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10 Frauenmorde in Niederösterreich: Warum gerade hier?

In Österreich wurden heuer schon 18 Frauen ermordet. Mehr als die Hälfte davon in NÖ. Unsere Reporterin reiste durch das Land, sprach mit Frauen, Helferinnen und befragte die Landeshauptfrau.

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10 Frauenmorde in Niederösterreich: Warum gerade hier?
© Monika Saulich

Aurelia Sch., 40, aus Greinsfurth bei Amstetten wollte ihren Partner verlassen. Er erstach sie Anfang Jänner vor den Augen der Kinder. Zhemire K., 32, hatte sich endlich zur Trennung von ihrem gewalttätigen Ehemann durchgerungen. Er lauerte ihr im Februar auf einem Supermarkt-Parkplatz in Tulln auf und erdolchte die zweifache Mutter. Ende Oktober in Kottingbrunn: Ein zweifacher Vater tötete seine Frau und die Kinder. Tragödien, denen ein oft jahrelanges Martyrium der Frauen vorausging: psychisch gequält und geschlagen. Allein in Niederösterreich wird jede fünfte Frau Opfer von häuslicher Gewalt. „Genaue Zahlen gibt es nicht, denn nur ein kleiner Teil dieser Delikte wird zur Anzeige gebracht, die Dunkelziffer liegt weitaus höher. Die gefährlichste Zeit für Frauen ist die Trennungsphase“, zieht Michaela Egger, Leiterin der niederösterreichischen Gewaltschutzzentren, Bilanz.

18 Frauen wurden heuer in Österreich getötet, zehn davon von ihren Männern oder Ex-Partnern. Mehr als die Hälfte der Opfer lebte in Niederösterreich. Auf Spurensuche zwischen Wein- und Waldviertel befragten wir Betroffene und HelferInnen über die Hintergründe für die HOHE ANZAHL AN FRAUENMORDEN und baten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zum Gespräch über Gegenmaßnahmen. Außerdem sagen starke Persönlichkeiten wie Hanna Herbst oder Ali Mahlodji, was wir beim Feminismus noch immer falsch machen.

Die ganze Geschichte findest du im neuen WOMAN, ab 21. November im Handel.