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Unfassbar: Fitnesstrainer benutzte Kenianer als "Requisiten" für Workout & die Menschheit ist am Ende...

Blackfacing und reduzierende Stereotypen sind in unsere Gesellschaft noch immer eine Tatsache und lassen uns den Glauben an die Menschheit nicht selten verlieren. Und in der neuesten Ausgabe von "Was haben die sich bitte dabei gedacht?": Fitnesstrainer Russell Bateman, der Native Kenianer als "Requisiten" für ein Fitness-Video benutzte...

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Unfassbar: Fitnesstrainer benutzte Kenianer als "Requisiten" für Workout & die Menschheit ist am Ende...
© Photo by Justin Porter on Unsplash

Es gibt Videos, die einen völlig sprachlos und mit einem unguten Gefühl in der Magengrube zurück lassen. So geschehen bei dem Videoausschnitt eines Fitness-Retreats von Fitnesstrainer Russell Bateman, der augenscheinlich Massai als eine Art Requisiten für sein "Skinny Bitch Collective" (Ja. so heißt sein "exklusiver Fitnessclub" wirklich.) benutzte.

Am 8. März teilte der Blog Diet Prada auf Instagram Bilder und Videos seines jüngsten Fitness-Retreats auf Instagram. In dem Posting sieht man die Teilnehmerinnen - fast alle von ihnen weiße Frauen - beim Training, während einige Maasai im Hintergrund stehen. Auf anderen Fotos scheinen die Sportlerinnen die Kenianer für eine Art Slalom-Parkour zu benutzen, als wären sie nichts weiter als Hindernisse:

»Es ist 2019 und die Menschheit hat offenbar noch immer nicht kapiert, dass Ethnic Groups nicht dazu da sind, unsere ohnehin priviligierten Leben noch weiter auszuschmücken. Das kolonialistische Mindset lebt wohl noch immer...«

Und schnell gab es in den Sozialen Medien Kommentare:

Die "Skinny Bitch Collective"-Homepage ist derzeit übrigens nicht mehr abrufbar - angeblich wegen Wartungsarbeiten. Batemans Twitter-Account wurde außer Kraft gesetzt, sein Instagram-Account scheint gelöscht, aber laut BuzzFeed gab Bateman am 9. März ein Statement ab und entschuldigte sich. Der Trainer behauptet darin, dass sich die Maasai freiwillig den Dreharbeiten anschlossen und zugestimmt haben, gefilmt zu werden:

»Our intention was to promote a cross-cultural exchange through shared experiences, and to highlight the beauty of Kenya and its indigenous people. However, having taken a step back, we accept and understand that our content fell well short of this aim, and lacked appropriate cultural sensitivity by reinforcing colonial era stereotypes of people of color.«

Wir schütteln noch immer den Kopf und keine Entschuldigung der Welt könnte dieses inhumane Verhalten je gut machen. Fangt endlich an, nachzudenken, liebe Menschen...