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FOMO: Immer Angst, etwas zu verpassen? So überwindest du's!

Du sagst zu jeder Party, zu jedem Treffen "Ja", weil du Angst hast, den Abend deines Lebens zu verpassen? Absoluter Blödsinn. Warum? Verraten wir dir hier!

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FOMO: Immer Angst, etwas zu verpassen? So überwindest du's!
© Photo by Kelsey Chance on Unsplash

Ja. Bis vor ein paar Jahren war ich genauso wie ihr. Ich hatte immer das Gefühl, zu jedem Plan, zu jeder Party, zu jedem Kaffee-Date und jedem After-Work-Spritzer JA sagen zu müssen. Sobald mich jemand einlud, hatte ich den Reflex, zuzusagen - das ist aber gar nicht immer so gut. Die ganze Ja-Sagerei und vor allem die Angst, den Abend meines Lebens zu verpassen, machten mich zunehmend müde und erschöpft.

Sogar ein Wort, oder besser gesagt ein englisches Acronym gibt es dafür: FOMO - also "fear of missing out" -, oder zu Deutsch "die Angst, etwas zu verpassen". Bis in das Oxford Dictionary hat es der Begriff geschafft und wird dort folgendermaßen beschrieben: "Die Angst, dass gerade ein interessantes Event stattfindet, bei dem man selbst nicht ist. Oft ausgelöst durch Posts, die man auf Social Media sieht. "

Die FOMO ist also sozusagen ein Massenphänomen. FOMO ist in verschiedensten Kulturen, Altersgruppen und bei unterschiedlichsten Persönlichkeitstypen allgegenwärtig und weit verbreitet. Es hängt auch stark mit der Nutzung sozialer Medien zusammen, was nicht wirklich verwunderlich ist. Insgesamt erleben es alle bis zu einem gewissen Grad - und wir meinen wirklich ALLE .

Woher kommt die Angst, etwas zu verpassen?

Die Angst davor, etwas zu verpassen, entspringt im Kern unserem tiefen menschlichen Verlangen, mit anderen verbunden zu sein. Es handelt sich dabei um eine klassische Theorie in der Psychologie, die als sozialer Vergleich bezeichnet wird. Das heißt, wir bestimmen unseren eigenen sozialen und persönlichen Wert basierend darauf, wie wir uns gegen andere behaupten. Wissen wir, dass wir uns nicht mit anderen vergleichen sollten? Eh klar. Aber ist das Ganze leichter gesagt als getan? Absolut. Der soziale Vergleich wird auch von der Angst getrieben, dass unsere eigenen Lebenserfahrungen nicht gut genug sind, was infolge einen Kreislauf aus Angst und Negativität auslöst.

Wie oft waren wir in Situationen, in denen wir uns gegen Pläne mit Freundinnen und Freunden aussprachen oder die Wahl trafen, zu Hause in unserem Pyjama zu bleiben, nur um am nächsten Morgen unser Handy in die Hand zu nehmen und Dutzende von Fotos und Instagram-Storys anderer Leute zu sehen, die allem Anschein nach die beste Zeit ihres Lebens hatten? Es ist kein schönes Gefühl. Denn nicht zuletzt geht es bei FOMO um Neid. Und was auch immer unsere Eltern sagen mögen, es ist alles andere als ein neues Phänomen. Es wird nur ernsthaft verschärft, weil wir rund um die Uhr Zugang zu den Erlebnissen und Erfahrungen anderer Menschen haben ... auf Social Media.

Warum wir keine Angst haben sollten, etwas zu verpassen

FOMO verstärkt nicht nur die gefährliche Denkweise, dass unser Leben nicht gut genug ist, sondern hat nachweislich auch negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit und Produktivität. Eine Studie ergab, dass FOMO zu Müdigkeit, Stress und vermindertem Schlaf führte. Eine andere stellte fest, dass FOMO mit einer schlechteren Stimmung und Lebenszufriedenheit in Verbindung gebracht wurde, eine große Belastung. Deshalb ist es so wichtig, den Kreislauf zu durchbrechen. 4 Tipps!

Wie du die Angst, etwas zu verpassen, überwinden kannst

1. Akzeptiere es

Ein bisschen FOMO zu verspüren ist absolut normal und menschlich. Wir sind nicht schwach oder neidisch, nur weil wir uns schwer tun, zu anderen "Nein" zu sagen.

2. Ändere dein Denken

Jedes "Ja", das du äußerst, ist mit unzähligen "Neins" verbunden. Wer immer und überall dabei sein "muss", sagt "Nein" zu Ruhe, einem freien Terminkalender, Hobbys, Me-Time und etwas Durchatmen. Wir können nicht immer zu allem "Ja" sagen und das ist etwas, das man erst lernen muss.

3. Verbringe weniger Zeit auf Social Media

Das Ziel? Nicht mehr als eine Stunde Social Media pro Tag. Klingt ambitioniert, ist aber möglich. Apps wie Offtime, Flipd oder Moment können helfen.

4. Sei dankbar

Anstatt sich immer mit Menschen auf Social Media zu vergleichen und alles negativ zu sehen, könntest du auch einfach Dankbarkeit praktizieren. Schreibe beispielsweise jeden Tage drei Dinge auf, für die du heute dankbar warst. Das kann enorm helfen, die schönen Dinge in deinem Leben zu sehen - selbst dann, wenn du manchmal Events "verpasst" ... ;-)

Thema: Psychologie

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