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Die Frauen-Rennserie war zum Testen in Niederösterreich zu Gast

Für die neue Frauen-Rennserie „W Series“ sind an den vergangenen drei Tagen auf dem Wachauring in Melk 54 Fahrerinnen vorgefahren. 28 Pilotinnen dürfen weiterhin auf einen der 18 Startplätze für 2019 hoffen.

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Die Frauen-Rennserie war zum Testen in Niederösterreich zu Gast
© iStock/Li Ning

Gefahren wird in der neuen Frauen-Rennserie zwar mit Formel-3-Boliden - langfristiges Ziel ist aber, Frauen zurück in die Formel 1 zu bringen. Bis es soweit ist, werden die Rennfahrerinnen aber noch in der mit 1,5 Millionen Dollar dotierten "W Series", die am 3. Mai in Hockeheim startet, fahren. Und das Interesse daran ist groß: Mehr als 100 Fahrerinnen hatten sich um einen Startplatz beworben, nach den Tagen in Niederösterreich, bei denen die ehemaligen Formel 1 Piloten Alexander Wurz und David Coulthard in der Jury saßen, dürfen sich 28 Pilotinnen weiter auf ihre Rennkarriere in der "W Series" vorbereiten.

Sie werden an vier Tagen Ende März in Ameria in Spanien testen, um sich endgültig für das Starterinenfeld zu qualifizieren. Österreich wird dabei allerdings nicht vertreten sein. Großbritannien stellt mit fünf die meisten Fahrerinnen, darunter Jamie Chadwick, die 2015 als erste Frau die British GT Championship für sich entscheiden konnte. Weiters hat sich auch die ehemalige Red-Bull-Junior-Pilotin Beitske Visser (NED) für die nächste Runde qualifiziert. Für 26 war nach den drei Tagen vorerst Endstation, die ehemalige Lotus-Testpilotin Carmen Jorda entschied sich gegen eine Teilnahme.

Geteilte Meinungen über Frauen-Serie

Die Präsentation der eigenen Rennserie für Frauen hatte für geteilte Meinungen gesorgt: Viele Fahrerinnen würden sich eher mehr direkte Konkurrenz mit den Männern wünschen. Claire Williams, stellvertretende Teamchefin des Williams-F1-Team, sprach von einem „Rückschritt“. Coulthard hielt dagegen: „Wir glauben, dass sich Frauen und Männer im Rennsport miteinander messen können, wenn sie gleiche Voraussetzungen haben.“ Na dann hoffen wir, dass die "W Series" den gewünschten Effekt haben und wir bald wieder Frauen in der "echten" Formel 1 fahren sehen werden!