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Gegen "institutionalisierten" Sexismus: US-Frauenfußballteam verklagt Verband

Schlechter bezahlt als Männer: Das Frauenfußball-Nationalteam verklagt den eigenen Verband wegen "institutionalisiertem" Sexismus und Diskriminierung.

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Gegen "institutionalisierten" Sexismus: US-Frauenfußballteam verklagt Verband

40.000 Dollar Prämie weniger – den US-Nationalspielerinnen reicht's

© Getty Images

Schlechtere Bezahlung, obwohl sie erfolgreicher spielen und ähnliche Verpflichtungen haben – 28 Nationalspielerinnen des US-Frauenfußballteams verklagen nun ihren eigenen Verband wegen Diskriminierung und "institutionalisierter geschlechtlicher Diskriminierung". Wie die New York Times berichtet, werfen die Spielerinnen dem Verband außerdem vor, auf schlechteren Spielfeldern ihren Job erledigen zu müssen und mehr Spiele spielen zu müssen als ihre männlichen Kollegen. Die Klageschrift wurde am Weltfrauentag bei einem Gericht in Los Angeles eingereicht.

Gleicher Arbeitgeber – ungleiche Bezahlung

"Ungeachtet der Tatsache, dass weibliche und männliche Spielende aufgerufen sind, dieselben Verantwortlichkeiten in ihren Teams zu übernehmen und für denselben gemeinsamen Arbeitgeber, die USSF (US Soccer Federation) an internationalen Wettbewerben teilnehmen, erhielten Fußballspielerinnen fortlaufend weniger Geld als ihre männlichen Kollegen", hieß es in der Klageschrift. Schon seit 2016 kämpfen die Frauen für eine mit den Männern vergleichbare Bezahlung. Nachdem keine Verbesserungen erzielt wurden, ziehen sie nun vor Gericht.

USA gegen England im März dieses Jahres: Die US-Spielerinnen tragen die Namen von einflussreichen Frauen auf den Trikots.


Amtierende Weltmeisterinnen schlecht bezahlt

Für das Erreichen der WM-Endrunde hätten die Spielerinnen im Jahr 2015 lediglich 15.000 Dollar Prämie bekommen. Zum Vergleich: Im Jahr davor bekamen die männlichen Fußball-Nationalspieler 55.000 Dollar ausgezahlt. Ziemlich frustrierend, angesichts dessen, dass den Berichten zufolge das Frauenfußballteam höhere Umsätze als die Männer erwirtschaften. Weiters feiern die Frauen mehr Erfolge: Die US-Frauen sind amtierende Weltmeisterinnen. Die geforderten Zahlungen würden einige Millionen Dollar umfassen. Die Spielerinnen wollen den Status einer Sammelklage erreichen.