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#Fishnet: Diesen Trend überlassen wir den Bloggern

Kinder, wir lieben Mode. Gerne auch mit Augenzwinkern. Aber dann gibt es diese sonderbaren Fashion-Trends, die besser nur auf Instagram existieren (sollten).


#Fishnet: Diesen Trend überlassen wir den Bloggern
© Instagram/Fshnet

Was braucht es, um ein wirklich guter Fashion-Blogger zu sein? Kreativität, Geschmack, Spaß an der Mode – und, zumindest fänden wir das gut – ein Gespür dafür, was wirklich fashionable ist. Und welche Trends man auslassen kann. Weil sie einfach nur auf eine inszenierten Instagram-Foto halbwegs gut aussehen.

Nehmen wir beispielsweise Netzstrümpfe. Die werden auf Instagram unter dem Hashtag #fishnet zum aktuellen Super-Trend erklärt. Aber man trägt sie nicht mehr als erotisierende Variante zu Rock oder Kleid.... sondern unter aufgerissenen Jeans, den Bund bis über den dank Crop-Top gezeigtem Bauchnabel hochgezogen.

Ein Outfit, keineswegs alltagstauglich. Nicht nur, weil es auf der Straße in Gramatneusiedl ein klein wenig pornös aussieht, wenn die Netzstrumpfhose über dem Wamperl zwickt – nach einem Tag in Fishnet presst sich selbst am schlanksten Model-Körper nachhaltig ein Rautenmuster ins Fleisch.

Ein wunderbares Beispiel dafür, wie Mikro-Trends innerhalb einer eingeschworenen Community plötzlich viral werden. Schnell mal in die Strumpfhose gezwängt, Foto gemacht, trending Hashtag platziert.

Natürlich kann Mode auch Verkleidung sein. Aber glaubt uns: Den #Fishnet-Trend werdet ihr bereuen. So wie wir unsere Dauerwelle, Jogging Hi und karottig geschnittenen Stonewashed-Jeans aus den modisch erbärmlichen 80ies. Mit dem einzigen Unterschied, dass wir die analogen Fotos aus der Zeit nicht auf Instagram, sondern in der hintersten Ecke unserer Fotokiste haben....