beratung. Und das bei kürzeren Wartezeiten. Das Honorar ist in erster Linie vom Patienten selbst zu bezahlen und wird in weiterer Folge beim gesetzlichen Sozialversicherungsträger eingereicht – der übernommene Kostensatz variiert. Im letzten Schritt wird der noch offene Betrag an den privaten Zusatzverischerer eingereicht und wie vereinbart abgegolten.

Vergleich im Versicherungsdschungel

Bleibt die Frage: Was kostet‘s? Dass eine Krankenversicherung immer teuer ist, lässt sich pauschal nicht bestätigen. Denn das Angebot der unterschiedlichen Versicherer ist vielfältig. Je mehr Leistung die Versicherung inkludiert, desto teurer wird sie. Doch der Preis, den Versicherte letztlich bezahlen, hängt nicht ausschließlich vom Versicherungsangebot ab: So fließen beispielsweise das Alter zum Zeitpunkt des Verischerungsabschlusses (ein wichtiger Aspekt im Bezug auf die Prämie im fortgeschrittenen Alter) und etwaige Vorerkrankungen, die nicht verschwiegen werden dürfen, stark in die Versicherungsprämie mit ein. Und dennoch: Versicherungsvergleich zahlt sich aus! Worauf beim Abschluss sonst noch zu achten ist? Wir haben eine Expertin gefragt.

INTERVIEW:

mit Sabine Usaty, Vorstandsmitglied der UNIQA Österreich Versicherungen AG

»Je früher, desto günstiger.«

Das Angebot an Krankenversicherungen ist vielfältig. Wie finde ich mich zurecht?

Hier rate ich zu einer guten, persönlichen Beratung. Eine Krankenversicherungschließt man letztlich nicht nur für ein paar Monate, sondern für einen längeren Zeitraum ab. Daher ist es wichtig, mit dem Berater die eigenen Bedürfnisse und auch die finanziellen Möglichkeiten zu besprechen, um ein individuellpassendes Angebot zu finden – ein persönliches Gespräch ist hierfür am geeignetsten.

Wie teuer ist eine private Krankenversicherung?

Wie teuer eine Krankenversicherung tatsächlich ist, hängt stark vom persönlichen Bedarf und davon, wieviel Geld man investieren möchte ab. Vergleicht man beispielsweise die Prämie einer Krankenzusatzversicherung mit den Kosten eines modernen Smartphones, relativiert sich die Kostenfrage – denn eine Krankenzusatzversicherung kostet pro Jahr nicht mehr, als ein high-tech Handy. Übrigens: Je früher man in die Krankenversicherung einsteigt, desto günstiger ist die Prämie. Eine private Spitals-Krankenversicherung für Kinder bekommt man bereits ab 17,86 Euro im Monat und sichert so eine preiswerte Prämie im fortgeschrittenen Alter.

Was muss man sonst noch bedenken?

Wie gesagt: Je früher man einsteigt, desto günstiger. Und der Vergleich lohnt sich. Bei der Privatarzt-Versicherung übernehmen wir übrigens nicht nur die Kosten für Wahlarzt, Medikamente und Heilbehelfe. Auch die Kosten einer Behandlung beim Physiotherapeuten, Osteopathen oder Homöopathen werden bezahlt.

Was raten Sie Ihren Kunden?

Versichern bedeutet für die Zukunft vorzusorgen. Je älter wir werden, desto wichtiger und dringender ist der Vorsorgebedarf in allen Bereichen. Deshalb: Nicht zu lange warten – selbst kleine Beträge machen Sinn. Aktuell spart man sich bei uns während der ersten
drei Monate die Prämie für ausgewählte Produkte.

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