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5 Fragen, die DU beim Job-Interview stellen solltest

Bei einem guten Vorstellungsgespräch wirst nicht nur du mit Fragen gelöchert – sondern du stellst auch einige. Welche fünf das unbedingt sein sollten.

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5 Fragen, die DU beim Job-Interview stellen solltest
© Thinkstock

Jeder, der schon einmal ein Vorstellungsgespräch hatte, kennt die Situation. Du sitzt wie auf einem heißen Stuhl vor deinem künftigen Arbeitgeber, kämpfst gegen deine Nervosität, schwitzige Hände, bibbrige Stimme und die Angst vor fiesen Fangfragen. Dazu sieht dein Gegenüber auch noch so aus, als würde es ganz dringend eine Tasse Kaffee benötigen...

Ganz selten entwickelt sich bei einem Job-Interview ein entspannter Dialog. In den meisten Fällen wird man gelöchert und versucht darob verzweifelt, den Fragen-Parcours elegant zu nehmen. Dabei, so raten Karriere-Profis, solle man durchaus in die Offensive gehen. Und auch Fragen zum Unternehmen stellen. Damit signalisiert man Interesse, Vorbereitung, gestaltet das Gespräch angenehmer – und findet zudem heraus, ob der Job tatsächlich für einen geeignet ist.

Diese 5 Fragen solltest du stellen:

1

Wie ist die Unternehmenskultur? Unternehmenskultur bedeutet mehr als Gratis-Kaffee vom Automaten, Kantine oder das Diensthandy (das sind reine Incentives). Viel wichtiger sind Prozesse oder der Ablauf von Meetings in einer Firma. Ist diese streng hierarchisch und gibt es einen streng festgelegten Codex, wer wann zu Wort kommen darf – dann ist es vermutlich nicht die richtige Atmosphäre für einen kreativen, exponierten Charakter. Du solltest dich also erkundigen, ob Jour Fixes eher interaktiv abgehalten werden oder man nur dann den Mund aufmachen sollte, wenn man direkt angesprochen wird...

2

Wie wird Erfolg gemessen? Eine ganz entscheidende Frage! Nur weil man dringend einen Job sucht und alleine schon die Möglichkeit des Vorstellungsgespräches ein Wahnsinn ist, sollte man trotzdem nicht vergessen, nach den Erfolgskriterien für die Position zu fragen. Nur so kannst du rausfinden, welche Erwartungen bei einer Anstellung in dich gesetzt werden – und ob du bereits bist, diese zu erfüllen. Eine charmante Variante: "Wenn heute mein 100ster Arbeitstag in Ihrem Unternehmen wäre, nach welchen Kriterien würden Sie meine bisherigen Erfolge bewerten?"

3

Wie war die Stelle zuvor besetzt? Wenn in einem Unternehmen eine Position vakant wird, dann gibt es meist auch eine Geschichte dazu. Wurde der Vorgänger befördert? Ist er auf eigenen Wunsch gegangen – oder wurde er gekündigt? Was waren die Gründe für den Weggang? Oder ist es eine neue Stelle, die nun erstmals besetzt wird? Weil das Unternehmen expandiert? Oder weil Stellen zusammengestrichen werden? Beim Vorstellungsgespräch traut man sich meist nicht, diese Fragen zu stellen. Dabei kannst du nur durch sie herausfinden, wie die Ansprüche an die Position sind und wie diese in der Vergangenheit erfüllt wurden. War man mit dem Vorgänger sehr zufrieden? Und was waren die Gründe dafür? Wichtiges Wissen, dass dir später weiterhelfen kann...

Keine falsche Scheu. Wer fragt, gewinnt.
4

Gibt es noch offene Fragen zu meinem Lebenslauf? Du fürchtest, dass du mit dieser Frage auf etwaige Mängel in deiner Bewerbung hindeutest? Quatsch, wie Karriere-Profis wissen. Und zwar aus taktischen Gründen. Denn bei einem Vorstellungsgespräch bis du wie ein Verkäufer, der seine Talente anpreist. Wenn du den Interviewer also fragst, ob es noch offene Punkte in deinem Lebenslauf gibt, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder, er sagt Nein. Perfekt, denn dann war deine Bewerbung vollständig und zufriedenstellend. Oder er fragt bei ein oder zwei Punkten genauer nach. Umso besser! Denn das gibt dir die Chance, im direkten Gespräch deine Skills und Erfahrungen ausführlicher als auf dem Papier darzustellen. Freilich gilt hier: Vorbereitet sein!

5

Wie geht es nun weiter? Am Ende eines Job-Interviews solltest du nicht brav die Händchen falten und schweigen, bis man dich verabschiedet. Frag' stattdessen lieber, wie die weiteren Schritte aussehen und wie es nach dem Vorstellungsgespräch weitergeht. Viele Bewerber sind zu schüchtern und fühlen sich zu forsch, wenn sie nachfragen. Ein Irrglaube. Der schlimmste Fehler wäre, es nicht zu tun. Denn Personaler oder Führungskräfte suchen nach offenen, interessierten Mitarbeitern. Mit deiner Frage demonstrierst du deutliches Interesse, Beständigkeit – und auch ein wenig Anpassungsfähigkeit.

Thema: Karriere

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