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Frauenbarometer: Frauen öfter von Alltagsstress betroffen als Männer

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek präsentierte die Ergebnisse der Online-Umfrage "Frauenbarometer". Fazit: Österreichs Frauen haben weniger Zeit als Männer, um etwas für ihr eigenes Wohlbefinden zu tun.

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Frauenbarometer: Frauen öfter von Alltagsstress betroffen als Männer
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Österreichs Frauen haben weniger Zeit für sich selbst und sind deutlich öfter als Männer von Alltagsstress betroffen. Zu diesem Ergebnis kam die vierteljährliche Online-Erhebung "Frauenbarometer", die sich aktuellen frauenpolitischen Themen widmet. Die zweite Ausgabe, die nun von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek präsentiert wurde, hatte den Schwerpunkt "Wohlbefinden".

Wenig Zeit für sich selbst.

Befragt nach der Zeit, die ihnen an einem durchschnittlichen Wochentag übrigbleibt, um etwas für das eigene Wohlbefinden zu tun, geben 62 % der Frauen (aber nur 49 % der Männer) an, nicht mehr als eine Stunde für sich selbst zur Verfügung zu haben. 31 % der Frauen haben an einem Wochentag nicht einmal mehr als 30 Minuten für sich. Bei den Männern sind es 20 %.

Am wenigsten Zeit für das eigene Wohlbefinden hat die – mit Familie und Beruf besonders geforderte – Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen.

Belastung durch Alltagsstress.

Wenig überraschend erscheint in diesem Licht auch der Umstand, dass 46% der Österreicherinnen und Österreicher angeben, im Alltag unter Stress zu leiden.

Hier ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern besonders stark. Während bei den Männern 39 % „sehr“ oder „eher“ unter Stress leiden, sind sogar 53 % der Frauen davon betroffen.

Rund 36 % aller Frauen geben an, dass die Balance zwischen ihrer Arbeit, privaten Pflichten und Freizeit „gar nicht“ bzw. „weniger“ stimmt.
Zum Vergleich: Lediglich 27 % der Männer zeigten sich in dieser Form mit ihrer Work-Life-Balance unzufrieden.

Negatives Körperbewusstsein.

Und noch etwas förderte das "Frauenbarometer" im Auftrag des Frauenministeriums zutage: „Bilder von perfekten Models“ beeinflussen das Körperbewusstsein der österreichischen Frauen negativ.

Eine breite Mehrheit ist davon überzeugt, dass die „Bilder von perfekten Models in der Werbung schlecht für das Körpergefühl junger Menschen“ sind. 89 % der Befragten stimmen dieser Aussage „sehr“ bzw. „eher“ zu, wobei 67 % der Frauen (gegenüber 47 % der Männer) die Auffassung vertreten, dass diese Aussage „voll und ganz“ zutrifft.

Deutlich ist auch der Unterschied, wenn es um die eigene Betroffenheit geht: Immerhin 42 % der Frauen, aber lediglich 22 % der Männer stimmten der Aussage „voll und ganz“ bzw. „eher“ zu, dass das Schönheitsideal in den Medien an ihrem Selbstwertgefühl kratzt.

Auch WOMAN schließt sich dieser Meinung an – und sucht in einer großen Aktion kurvige Models.