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Franziska Knuppe im Talk

Gerade erst hat das deutsche Topmodel Franziska Knuppe ihren zweiten Film abgedreht, zwischendurch moderiert die 39-Jährige auch noch. So wie kürzlich ein Event für einen Handyhersteller in unserer Hauptstadt. Bevor es auf die Bühne ging, haben wir Frau Knuppe exklusiv zum Interview getroffen.

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Franziska Knuppe im Wordrap.

© Video: WOMAN

In zerrissener Boyfriend-Jeans, Ringelshirt und mit großer Brille auf der Nase öffnet uns Franziska Knuppe barfuß und mit einem Lächeln die Türe ihrer Suite im Grand Hotel in Wien. Sie probt gerade mit Puls 4-Moderator und Neo-Papa Norbert Oberhauser ihre Moderation für den Österreich-Launch des dünnsten Smartphones der Welt, dem Huawei Ascend P6. Seit 16 Jahren ist das von Wolfgang Joop entdeckte Topmodel im Modelbiz tätig, nebenbei moderiert und schauspielert die 39-jährige Mutter auch noch. Ihre 6-jährige Tochter Mathilda Ruby ist daheim bei Papa Christian Möstl geblieben, seit 1999 ist das deutsche Model mit ihm verheiratet. Wie sie Beruf und Familie vereinbart, was bei ihr im Schminktäschchen nicht fehlen darf und warum sie anstatt zu Schokolade zu einem Salami-Brot greift, hat sie uns im Interview verraten.

WOMAN: Was führt Sie nach Wien?

Knuppe: Normalerweise bin ich für Fotoshootings oder Shows unterwegs, aber ich habe jetzt auch schon mehrfach in der Moderation Fuß gefasst und moderiere heute Abend ein Event für Huawei.

WOMAN: Haben Sie ein Lieblingsplätzchen in Wien?

Knuppe: Da gibt es viele. Ich finde die Stadt an sich wunderschön, es gibt selten so schöne Städte mit so tollen Sehenswürdigkeiten, wo man an jeder Ecke neue Dinge entdeckt. Nicht nur klassische Sachen, die es schon seit Jahrhunderten gibt, sondern auch für alle Frauen, die tollen Shoppingstraßen zum Beispiel oder Restaurants.

WOMAN: Wie vereinbaren Sie Beruf und Familie? Kommt Ihre Tochter auch mit auf Reisen?

Knuppe: Meine Tochter bleibt zuhause, sie wurde auch erst vor einer Woche eingeschult, von dem her könnte ich sie nicht spontan mitnehmen. Abgesehen davon, finde ich es sehr wichtig, dass sie einen gewissen Ruhepol hat sowie eine Routine – das hatte sie auch schon im Kindergarten. Sie ist jetzt bei Papa zuhause geblieben, ich bin ja nicht wochenlang weg. Ich bin einmal einen Tag weg, dann wieder zwei Tage daheim. Im Endeffekt habe ich mehr Zeit oder zumindest eine intensivere Zeit als Familien, die von morgens um 9 bis abends um 18 Uhr arbeiten und das Kind dann vielleicht nur eine Stunde sehen und fragen "Wie war der Tag und Gute Nacht". Es hat alles Vor- und Nachteile.

WOMAN: Was würden Sie Ihrer Tochter raten, wenn sie eines Tages auch Model werden möchte?

Knuppe: Die Frage hört man immer wieder (lacht). Ich mache den Beruf seit 16 Jahren und denke nicht, dass ich ihr davon abraten würde. Ich würde ihr aber gewisse Voraussetzung auferlegen, wie zum Beispiel einen Schulabschluss. Das ist wichtig für die Zukunft, weil den Beruf, den ich ausübe, bringt keine Garantie mit sich, dass man 20 oder 30 Jahre lang gut im Geschäft bist. Man ist vielleicht einmal eine kurze Zeit erfolgreich, verdient auch ganz gut , aber die Garantie, dass du dort lange Fuß fasst, kann dir anfangs keiner geben. Aber grundsätzlich hätte ich nichts dagegen, ich würde meine Tochter unterstützen, aber wenn man keine Chance sieht, würde ich ihr auch andere Wege öffnen.

WOMAN: Als Model werden Sie immer perfekt gestylt – welche Schmink-Utensilien verwenden Sie privat und dürfen auf keinen Fall in Ihrem Schminktäschchen fehlen?

Knuppe: Man hat tagtäglich im Beruf mit Schminke und Styling zu tun und wenn man dann wirklich privat unterwegs ist, ist man dann froh, dass man sich nicht zu extrem schminken muss. Eine gewisse Pflege gehört immer dazu, man muss ja permanent auch einem bestimmten Standard entsprechen, es kann mich jederzeit meine Agentur oder ein Kunde anrufen und sagen "Morgen da und da". Und wenn du dich da einmal zwei Tage oder eine Woche gehen lässt, könnte es Auswirkungen haben (lacht). Ich habe immer im Schminktäschchen einen Concealer, Rouge und Lipgloss. Und eine Sonnenbrille hilft manchmal auch ganz gut (lacht).

WOMAN: Was sind in Ihren Augen absolute Beauty-Sünden?

