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Diese 11-Jährige Unternehmerin trotzt dem Rassismus

Die 11-Jährige Kheris wurde wegen ihrer dunklen Hautfarbe regelmäßig gemobbt. Doch die Kleine hat sich nicht unterkriegen lassen und ihre eigene Modemarke gegründet. Ihre Shirts tragen jetzt sogar Stars!

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Flexin in My Complexion
© twitter.com/kherispoppin

Kheris Rogers musste schon in der ersten Klasse die bösen Worte ihrer MitschülerInnen über sich ergehen lassen. Kheris Haut ist sehr dunkel und sie stach neben ihren vier ebenfalls dunkelhäutigen KollegInnen immer etwas aus der Masse raus. Doch anstatt die Vielfältigkeit anzusprechen und ein positives Bild zu vermitteln, behandelten sogar die Lehrenden sie anders. Trotz eines Schulwechsels, wurde es nicht besser. Dies veranlasste die ältere Schwester, ein Foto von der damals 10-jährigen Kheris auf Twitter zu posten. Sie wollte, dass die Kleine sich durch den Zuspruch von anderen UserInnen besser fühlt und schrieb #FlexinInHerComplexion unter das Bild.

Dieser Spruch "Flex in your Complexion" gehörte schon seit Jahren zur Familiensprache und wurde von Kheris Oma eingeführt. Locker übersetzt bedeutet er "Stärke zeigen mit der eignen Hautfarbe". Der Hashtag wurde zu einem großen Erfolg und diverse Stars und InfluencerInnen posteten ihn auf ihren Accounts. Und dann kam den Schwestern eine Idee: Sie begannen, T-Shirts mit dem Slogan zu produzieren. Ihre Mutter gab ihnen 100 Dollar zum Start, doch die hatten sie bald wieder herinnen, denn Stars wie Alicia Keys oder die Schauspielerin Lupita Nyong'o trugen die Shirts und promoteten die junge Marke "Flexin' in my Complexion" auf ihren Social Media Accounts. Mittlerweile ist die 11-jährige Kheris nicht nur eine Unternehmerin, sondern auch ein Model. Für eine Kampagne von Nike stand sie schon vor der Kamera.

Flexin
Fliexin' In My Complexion-Shirts

Doch das Wichtigste für Kheris ist, dass sie sich nun besser in ihrer eigenen Haut fühlt. "Mein Selbstbewusstsein ist jetzt auf Level 10 Millionen. Das könnt ihr euch gar nicht vorstellen, denn zuvor war mein Selbstbewusstsein auf Level Minus 1" , so Kheris in einem Gespräch mit CNBC. Sie habe das Mobbing hinter sich gelassen und würde sich nun nur auf die Zukunft konzentrieren. Und diese schaut nicht schlecht aus, für die 11-Jährige, die mit ihrem Unternehmen schon über 100.000 Dollar gemacht hat.