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Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Wir Frauen sind nicht perfekt, aber trotzdem entzückend - Fotograf Konstantin Reyer über die Schönheit der Frauen auf ihre ganz eigene Art und Weise.

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Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Wir sind nicht perfekt, haben Makeln, Fehler und Schwächen, aber jeder Mensch ist auf seine Art und Weise wunderschön. Trotzdem stellt sich immer wieder die Frage: "Wie sehen wir uns, wie sehen uns andere und spielt uns unsere Wahrnehmung nicht auch manchmal einen Streich?" Wer kann dies besser versuchen zu beantworten, als ein Fotograf, der jedes kleinste Detail, jede kleinste Bewegung vor die Linse bekommt. Wir sprachen mit Konstantin Reyer (konstantinreyer.com), der seine Leidenschaft zu seinem Beruf machte, über die besten Seiten einer Frau.

WOMAN: Erzähle uns etwas über deine Person, Vorlieben, Hobbys usw.?

Reyer: Ich bin in Wien geboren und aufgewachsen. Nach meiner Matura absolvierte ich den Zivildienst und nach einem Jahr fing ich an zu studieren. Nach nur mäßigem Erfolg wechselte ich meine Studienrichtung und vertiefte meine Leidenschaft zur Musik. Ich liebe es zu kochen und gut zu essen. Ich liebe die Natur, aber auch das Wiener Stadtflair, vor allem aber meine Familie und meine wunderschöne Freundin. Ich liebe es zu reisen und habe besonders zu New York einen starken Bezug. Insbesondere "the most impressive place" - Brooklyn!

WOMAN: Wann entstand deine Leidenschaft zu fotografieren?

Reyer: Ab dem Zeitpunkt meiner Matura war ich stets neben meinem Studium berufstätig. In den ersten Jahren arbeitete ich im Kunsthistorischen Museum und entdeckte zum ersten Mal die alten Meister - das war für mich sehr inspirierend. Mit meinen Ersparnissen kaufte ich mir dann meine erste DSLR und verbrachte ganze Wochen und Nächte damit, ein Gefühl für Blende und Verschlusszeit zu bekommen. Auch Bücher und mein ehemaliger Deutschprofessor, der mir viel über Komposition und Bildwirkung beibrachte, waren wichtige Bezugspunkte in meinen Anfängen. Es hat mich immer schon fasziniert, Momente einzufangen bzw. festzuhalten und ich verschonte wirklich fast niemanden. So kam ich vor ca. 4 Jahren zu meinem ersten Auftrag: Pressefotos für eine Band. Seitdem bin ich nicht mehr zu bremsen und obwohl schon einiges zur Routine geworden ist, liebe ich meinen Job, das Fotografieren, noch genau so wie damals, als ich meine Cam zum ersten Mal in der Hand hielt.

WOMAN: Wenn du Frauen fotografierst, sind das dann nur Models oder auch "normale" Frauen?

Reyer: Ich arbeite grundsätzlich sehr viel mit Künstlern und kreativen Menschen (junge Schauspieler/innen, Musiker/innen) aber ich halte auch guten Kontakt zu Modelagenturen, wenn ich zum Beispiel gezielt einen bestimmten Typ von Frau bzw. Mann für ein Projekt suche. Meiner Meinung nach gibt es keine "normalen" Frauen in dem Sinn - jeder Mensch, jede Frau ist schön auf seine/ihre Art und Weise - und für mich als Fotograf ist es eine der schönsten Aufgaben Menschen zu zeigen, so wie sie sind. Das ist ja auch das tolle daran, wenn man "People" fotografiert - es ist ein Prozess von der anfänglich oft verhaltenen Kennenlernphase bis hin zum letzten Foto. In der Hinsicht sind alle Frauen gleich zu betrachten.

WOMAN: Wie können sich Frauen, deiner Meinung nach, vor der Kamera von ihrer besten Seite zeigen?

Reyer: Meiner Meinung nach grundsätzlich natürlich, aber es muss auch immer passend zum Konzept sein. Viele junge Mädchen haben einen gewissen Hang zur Übertreibung, zur Überinszenierung, wenn sie vor einer Kamera stehen. Damit kann ich persönlich wenig anfangen. Aber es ist ja auch ein Unterschied, ob ich z.B. eine Architektin porträtiere oder eine Fashionserie fotografiere. Kommunikation in der "People"-Fotografie ist meiner Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg. Es muss eine positive Beziehung zwischen Fotograf/in und zu Fotografierenden entstehen. Wenn eine solche nicht gegeben ist, ist es umso schwerer für den Fotografen/in.

WOMAN: Und wie im "echten" Leben?

Reyer: Ich denke, dass es im echten Leben keine Norm für eine "beste Seite" gibt. Da ist quasi alles erlaubt!

WOMAN: Lasziver Blick, schüchtern oder doch ganz natürlich, wie kommen Frauen am besten auf Bildern an?

Reyer: Zu fotografierende Personen können/sollen/müssen Emotionen auslösen - es ist ein Zusammenspiel zwischen Fotograf und Model. Ein lasziver Blick löst beim Bildbetrachter ein anderes Gefühl aus als ein schüchterner Blick. Authentizität ist hierbei das wichtigste. Lasziv, schüchtern, böse, etc. ist gut, aber es muss zum Konzept passen. Es gibt einfach keine richtige Formel dazu.

WOMAN: Hast du einen Rat für Frauen, die sich gerne fotografieren lassen würden?

Reyer: Sucht euch unbedingt einen Fotografen oder Fotografin, bei der ihr euch wohlfühlt. Ist die Stimmung gut - sind die Fotos (meistens) gut. Trefft euch vorweg mal, lasst euch Bilder zeigen und macht euch selbst Gedanken, was ihr wollt und was ihr euch erwartet.

WOMAN: Warum bist du anders als die anderen Fotografen?

Reyer: Ich finde, dass so viele junge Menschen so ein extrem hohes Potential haben ihre Träume zu verwirklichen, ob es nun Fotograf oder ein anderer Beruf ist, spielt keine große Rolle, uns verbindet alle eine gewisse Passion. Ich glaube jedoch, dass jeder eine andere Herangehensweise hat. Manche sind schnell mit einem Ergebnis zufrieden, andere streben stattdessen nach Perfektion. Man muss sich seine Ziele höher als hoch stecken und seinen Ar*** aufreißen und immer 100% geben - das klang jetzt ein wenig hart - aber ich bin fest davon überzeugt, dass jeder Mensch so gut wie alles erreichen kann. Das einzige Schwierige daran ist, genau das zu finden, worin man gut ist ...

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