Knuppe: Ganz wichtig für jede Frau ist, dass sie sich abends immer abschminkt. Es gibt aber auch bei mir Tage, an denen ich mich nicht daran halte, weil ich extrem müde bin oder einfach keinen Bock habe – da habe ich natürlich kein fettes Show-Make-up drauf, sondern das normale Tages-Make-up. Das gleiche gilt, wenn die Haare mit Haarspray zugekleistert sind, das spüle ich nachts noch aus, sonst brechen die Haare. Sonst finde ich es nicht schön, wenn sich Frauen so schwarze Ränder um den Mund malen (lacht).

WOMAN: Wir bleiben beim Thema "Sünde": Was war Ihre größte Mode-Sünde?

Knuppe: Ich würde nicht sagen, dass ich irgendeine Mode-Sünde begangen habe, es gibt Outfits, bei denen ich sage "Hätte jetzt nicht sein müssen". Wichtig ist, dass man sich wohlfühlt und das auch ausstrahlt, egal, welcher Trend.

WOMAN: Welches Kleidungsstück sollte jede Frau Ihrer Meinung nach im Kleiderkasten haben?

Knuppe: Natürlich das kleine Schwarze, das wird nie aus der Mode kommen. Es darf aber nicht zu kurz sein, sonst wirkt es billig. Eine Jeans gehört auch in jeden Kleiderschrank einer Frau. Und ein Paar hohe Pumps – Feministinen würden jetzt sagen "Das tun wir nur für die Männer", aber das ist totaler Quatsch, man läuft als Frau ganz anders und fühlt sich auch erhabener – auch wenn es dann irgendwann weh tut, aber das gehört dazu (lacht). Man sollte auch nicht alles wegschmeißen, es kommt alles wieder, ich brauche nur einen großen Kleiderschrank …

WOMAN: Wie halten Sie sich körperlich fit?

Knuppe: Es werden mich viele dafür hassen, aber ich habe das Glück genetisch vorbelastet im positiven Sinne zu sein. Bei uns in der Familie sehen alle Frauen jünger aus als sie sind. Ich bin auch ein sehr energiegeladener Mensch, ich verbrenne sehr viel und sehr schnell, ich kann auch nur selten ruhig sitzen. Ich muss natürlich auch ins Fitnessstudio, ich bin ein Genussmensch, ich esse sehr gerne, koche sehr gerne und finde, das gehört zum Leben dazu, ich könnte mich da nicht wochenlang zügeln.

WOMAN: Kommt bei Ihnen nur Gesundes auf den Tisch?

Knuppe: Nicht unbedingt. Wie gesagt, koche ich sehr gerne, vor allem Hausmannskost. Viele denken sich jetzt, "Oh mein Gott, der Braten mit Kartoffeln und Sauce", aber ich esse ja nicht drei Teller davon. Und ich finde es gesünder, als einen Burger oder Pizza zu essen. Außerdem ist es ein schönes Erlebnis mit der Familie gemeinsam am Tisch zu essen als in ein Restaurant zu gehen oder sich etwas liefern zu lassen.

WOMAN: Welcher Süßigkeit können Sie nicht widerstehen?

Knuppe: Ich bin gar nicht so ein Süßigkeiten-Fan. Wenn abends mein Mann fragt "Hast du noch einen Pudding?", esse ich lieber ein Brot mit Salami oder mache mir ein Spiegelei, ich bin da eher der herzhafte Mensch.

WOMAN: Wie war für Sie der Schritt vom Model zur Moderatorin – wollten Sie das schon immer einmal ausprobieren?

Knuppe: In den letzten Jahren hat sich das alles vermischt, ich habe immer Moderationsanfragen gehabt, aber ich habe letzte Woche auch meinen zweiten Film abgedreht, in meinem ersten Film habe ich gesungen, das mischt sich alles, ich würde jetzt nicht sagen "Ich bin das!" Mein Hauptberuf ist immer noch das Modeln, das mache ich seit 16 Jahren, aber es überschneidet sich viel.

WOMAN: Gab es einmal ein größeres Hoppala auf der Bühne oder am Laufsteg?

Knuppe: Ich glaube nicht, außerdem denke ich, wenn man das mit einem Lächeln übergeht, vergisst man es und das Publikum auch. Jeder kann stolpern oder sich versprechen, aber ich versuche vorher viele Dinge zu proben, gerade, was auch die Kleiderfrage betrifft, das alles sitzt und man sich nicht im Kleid verheddert. Und ich bin auch froh, dass ich heute einen wahren Profi an meiner Seite habe, der auch einmal einspringt, sollte man doch das ein oder andere Wort vergessen (lächelt zu Norbert Oberhauser, der im Nebenzimmer sitzt und seine Moderation vorbereitet).

WOMAN: Gibt es ein Ritual, das Sie vor großen Jobs machen oder einen Glücksbringer, der immer mit dabei ist?

Knuppe: Ich telefoniere immer vor großen Auftritten mit meinem Mann, da sage ich ihm "Jetzt geht es los", dann wünscht er mir viel Glück. Das sind so normale Rituale, das mache ich auch, wenn ich ins Flugzeug steige. Ich muss immer davor meinen Mann hören, dann läuft's.

WOMAN: Wie sehen Ihre Pläne in nächster Zeit aus?

Knuppe: Ein großes Projekt war mein zweiter Film, den ich letzte Woche abgedreht habe, der kommt im deutschen Fernsehen im ZDF, "SOKO Stuttgart", wieder ein Krimi. Ansonsten stehen ein paar größere Projekte an, die darf ich aber noch nicht verraten. Und heute Abend stehe ich auf der Bühne (lacht).