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WOMAN testet: Floating

Unsere Redakteurinnen Katharina und Melanie haben für euch "Floating" getestet - was das ist? Lest hier ihren Erfahrungsbericht!

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WOMAN testet: Floating
© Thinkstock

"Beim Floating erleben Sie Entspannung pur, effektive Regeneration, eine Verbesserung des Hautbildes und totale Ausgeglichenheit", das verspricht Doris Kleveta vom "TimeOutSpa" im 6. Wiener Gemeindebezirk. Da müssen wir hin, denken wir uns und buchen sofort einen Termin (1 Stunde Floating = € 66,-). Insgesamt zwei Stunden sollen wir uns fürs Floaten Zeit nehmen, empfiehlt uns die Spa-Inhaberin. Damit wir auch wirklich zur Ruhe kommen können. Ideal ist's übrigens direkt nach dem Mittagessen oder abends, wenn man müde ist. "Da gelingt das Loslassen besser", erklärt die Expertin.

Also finden wir uns Samstagnachmittag nach einem deftigen Gulasch (yummy!) in ihrem Wellness-Stüberl ein – einer kleinen Wohlfühl-Oase mitten im Stadtzentrum. "Die Leute mögen das familiäre Ambiente", berichtet Doris Kleveta, deren Schwester einen Stock über dem Spa-Bereich ein schmuckes Hotel inklusive Café betreibt.
Während wir in die Bademäntel schlüpfen, gibt's genaue Instruktionen: "Beim Floating schwebt man schwerelos in einer großen Wanne im körperwarmen, mit Naturkristallsalzen angereicherten Wasser. Das hat denselben Effekt wie ein Bad im Toten Meer." Völlig abgeschirmt von äußeren Reizen, keine Entspannungsmusik, keine bunten Bilder an den Wänden, einfach nur Ruhe. Der Schwebezustand soll sogar die Produktion von Glückshormonen ankurbeln und das Immunsystem stärken. Juhu, also ab ins Becken! Die Expertin beschwichtigt allerdings: "Völlige Ausgeglichenheit erreichen nicht alle beim ersten Floating-Versuch. Das Fallen lassen fällt manchen anfangs ziemlich schwer." Und sie setzt noch eins drauf: "Tratschen ist nicht erlaubt." Das lässt uns ein bisschen zweifeln: Was, wenn der Entspannungseffekt nicht eintritt und wir eine Stunde lang gelangweilt im Wasser treiben? Probieren wollen wir es aber trotzdem.

Langsam tapsen wir ins Becken und legen uns zurück. Nur irgendwie ist's nicht wirklich bequem. Wir legen die Hände in den Nacken … Taugt uns nicht so recht. Wir klemmen eine Schwimmnudel unter unseren Kopf … Auch das fühlt sich nicht komfortabel an. Zirka fünf Minuten dauert es bis wir unsere optimale Liegeposition gefunden haben: kerzengerade mit den Ohren unter Wasser (das Rauschen lässt alles andere leichter ausblenden). Und schon schweben wir dahin und kommen langsam ganz zur Ruhe. Wir nehmen einander nicht mal mehr wahr. Nach gefühlten zehn Minuten klopft's an der Tür: "Eine Stunde wäre jetzt um", ruft Doris Kleveta. Kaum zu glauben, dass die Zeit tatsächlich wie im Flug vergangen ist. Verschlafen steigen wir aus dem Pool - unsere innere Uhr hat auf Slowmotion umgeschaltet. Gut, dass morgen Sonntag ist …

Thema: Wellness