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Frauen und ihre Schicksalsschläge

Schlafen auf der Straße, den geliebten Menschen verlieren: Fünf Frauen erzählen, welche Schicksale ihr Leben aus dem Gleichgewicht gebracht haben. Du kannst helfen – jede Idee, wie die Lage der Betroffenen verbessert werden kann, ist willkommen! Schicke ein Mail an redaktion <AT> woman.at .


Frauen und ihre Schicksalsschläge
© Sebastian Reich

Verena Reinisch, 23, Drillingsmama aus Mieders in Tirol (siehe Bild).

„Es war der 16. September 2011. Ich war gerade in der 15. Woche mit unseren Drillingen schwanger, als mein Freund Gerd nicht von der Arbeit nachhause kam. Stunden später ist für mich die Welt untergegangen. Er war bei Hochstromarbeiten am Stubaier Gletscher verunglückt. Dabei waren wir doch wenige Wochen zuvor noch glücklich vereint auf einer Kreuzfahrt im Mittelmeer. Es war so perfekt! Und auf einmal das! Ich dachte, ich erlebe vor lauter Schmerz die nächste Minute nicht. Eine Sekunde nach der anderen habe ich über mich ergehen lassen. – Für unsere Kinder. Am 18. Jänner sind Alessandro, Niclas und Nahla dann zur Welt gekommen. Zwei Monate zu früh, aber gesund. Hätte ich sie nicht gehabt – ich weiß nicht, was passiert wäre ... Die Betreuung der kleinen Lauser habe ich mir mittlerweile gut eingeteilt. Wenn sie schlafen, wird geputzt. Und nachmittags kommen täglich Freunde und Verwandte, die mich im Haushalt unterstützen. Es klappt ganz gut. Zwar gibt es auch heute noch schlechtere Tage, aber die guten überwiegen. Ich lasse das Leben auf mich zukommen und wünsche mir, dass ich, bis meine Drillinge in den Kindergarten kommen, bei ihnen zuhause sein kann …“

Alle berührenden Geschichten findest du in WOMAN 25/2012.