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Sind Flipflops ungesund?

Sämtliche Badewaschln dieser Welt werden nun leidend aufheulen: Flipflops sind leider gesundheitstechnisch gesehen eher ein Flop.

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Sind FlipFlops ungesund?
© Digital Vision.

Sie sind doch die bequemsten Schuhe der Welt: Flipflops. Oder doch nicht? Die Huffington Post befragte dazu Podologinnen und fand heraus, dass die Vertreter aus der Gruppe der Zehenstegsandalen gesundheitstechnisch leider eher ein Flop sind. Bevor nun jedoch alle entsetzt ihre Schlapfen von sich werfen: Auch Stöckelschuhe sind ja nicht gerade Gesundheitsschuhe, aber wir verbieten sie uns nicht komplett. Die Abwechslung macht es aus!

Die gesundheitlichen Aspekte, die gegen Flipflops sprechen:

Zehen: Der winzig schmale Streifen zwischen den Zehen gibt nicht genügend Halt für den Fuß. Daher verkrampfen wir mit FlipFlops bei jedem einzelnen Schritt die Zehen, damit der Schuh auch wirklich bei uns bleibt. Diese wiederholte Bewegung kann auf Dauer eine schmerzhafte Sehnenentzündung hervorrufen. darüber hinaus kann das Tragen von FlipFlops eine sogenannte Hammerzehe beziehungsweise einen unschönen Hallux valgus begünstigen.

Knochen: Erstaunlicherweise kann exzessives Tragen von Flipflops mit dünner Sohle zu minimalen Frakturen im Fuß führen, da Erschütterungen nicht abgefedert werden.

Der Raum zwischen den Zehen: Das Problem kennen wohl viele Flipflop-Trägerinnen: Das Bändchen zwischen den Zehen reibt oftmals auf der Haut und beschert damit Blasen.

Alles aufwärts vom Knöchel: Da ein Flipflop nicht die gleiche Unterstützung bietet wie beispielsweise ein geschlossener Schuh, verändert sich beim Tragen die Art, wie wir gehen. So macht man beispielsweise kleinere Schritte, hebt die Beine nicht so sehr und "schlapft" regelrecht vor sich hin. Ständige Veränderungen unserer Gangart haben Einfluss auf den gesamten Körper, insbesondere Hüften, Knie, Rücken sowie Knöchel.

Fußsohle: Der Fuß ist in einem Flipflop in ständiger Bewegung, erzeugt dabei Reibung und diese kann wiederum Blasen - vor allem in Kombination mit Schweiß - erzeugen. Zusätzlich kann aufgrund der ungenügenden Stützung der Fußsohle sich die Aponeurosis plantaris, eine Sehnenplatte, entzünden.

Worauf solltest du beim Flipflop-Kauf achten?

1

Die richtige Größe: Auch wenn nichts auf der Seite drücken kann oder man ja auch aus zu großen Flipflops nicht rausrutscht, sollte man sich die richtige Größe zulegen. Zehen sowie Ferse sollten auf keinen Fall "überhängen".

2

Der Biegetest: Lässt sich ein Flipflop leicht in der Mitte biegen, dann Finger weg davon. Einzig dort, wo der Fußballen aufliegt, sollte sich die Sohle beugen können.

3

Besser auf eine dickere Sohle setzen, die eventuell sogar das Fußgewölbe dank Polsterung stützt.

4

Bei den Bändern eher breitere Modelle bevorzugen.

5

Hochwertige Materialien, wie weiches Leder oder Baumwolle, können Irritationen verringern.

6

Auch hochwertige Flipflops haben Abnützungserscheinungen: Nach ein paar Jahren intensiver Nutzung kann man sich ruhig ein neues Paar gönnen.

Thema: Schuhe