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Warum Frauen müder als Männer sind

Es ist nicht sonderlich überraschend, aber nun wissenschaftlich belegt: Frauen sind müder als Männer. Wir haben sechs mögliche Gründe, warum dem so ist.


Frau liegt im Bett und reibt sich die Augen

Frauen sind häufiger erschöpft als Männer.

© Thinkstock

Es ist tatsächlich nicht sonderlich überraschend, aber nun wissenschaftlich belegt. Das amerikanische Gesundheitsministerium veröffentlichte jetzt eine Studie, wonach 15 Prozent aller Frauen sich häufig extrem müde und niedergeschlagen fühlen – aber nur zehn Prozent der Männer. Noch größer ist der Unterschied, wenn man die Altersstufe zwischen 18 und 44 Jahren betrachtet: Während hier 16 Prozent der Frauen über lähmende Erschöpfung klagten, waren es nur neun Prozent der Männer.

Wir haben sechs (nicht ganz wissenschaftliche) Gründe, warum das so ist:

1

Wir machen zwei Jobs. Auch wenn mittlerweile die meisten Frauen einen Job ausüben und nicht mehr "nur" Hausfrauen sind, bleibt trotzdem der Großteil der Hausarbeit und der Kinderbetreuung an ihnen hängen. Kurzum: In Wahrheit üben wir zwei Jobs aus – und leiden damit unter doppeltem Stress und Belastung.

2

Wir sind für Jeden da. Frauen neigen dazu, für jeden jederzeit da zu sein. Statt uns einfach vor den Fernseher zu hängen und uns zu langweilen (und damit zu regenerieren), treffen wir abends noch die beste Freundin, um ihren Liebeskummer zu trösten oder begleiten unseren Partner zur Abendveranstaltung. Vielleicht wäre es an der Zeit, wieder ein wenig mehr auf uns zu achten...

3

Wir bekommen Babys. Statistisch gesehen, bekommt die durchschnittliche Frau mit 25 Jahren ihr erstes Kind. Was eine Erklärung für den großen Müdigkeits-Gap zwischen Männern und Frauen in dieser Altersgruppe erklären könnte. Babys sind etwas wunderbares – aber auch verdammt anstrengend.

4

Wir schalten schlechter ab. Frauen tun sich schwerer damit, die Ereignisse des Tages einfach beiseite zu schieben. Stress im Job, Ärger mit den Kindern, Krach mit der Freundin – es fällt uns schwer, Probleme an der Haustür abzugeben. Meist beschäftigen sie uns bis in den Schlaf...der somit auch unruhiger wird.

5

Wir werden schlechter bezahlt. In Österreich verdienen Frauen nach wie vor für die gleiche Arbeit durchschnittlich 23,7 Prozent weniger als Männer. Wenn wundert es da, wenn frau sich nach Arbeit erschöpfter und deprimierter fühlt? Sie läuft im Hamsterrad, aber die pekunäre Anerkennung bleibt verwehrt.

6

Wir leiden häufiger unter Depressionen. Frauen erkranken wesentlich häufiger als Männer an Depressionen. Und Menschen, die unter Depressionen leiden, fühlen sich bis zu vier Mal erschöpfter als gesunde.