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Fitnessstudio: Vorsicht beim Vertrag!

Die Motivation, ins Fitnessstudio zu gehen, steigt wieder. Was du vor Vertragsabschluss unbedingt beachten solltest. Und wie du den Vertrag wieder kündigst.

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Fitnessstudio: Vorsicht beim Vertrag!

Fitness ist super – nur Vorsicht vor dem Kleingedrucktem im Vertrag

© Thinkstock

Kaum sinken die Temperaturen, steigt bei uns wieder die Motivation, unseren Körper mit Workout und Fitnessübungen in Form zu bringen. Ehe du jedoch einen Vertrag bei einem Fitnessstudio unterschreibst, solltest du einige Dinge beachten, warnt nun Konsumentenschützer Georg Rathwallner von der Arbeiterkammer Oberösterreich : "Bei uns treffen immer wieder Beschwerden ein, die sich vermeiden lassen, wenn man das Kleingedruckte genau liest."

Fitnessstudio: Worauf du vor Vertragsabschluss achten solltest

Die Tipps der Konsumentenschützer:

1

Zahle Monat für Monat! Eine monatliche Zahlung ist besser als eine Jahresgebühr. Wenn man den Mitgliedsbeitrag jährlich im Voraus zahlt und es zu längeren Betriebsunterbrechungen kommt oder der Studiobetrieb überhaupt eingestellt wird (z.B. wegen Konkurs), ist es sehr schwierig bis kaum möglich die Mitgliedsgebühr zurückzubekommen. Am besten eignet sich die Zahlung mittels Einzugsermächtigung. Viele Studiobetreiber verlangen zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag eine einmalige Einschreib- oder Verwaltungsgebühr.

2

Behalte den Vertrag! Wenn es nicht von selbst geschieht, solltest du darauf bestehen, eine Kopie des Fitnessvertrages zu erhalten. Dort findest du alle wichtigen Informationen über die Vertragsdauer und Kündigungsmöglichkeiten. Behalte den Vertrag auf - mindestens solange du im Studio angemeldet bist.

3

Kurze Bindungsfristen sind besser. Wir empfehlen zunächst kurze Bindungsfristen zu vereinbaren. Nur so kannst du feststellen, ob man sich im betreffenden Studio auch länger wohlfühlen kann und ob die anfängliche Begeisterung für das Training dauerhaft anhält.

4

Bindung gilt auch für dich! Zudem ist zu beachten, dass du selbst dann an den Vertrag gebunden bist, wenn du das Trainingsangebot aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr nützen möchtest oder kannst (z.B. Zahlungsschwierigkeiten).

5

OGH-Urteil! Der Oberste Gerichtshof hat festgestellt, dass eine Bindung von 2 oder mehr Jahren zu lange für einen Fitnessvertrag ist, wenn es keine vertraglichen Möglichkeiten gibt, den Vertrag vor-zeitig aus wichtigem Grund zu kündigen (bei z. B. Krankheit, Umzug, Schwangerschaft).

6

Was ist besser – ein befristeter oder unbefristeter Vertrag? Ein befristeter Vertrag endet mit seiner Befristung. Wenn dich das Unternehmen vor Vertragsende auf die Kündigungsmöglichkeit hinweist und du nicht darauf reagierst, verlängert sich der Vertrag automatisch. Ein unbefristeter Vertrag läuft weiter, bis er gekündigt wird. Die meisten Fitnessverträge sehen dabei eine bestimmte Mindestvertragsdauer vor. Nach Ablauf dieser Mindestbindung bleibt der Vertrag bis zur Kündigung weiterhin bestehen.

7

Wie kündige ich den Vertrag im Fitnessstudio? Wenn du den Vertrag kündigst, musst du auf die Einhaltung der im Vertrag vorgesehenen Kündigungsfristen achten. Wenn ein Fitnessvertrag zum Beispiel eine einmonatige Kündigungsfrist vorsieht, dann muss das Kündigungsschreiben spätestens einen Monat vor dem geplanten Vertragsende beim Unternehmen eingelangt sein. Aus Beweisgründen empfehlen die Kosumentenschützer, die Kündigung eingeschrieben (am besten auch noch mit Rückschein) aufzugeben und sich das Kündigungsschreiben und den Postaufgabebeleg gut aufzuheben. Du kannst auch eine Kündigung im Studio abgeben. Dabei solltest du dir die Übernahme des Kündigungsschreibens auf einer Kopie mit Datum, Firmenstempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Thema: Fitness