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Fitnessbloggerin & behaart: Diese Frau kämpft gegen Vorurteile

Sie ist schlank, sportlich, langhaarig: Die Fitnessbloggerin entspricht allen gängigen Schönheitsidealen, nur einem nicht: Sie hat sich seit einem Jahr nicht mehr rasiert.

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Fitnessbloggerin rassiert sich nicht mehr
© instagram.com/i_am_morgie

Wenn man ihren Instagram-Feed unter i_am_morgie durchscrollt, dann kann man nicht gleich sehen, warum über diese junge Frau geschrieben wird. Nicht, dass ihr Feed uninteressant wäre: Sie ist Fitnessbloggerin, ein wenig esoterisch angehaucht und scheinbar voller Lebensfreude. Und auf ihren sportlichen Körper kann sie wirklich stolz sein! Eigentlich entspricht Morgan Mikenas perfekt den aktuellen Schönheitsidealen, wäre da nicht ein kleines Detail: Sie rasiert sich nicht.

Viele werden sich leider denken: Das passt doch gar nicht zusammen! Ein hübsches Mädel mit sportlichen Kurven und Körperbehaarung? Warum macht sie das? Mikenas hat darauf eine ziemlich klare Antwort: Selbtsbestimmung. In ihrem Youtube-Video, das mittlerweile über 1,5 Millionen Views hat, spricht sie ganz offen über ihre Gründe. "Auf der einen Seite wurde mir klar, wie viel Zeit dieser Prozess von meinem Leben wegnimmt. Wenn ich jeden Tag in der Dusche stehe, mich rasieren muss und danach den restlichen Körper sauber machen muss, dann raubt das einfach zu viel Lebenszeit.", erzählt die Bloggerin.

In ihrem Vorhaben bestätigten sie außerdem Kommentare, mit denen sie konfrontiert wurde, nachdem sie aufgehört hatte, ihre Beine und Achseln zu rasieren. "Ich arbeitete in der Kinderbetreuung und jeden Freitag brachten wir die Kids ins Schwimmbad. Natürlich waren all meine Haare an den Beinen und unter den Achseln zu sehen und die Kleinen (Kindergarten und Volkschulkinder) fingen an mich zu beschimpfen. 'Iiih, du siehst ja aus wie ein Mann.', oder 'Wäh, du hast dich ja gar nicht rasiert!.' Dies waren die Reaktionen kleiner Kinder und das schockierte mich sehr.", erzählte Mikenas.

Sie finde es unfair, nach einer Norm zu leben, die man sich nicht selbst aussuchen kann. Jede Person solle so handeln, wie sie es für richtig halte und wie man sich eben wohl fühle. Auch sie gibt zu, sich in der Vergangenheit unsauber und vor allem nicht feminin genug gefühlt zu haben, wenn sie aufs Rasieren verzichtete. Als sie dann für längere Zeit aufgehört hatte, merkte sie, wie gut sie sich fühlte.

Genau das will sie auch ihren Zuseherinnen und Zusehern vermitteln: Fühlt euch gut in euren Körpern, ihr habt nur ein Leben also genießt es so wie ihr glaubt, dass es euch am besten gehen wird. Morgan Mikenas will niemanden dazu zwingen, sich nicht zu rasieren, sie will nur darauf aufmerksam machen, dass jede Person das Recht hat, so zu leben und so auszusehen, wie er oder sie möchte. Und das ist ein verdammt gutes Lebensmotto.

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