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Allein unter Männern

Ein Sport für harte Jungs! Beim Football rangeln stämmige Testeosteronbolzen um ein Leder-Ei. Die WOMAN-Redakteurinnen Kathi Domiter und Melanie Zingl waren mittendrin. Und so viel schon einmal vorweg: Sie haben überlebt!

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Allein unter Männern
© AF-PHOTOS

„Jetzt gibt’s erstmal eine Einschulung in Sachen Styling. Das ist neben dem Können besonders wichtig, schließlich wollen wir ja cool ausschauen”, scherzt Martin Winkler, ehemaliger Nationalteamspieler und Linebacker bei den Danube Dragons. Bevor’s aber ans Fashion-Feintuning geht, müssen wir erst einmal die Ausrüstung anlegen. Kein leichtes Unterfangen, den Brustschutz anzuziehen.

Nachdem wir alle wichtigen Schutzteile doch noch angelegt haben, geht’s auch schon hinaus aufs Feld zum großen Warm-Up. Auf uns wartet eine Horde von über 70 Männern (Aus so vielen besteht eine komplette Football-Mannschaft!). Wir haben Angst! Kaum einer von ihnen ist kleiner als 1,80. Und die meisten so stämmig, dass sie es mit zehn Securities gleichzeitig aufnehmen könnten. Das eigentliche Training absolvieren wir dann aber mit nur zwei Profis (Die anderen Spieler waren wohl zu feig ;-)), die uns zeigen wollen, wie man richtig tacklet, wie der Football geworfen und im Optimalfall vom Gegenüber gefangen wird. Ein schneller Crashkurs in Sachen Football eben.

Während der Rest der Mannschaft Taktiken übt, versuchen wir, das Spiel überhaupt erstmal zu verstehen (Das hat man davon, wenn man sich beim Superbowl nur auf die Showacts konzentriert und sich beim Spiel überlegt, welche Soßen am besten zu Hamburger und Nachos passen …) Doch Trainer Martin hat das Grundprinzip des Football-Sports eigentlich recht schnell erklärt: „Einer hat den Ball und alle anderen hauen sich drauf!” Klingt logisch. Und hört sich ziemlich lustig an! Also rein ins Getümmel! Oder auch nicht … Denn zuerst muss einmal das Werfen und Fangen gelernt werden.

Nachdem wir das einigermaßen drauf haben, geht’s ans Tackeln! Berührungsängste sind dabei tabu! Unsere Chance die Bad Boys einmal so richtig in die Arme zu schließen! Was wir da noch nicht wissen: Schwitzende Achselhöhlen müssen dabei ohne mit der Wimper zu zucken in Kauf genommen werden. Wie sich herausstellt, ist das allerdings das kleinste Übel: À la Rambo stürzen wir uns zwar auf die harten Jungs drauf (blaue Flecken inklusive!), die aber rühren sich keinen Zentimeter vom Fleck. Uns fehlen einfach die Muckis. Aufgeben wollen wir aber trotzdem nicht. Während wird im simulierten Match das Werfen und Abwehren üben, machen die Profis nebenbei easy ein paar Liegestützen und schnappen uns den Ball – ohne viel Aufwand – dann doch noch vor der Nase weg. Nach gefühlten 734 Versuchen, immerhin einen Touchdown zu schaffen, steht fest: Wir geben auf! Aus uns werden keine Footballerinnen. Froh sind wir trotzdem – dass wir unversehrt das Feld verlassen können…

Thema: WOMAN testet