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Fix zam: Und wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?

Diese Frage stellen wir ab sofort - vom frisch verliebten Pärchen bis hin zu Ehepaaren, die die goldene Hochzeit längst hinter sich haben. All ihre "Kennenlern-Geschichten" lest ihr ab sofort in unserer WOMAN Lovestory!

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Fix zam: Und wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt?
© Privat

Manche Paare kennen sich seit der 1. Klasse Volksschule, andere hat ein verrückter Zufall im hohen Alter zusammen geführt. Was auch immer eure Lovestory ist - wir wollen sie wissen! Deshalb sind wir für unserer Serie auf der Suche nach euren Geschichten. Schickt uns doch einfach ein Mail mit dem Betreff "WOMAN Lovestory" an online@woman.at ! In Teil 9 der Serie erzählt uns Martina, wie ihr Lovestory mit dem "Junior Chef" begann:

Die letzten 15 Jahre waren wirklich turbulent, aber auch super schön und lustig. Los ging’s mit unserer Fix Zam-Story, als ich mit 22 bei einem Bewerbungsgespräch mit meiner zukünftigen Schwiegermutter gelandet bin. Ich habe mich damals als Sekretärin beworben und machte zum Glück gleich einen wunderbaren Eindruck. Schließlich wurde ich eingestellt und an meinem ersten Arbeitstag im Büro hätte ich mir wirklich nicht gedacht, dass mein künftiger Ehemann nur ein paar Zimmer weiter sitzt . Thomas hatte zwar mit Carthago Österreich ein eigenes Reisemobil-Unternehmen gegründet, seine Firma war aber im Gebäude seiner Eltern untergebracht.

Anfangs kannte ich seinen Namen gar nicht. Für mich war er immer nur der „Junior Chef“ . Er war damals vergeben und ich hatte wirklich nicht im Sinn, mit ihm etwas anzufangen. Ich hab auch nie darüber nachgedacht, ob er mir gefallen würde oder nicht. Schließlich landeten wir im Herbst dann zusammen auf einer Caravan Messe, bei der auch seine Freundin zwei von vier Tagen mit dabei war. Irgendwie hatte ich Spannungen zwischen uns Frauen gespürt. Ich hab mir wirklich nichts dabei gedacht, die Stimmung war aber irgendwie unangenehm.

Das erste Mal, dass ich in Thomas wirklich ein bisschen mehr als einen netten Kollegen gesehen habe, war bei der Weihnachtsfeier . Zu diesem Zeitpunkt war er wieder Single. Er war krank und hatte eigentlich abgesagt. Irgendwie hat mich das schon sehr traurig gemacht. Ich dachte: „Schade, dass er nicht dabei ist!“ Und dann tauchte er plötzlich auf! Da hab ich mich von Herzen gefreut. Ich war an diesem Abend Autofahrerin. Als wir dann später noch mit ein paar Kollegen in einen Club nach Wr. Neustadt fuhren, hab ich bemerkt, wie nervös ich eigentlich war. Ich hab sogar bei einer blinkenden Ampel gestoppt, weil ich komplett durch den Wind war. Und als wir dann miteinander tanzten, sprühten die Funken. Also... Thomas hat mir später einmal erzählt, ich hätte bei einem Song lauthals mitgegrölt und ständig „I love you“ in sein Ohr gesungen . Er hat da schon einiges rein interpretiert. Ich war aber einfach so gut drauf und hab mich gefreut, dass ich tanzen kann :D Später habe ich dann auch erfahren, dass er wegen mir krank zur Weihnachtsfeier gekommen ist.

Wir hatten dann über Weihnachten Betriebsurlaub und ich ging meinem Nebenjob in einer Cocktailbar nach. Thomas kam dann öfter abends vorbei, um mich zu besuchen... und sein Interesse zu bekunden. Ich hab mich immer sehr gefreut, muss ich sagen. Seit der Weihnachtsfeier ist er mir einfach nicht aus dem Kopf gegangen und ich musste mir dann eingestehen, dass ich ihn doch sehr interessant finde... und dass ich ihn mag. Das Lustige: Meine Familie und mein kompletter Freundeskreis hatten schon lange mitbekommen, dass mir Thomas gefällt. Da wusste ich nicht einmal selbst noch etwas davon.

»Ich bin dann morgens extra früh aufgestanden und frühstücken gefahren, damit ich dann später offiziell vorfahre und in die Firma komme.«

In diesen Weihnachtsferien hat er mich dann mit seinem Nobelhobel abgeholt. Oder wie mein Vater sagen würde: „Mit der Schlampenschleuder“ :D Wir sind dann in die Nebenortschaft zum Essen gefahren. Mir war das damals schon wichtig, dass uns am Anfang noch niemand zusammen sieht. Fix zam waren wir dann so gegen Mitte Jänner, als ich dann auch ein paar Mal bei ihm übernachtet habe. Er hatte seine Wohnung über dem Firmengebäude. Ich bin dann morgens extra früh aufgestanden und frühstücken gefahren, damit ich dann später offiziell vorfahre und in die Firma komme. Ich wollte nicht, dass die Kollegen mein Auto stehen sehen. Das haben wir ein, zwei Monaten so gehalten. Ich hab ihn dann eines Tages einfach gefragt: „Wie schaun wir aus? Sind wir jetzt eigentlich fix zam? “. Das ist lustig, dass eure Serie so heißt, weil ich ihn wirklich genau so gefragt habe. Ich bin einfach ein Typ, der eine klare Ansage braucht. Er meinte dann: „Ja klar!“ Für ihn war es eigentlich ganz eindeutig, ich wollte einfach nochmal die Bestätigung.

In der Arbeit haben wir es zuerst seinen Eltern erzählt. Den Kollegen dann erst nach und nach bzw. haben sie es dann einfach bemerkt. Wir haben es auf alle Fälle nicht an die große Glocke gehängt. Mittlerweile haben wir zwei gemeinsame Söhne und wir arbeiten noch immer gemeinsam im Unternehmen „Campingworld Neugebauer GmbH“, das die letzten Jahre zum Glück immer mehr und mehr gewachsen ist.

Meine Familie und meine Freunde waren dann übrigens sehr froh, dass wir zusammengekommen sind. Die haben das schon lange geahnt und haben sich dann auch sehr für uns gefreut. Und in meinem Heimatort Leobersdorf war Thomas als Wr. Neustädter auch sehr willkommen. Er hat sich super eingelebt und die Leobersdorfer mögen & schätzen ihn auch wirklich sehr.

Bist du auch in einer festen Beziehung & möchtest deine Kennenlern-Geschichte mit uns teilen? Schreib uns eine Mail an online <AT> woman.at und schick uns am besten auch gleich ein Foto von dir und deinem Schatz mit!

Hier kannst du die Folgen nachlesen: